Der Landkreis Fulda warnt vor einer erheblichen Hitzebelastung. Nachdem der Deutsche Wetterdienst für die Region eine Warnung vor extremer Hitze herausgegeben hat, weist das Gesundheitsamt erneut auf wichtige Verhaltenshinweise hin. Am heutigen Dienstag wird im Landkreis Fulda die Hitzewarnstufe 2 erreicht.
Nach Angaben des Gesundheitsamtes sollten Bürgerinnen und Bürger die aktuellen Hitzewarnungen aufmerksam verfolgen, um sich frühzeitig auf die hohen Temperaturen einstellen zu können. Empfohlen wird, den Tagesablauf den Wetterbedingungen anzupassen und sich insbesondere zwischen 11 und 17 Uhr möglichst nicht im Freien aufzuhalten. Körperlich anstrengende Tätigkeiten sollten in dieser Zeit vermieden werden.
Besondere Bedeutung kommt einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr zu. Das Gesundheitsamt empfiehlt, bewusst etwa zwei bis drei Liter Wasser pro Tag zu trinken. Menschen mit Herz- oder Nierenerkrankungen sollten die für sie geeignete Trinkmenge mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt abstimmen. Zudem wird geraten, leichte und frische Speisen wie Gemüse, Salate, Obst sowie fettarme Milchprodukte zu bevorzugen und auf fettreiche Mahlzeiten sowie einen hohen Fleischkonsum möglichst zu verzichten.
Um den Körper vor Überhitzung zu schützen, empfehlen die Experten verschiedene Möglichkeiten zur Abkühlung. Kühle und feuchte Umschläge auf Armen, Beinen, Stirn oder Nacken, Fußbäder oder das Kühlen der Unterarme unter fließendem Wasser können ebenso helfen wie das Benetzen der Haut mit Wasser oder die Verwendung kühlender Lotionen und Sprays.
Auch in den eigenen vier Wänden lässt sich die Hitzebelastung verringern. Fenster und Türen sollten tagsüber möglichst geschlossen bleiben und erst dann geöffnet werden, wenn die Außentemperaturen wieder unter denen in der Wohnung liegen. Dies ist in der Regel während der Nacht oder in den frühen Morgenstunden der Fall. Rollos, Fensterläden oder Markisen helfen zusätzlich dabei, die Räume kühl zu halten. Klimaanlagen sollten nach Möglichkeit nicht zu niedrig eingestellt werden, um Erkältungen vorzubeugen.
Das Gesundheitsamt weist außerdem darauf hin, Medikamente auf ihre Hitzetauglichkeit überprüfen zu lassen. Wer regelmäßig Arzneimittel einnimmt, sollte beim nächsten Arztbesuch das Gespräch über mögliche Auswirkungen hoher Temperaturen suchen und die Hinweise in den Packungsbeilagen beachten.
Besonders ältere Menschen, chronisch Kranke und alleinlebende Personen sollten während der Hitze nicht aus dem Blick geraten. Das Gesundheitsamt appelliert deshalb an Angehörige, Freunde und Nachbarn, regelmäßig Kontakt zu halten und bei Bedarf Unterstützung anzubieten.
Darüber hinaus wird auf die gesundheitlichen Risiken extremer Hitze hingewiesen. Eine Hitzeerschöpfung kann sich unter anderem durch kalte und feuchte Haut, niedrigen Blutdruck bei gleichzeitig erhöhtem Puls, schnelle aber schwache Atmung, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Schwindel und starke Erschöpfung bemerkbar machen. In diesem Fall sollten Betroffene umgehend Flüssigkeit zu sich nehmen und ihren Körper abkühlen. Bessern sich die Beschwerden innerhalb einer Stunde nicht oder steigt die Körpertemperatur auf 38 Grad Celsius an, sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.
Ein Hitzschlag stellt hingegen einen medizinischen Notfall dar. Gerötete, heiße und trockene Haut, starke Kopfschmerzen, Übelkeit sowie Bewusstseinsstörungen bis hin zur Bewusstlosigkeit können auf diese lebensbedrohliche Situation hinweisen. Das Gesundheitsamt fordert dazu auf, in solchen Fällen unverzüglich den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 zu verständigen. +++

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