In Hünfeld steht ein Name seit Jahrzehnten für gelebte Kirchenmusik und kulturelle Impulse: Regionalkantor Christopher Löbens (61) ist mit dem Kulturpreis der Stadt ausgezeichnet worden. Seit 33 Jahren prägt er das musikalische Leben der Konrad-Zuse-Stadt – als Kirchenmusiker, Chorleiter, Ideengeber und Initiator zahlreicher Projekte. Beim feierlichen Empfang im Rathaus würdigten Vertreter der Stadt sein Wirken, während die Gäste zugleich einen vielseitigen musikalischen Abend erlebten, heißt auf osthessenreport.de..
„Kultur hat einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft. Für die Kultur braucht es aber immer wieder Menschen, die Herausragendes leisten“, betonte Erste Stadträtin Martina Sauerbier in ihrer Laudatio. Der Preisträger stehe beispielhaft für dieses Engagement. Die Auszeichnung würdige nicht nur seine bisherigen Leistungen, sondern solle auch Ansporn sein, das kulturelle Leben in Hünfeld weiterhin zu bereichern. Löbens’ Arbeit zeichne sich durch Qualität, Ideenreichtum und eine ansteckende Leidenschaft aus, die sich in zahlreichen Projekten für Stadt und Region widerspiegele.
Sein Weg zur Musik begann früh: Geboren im saarländischen Saarlouis, erhielt Löbens bereits in jungen Jahren eine fundierte musikalische Ausbildung, der zahlreiche Studien und Examen folgten. Seit 1993 wirkt er als Kirchenmusiker des Bistums Fulda mit Dienstsitz an der Stadtpfarrkirche St. Jakobus in Hünfeld. Er gründete die Singschule St. Benedikt sowie Ende der 1990er-Jahre das Vokalensemble St. Benedikt. Als Regionalkantor leitet er zudem verschiedene Chöre und verantwortet Konzerte der Kirche.
Nach Worten Sauerbiers zeichnet Löbens nicht allein seine musikalische Brillanz aus, sondern auch seine Fähigkeit, Begeisterung weiterzugeben. Ob Kinder oder Erwachsene, ausgebildete Sänger oder Laien – er verstehe es, Menschen für Musik zu gewinnen und zu außergewöhnlichen Leistungen zu führen. Besonders hervorgehoben wurde sein Engagement für die Tradition des Neujahrliedes am Silvesterabend vor dem Rathaus, die dank eines Projektchores fortgeführt werde.
Auch Bürgermeister Benjamin Tschesnok würdigte das Wirken des Regionalkantors: Es sei außergewöhnlich, mit welcher Qualität und Hingabe Löbens das musikalische Leben der Stadt bereichere. Stadtverordnetenvorsteher Berthold Quell bezeichnete ihn als Vollblutmusiker, an dem in der Region kein Weg vorbeiführe – einen Künstler, der das kulturelle Fundament der Stadt stärke und mit neuem Leben erfülle.
Der Geehrte selbst zeigte sich bewegt von der Auszeichnung. Die Worte der Laudatoren hätten ihn tief berührt, erklärte Löbens in seinen Dankesworten, in denen er auch den Begriff „Kultur-Preis-Verleihung“ reflektierte.
Dass Musik für ihn weit mehr als Beruf ist, zeigte sich schließlich im künstlerischen Rahmen der Feier: Das musikalische Programm des Abends gestaltete Löbens selbst und saß dabei am Flügel. Mit der „LöBand“ präsentierte er Jazztitel, begleitet von seiner Familie und musikalischen Freunden. Sohn Anton spielte Violoncello, während Anna, Valentin und seine Frau Christina als Sänger auftraten. So wurde die Preisverleihung zu einem Abend auf höchstem musikalischen Niveau – und zu einer eindrucksvollen Hommage an einen Musiker, der das kulturelle Leben Hünfelds seit Jahrzehnten prägt. +++





Hinterlasse jetzt einen Kommentar