Auftragseingänge der Industrie bleiben unter Vorkrisenniveau

Auftragseingänge aus der Eurozone nahmen um 22,3 Prozent zu

Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland sind auch im Juni 2020 unter dem vor der Coronakrise etablierten Niveau geblieben. Der reale Auftragseingang war im sechsten Monat des Jahres saison- und kalenderbereinigt 27,9 Prozent höher als im Mai 2020, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Angaben am Donnerstag mit. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es einen kalenderbereinigten Rückgang um 11,3 Prozent.

Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen lag der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe saison- und kalenderbereinigt 23,8 Prozent höher als im Mai 2020. Die Coronakrise prägt seit einigen Monaten die Entwicklungen im Verarbeitenden Gewerbe. Im Vergleich zu Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, war der Auftragseingang im Juni 2020 saison- und kalenderbereinigt um 11,3 Prozent niedriger. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Aufträge aus dem Inland im sechsten Monat des Jahres um 35,3 Prozent, die Auslandsaufträge erhöhten sich um 22,0 Prozent, so die Statistiker weiter.

Dabei nahmen die Auftragseingänge aus der Eurozone um 22,3 Prozent zu. Die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland stiegen um 21,7 Prozent gegenüber Mai 2020. Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag der Auftragseingang mit 10,6 Prozent über dem Vormonat. Bei den Herstellern von Investitionsgütern gab es einen Anstieg um 45,7 Prozent. Im Bereich der Konsumgüter stiegen die Aufträge um 1,1 Prozent. In der Automobilindustrie stieg der Auftragseingang wieder deutlich an (+66,5 Prozent zum Vormonat). Er liegt aber noch um 12,2 Prozent niedriger als im Februar 2020. +++

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