Bad Hersfeld. Mit Beginn der Nachtschicht sind die Beschäftigten der beiden Verteilzentren von Amazon erneut zum Streik aufgerufen. Der Ausstand geht am Samstag bis zum Ende der Spätschicht weiter. Die Gewerkschaft Verdi ruft zahlreiche Betriebe in Hessen zum Streik auf, um den Druck in der festgefahrenen Tarifauseinandersetzung im Einzelhandel erhöhen. „Wir beziehen Amazon derzeit in die allgemeine Tarifrunde im Einzel- und Versandhandel Hessen ein“, erläutert Verdi Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke. „Wir wollen deutlich machen, dass alle Beschäftigten im Handel eine kräftigte Lohnerhöhung verdient haben.“ ver.di fordert für den Tarifbereich Einzel- und Versandhandel Hessen eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 5,5 Prozent, mindestens jedoch 140 Euro. Darüber hinaus hat sich Verdi zum Ziel gesetzt, die Arbeitgeber zu einer gemeinsamen Initiative zu bewegen, die Tarifverträge wieder für allgemeinverbindlich erklären zu lassen. Amazon wendet keine Tarifverträge an und verschafft sich durch niedrigere Löhne Kostenvorteile. Seit zwei Jahren befindet sich Verdi mit Amazon in der Auseinandersetzung um die Anerkennung der Tarifverträge des Einzel und Versandhandels. +++ fuldainfo
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