Auch Bayern will Beherbergungsverbot auslaufen lassen

Hessen bleibt dabei

Immer mehr Bundesländer wenden sich vom sogenannten Beherbergungsverbot ab. Nun kündigte auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an, die Regelung mittelfristig wieder abschaffen zu wollen. “Auch bei uns wird es so sein, dass wir das eher auslaufen lassen”, sagte Söder am Abend in der ZDF-Sendung Markus Lanz. Voraussetzung sei aber, dass “alle jetzt diese Regeln von gestern zur Anwendung und Umsetzung bringen”.

Generell sei die Debatte um das Beherbergungsverbot “nicht das Wichtige”. In Baden-Württemberg und Niedersachsen hatten Verwaltungsgerichte die umstrittene Regelung aufgehoben, wonach Menschen aus Kommunen mit mehr als 50 Neuinfektionen je Woche und 100.000 Einwohner ohne aktuellen Corona-Test nicht mehr in Hotels oder Ferienwohnungen übernachten dürfen. Mit 48 Stunden war die Frist zudem so kurz gesetzt worden, dass es fast unmöglich scheint, eine entsprechende Laborbestätigung zu erhalten, trotzdem hatte ein Ansturm von Herbsturlaubern auf Arztpraxen eingesetzt.

In Berlin, Bremen, Hamburg, NRW und Thüringen war das Beherbergungsverbot erst gar nicht beschlossen worden. Rheinland-Pfalz, das Saarland und Sachsen hatten entsprechende Regelungen wieder zurückgenommen. Das strengste Beherbergungsverbot besteht neben anderen Beschränkungen weiter in Mecklenburg-Vorpommern. Auch Brandenburg, Hessen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein wollen an der Regelung festhalten. +++ nh/dts

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