Glanz, Gänsehaut und hauchdünne Entscheidungen bei den Olympischen Winterspielen in Italien: Deutschlands Wintersport-Stars sorgen für emotionale Momente und starke Medaillen-Erfolge. Allen voran Bobpilotin Laura Nolte, die im Monobob mit einer beeindruckenden Leistung zur Silbermedaille raste und sich nur denkbar knapp geschlagen geben musste.
Die 27-Jährige aus Nordrhein-Westfalen zeigte am Montagabend Nervenstärke und fuhr konstant auf höchstem Niveau. Mit den zweitschnellsten Zeiten musste sie sich lediglich der US-Amerikanerin Elana Meyers Taylor geschlagen geben. Am Ende fehlten Nolte gerade einmal vier Hundertstel Sekunden auf den Olympiasieg – ein Wimpernschlag im Eiskanal, der über Gold und Silber entschied. Hinter ihr landete mit zwölf Hundertstel Rückstand ebenfalls eine US-Amerikanerin auf dem Podest: Kaillie Armbruster Humphries sicherte sich Bronze.
Auch im Eiskunstlauf durfte das deutsche Team jubeln: Minerva Hase und Nikita Wolodin holten im Paarlauf die Bronzemedaille. Dabei verlief das Finale für die beiden 26-Jährigen zunächst alles andere als perfekt. Mehrere Fehler warfen das deutsche Duo am Montagabend in der Kür auf Rang vier zurück. Doch der starke Punktevorsprung aus dem Kurzprogramm, in dem sie zuvor auf Platz eins gelegen hatten, rettete ihnen am Ende den Podiumsplatz und sorgte für große Erleichterung.
Für eine Überraschung sorgten die neuen Olympiasieger aus Japan: Riku Miura und Ryuichi Kihara drehten den Wettbewerb eindrucksvoll. Nach Platz fünf im Kurzprogramm zeigten sie im Finale eine makellose Darbietung, erzielten dort 158,13 Punkte und stellten damit sogar einen Weltrekord auf. Die Silbermedaille ging an die Georgier Anastasiia Metelkina und Luka Berulava, die sowohl im Kurzprogramm als auch im Finale jeweils die zweitbeste Leistung zeigten.
Damit erlebt das deutsche Team einen erfolgreichen Wettkampftag bei den Winterspielen – mit Silber im Eiskanal und Bronze auf dem Eis. Spannung, Dramatik und große Emotionen inklusive. +++

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