Nach deutlichen Zugewinnen bei der Kommunalwahl hat sich die AfD-Fraktion in der Fuldaer Stadtverordnetenversammlung neu aufgestellt und ihre personellen Weichen für die kommende Legislaturperiode gestellt. Mit nunmehr 12 Mandaten tritt sie als zweitstärkste Kraft im Stadtparlament an. Zugleich bleibt offen, auf welche Koalition die CDU in der Stadt setzen will – mehr als zwei Wochen nach der Wahl gibt es hierzu weiterhin keine Klarheit.
Auf Vorschlag des Spitzenkandidaten Frank Schüssler wurde Pierre Lamely erneut einstimmig zum Fraktionsvorsitzenden gewählt. Schüssler selbst übernimmt weiterhin die Rolle des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden. Lamely wertete diesen Vorschlag als Zeichen innerer Geschlossenheit und verwies auf das Vertrauen innerhalb der Fraktion.
Bereits in der vergangenen Legislaturperiode hatte Lamely die damals vierköpfige Fraktion geführt. Nach eigenen Angaben habe man in dieser Zeit eine umfangreiche Bilanz vorgelegt. Dazu zählten zahlreiche Kleine Anfragen sowie mehrere Akteneinsichtsausschüsse, die auch überregional Aufmerksamkeit erhielten. In deren Folge kam es unter anderem zu Nachforderungen gegenüber den Vereinen Fulda stellt sich quer e.V. und Welcome In Fulda e.V. sowie zu Veränderungen in einem Begleitausschuss.
Mit dem stark verbesserten Wahlergebnis sieht sich die Fraktion nun in einer neuen Rolle. Sie hat Hella Dietz als Kandidatin für das Amt der stellvertretenden Stadtverordnetenvorsteherin nominiert. Nach Auffassung der Fraktion entspricht es parlamentarischem Brauch, dass eine Kraft ihrer Größe im Präsidium vertreten ist. Man erwarte, dass dieser Anspruch unabhängig von möglichen Koalitionsbildungen berücksichtigt werde, erklärte Lamely.
Gleichzeitig bekräftigte die AfD ihr Angebot zur inhaltlichen Zusammenarbeit mit anderen Fraktionen, insbesondere auch mit der CDU. Man beobachte die laufenden Gespräche zur Koalitionsbildung mit Gelassenheit, hieß es. Die eigene Fraktion sehe sich bereits arbeitsfähig und wolle vom ersten Tag an im Sinne ihrer Wähler handeln. Unterstützung werde jeder Initiative zugesagt, die aus Sicht der AfD einen Nutzen für die Stadt Fulda habe – unabhängig davon, von welcher politischen Seite sie eingebracht werde. +++

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