Mehr Pannen auf Hessens Straßen: ADAC rückt fast 350.000 Mal aus

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Die Zahl der Autopannen auf Hessens Straßen steigt weiter – und damit auch die Einsätze der ADAC Pannenhilfe. Im Jahr 2025 mussten die „Gelben Engel“ insgesamt 349.782 Mal ausrücken. Das sind etwas mehr Einsätze als im Jahr zuvor, als noch 345.142 Pannen registriert wurden. Umgerechnet bedeutet das: durchschnittlich 958 Einsätze pro Tag. Insgesamt entspricht das einem Zuwachs von gut einem Prozent.

Die Hilfe auf Hessens Straßen wird dabei zwischen den ADAC Straßenwachtfahrern und den Mobilitätspartnern aufgeteilt. Von den insgesamt 349.782 Einsätzen entfielen 201.070 auf die 194 ADAC Straßenwachtfahrer im Land. Die ADAC Mobilitätspartner rückten zu 148.712 Pannen aus. Auch bundesweit steigt die Zahl der Einsätze weiter: Insgesamt registrierte der ADAC 3.691.813 Pannenhilfen, nach 3.633.154 im Jahr 2024. Im Durchschnitt hilft der ADAC damit alle neun Sekunden bei einer Panne.

Die häufigste Ursache ist weiterhin eine defekte Starterbatterie. Wie schon in den vergangenen Jahren lag ihr Anteil 2025 mit 45,4 Prozent deutlich an der Spitze der Pannenstatistik. Auf Platz zwei folgen Probleme mit Motor, Motormanagement oder dem Hochvoltsystem – etwa bei Einspritzung, Zündung oder Sensorik – mit 22,8 Prozent. Defekte am Generator, Anlasser, Bordnetz oder an der Beleuchtung machten 10,4 Prozent der Einsätze aus. Weitere Gründe für den Notruf bei der Pannenhilfe waren Probleme mit den Reifen (8,9 Prozent) sowie Schwierigkeiten mit Schlüssel, Schloss oder der Wegfahrsperre (6,8 Prozent).

Auch bei Elektroautos steigt die Zahl der Pannenfälle. Mit der wachsenden Zahl von E-Fahrzeugen auf den Straßen und deren zunehmendem Alter wurden die „Gelben Engel“ bundesweit 50.445 Mal von Besitzern von Elektroautos gerufen. Das entspricht einem Zuwachs von 15 Prozent gegenüber 2024. Auch bei E-Autos war eine defekte Starterbatterie in rund der Hälfte aller Fälle die häufigste Ursache.

Nicht nur Autofahrer greifen inzwischen auf die Hilfe des ADAC zurück. Seit Sommer 2022 können auch Mitglieder mit Fahrrad oder E-Bike die Pannenhilfe in Anspruch nehmen. „Der Service gilt rund um die Uhr für Fahrräder und E-Bikes überall dort, wo die Pannenhelfer mit ihren Einsatzfahrzeugen nach den Regeln der Straßenverkehrsordnung hinkommen“, erklärt Oliver Reidegeld, Pressesprecher des ADAC Hessen-Thüringen.

Die Nachfrage steigt: Bundesweit registrierte der ADAC 2025 ein Plus von 15 Prozent bei der Fahrrad-Pannenhilfe. Insgesamt wurden die Gelben Engel 19.455 Mal zu Fahrradpannen gerufen. In fast drei Viertel der Fälle – genau 72 Prozent – war ein defekter Reifen der Grund für den Notruf. In Hessen wurden die Pannenhelfer 1.419 Mal zu Fahrrad- oder E-Bike-Problemen gerufen.

Wer Hilfe braucht, erreicht die ADAC Pannenhilfe rund um die Uhr unter der Telefonnummer 089 20 20 4000. Mitglieder können die Gelben Engel auch online oder über die kostenlose Pannenhilfe-App anfordern. Immer mehr Menschen nutzen diesen digitalen Weg: Der Anteil der per App oder Web-App gemeldeten Pannen stieg im Vergleich zu 2024 um 16 Prozent auf 695.520 Fälle. Ein Vorteil dabei: Mitglieder können wichtige Fahrzeugdaten und ihren genauen Standort dank GPS direkt übermitteln – und erfahren zugleich, wann der ADAC Pannenhelfer losfährt. +++


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