Rettungshubschrauber „Christoph 28“ in Fulda vor allem nach Unfällen im Einsatz

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"Christoph 28“ aus Fulda.

Die Crews des Rettungshubschraubers „Christoph 28“ sind im vergangenen Jahr überwiegend zu Verletzungen nach Unfällen gerufen worden. Wie in den vergangenen Jahren stellten Freizeit-, Sport-, Arbeits-, Schul- und Verkehrsunfälle mit 36 Prozent den häufigsten Einsatzgrund dar. Dahinter folgten Notfälle des Herz-Kreislauf-Systems wie Herzinfarkte und Herzrhythmusstörungen mit 29 Prozent.

In 14 Prozent der Fälle diagnostizierten die ADAC Luftretter neurologische Notfälle wie etwa einen Schlaganfall. Bei sechs Prozent der Einsätze waren akute Atemnot oder Asthma die Ursache. Internistische Erkrankungen machten fünf Prozent der Einsätze aus. Die übrigen Einsatzflüge verteilten sich auf verschiedene Notfälle wie psychiatrische oder geburtshilfliche Einsätze, die zusammen elf Prozent ausmachten.

Der Rettungshubschrauber „Christoph 28“ ist am Klinikum Fulda stationiert und wird dort seit April 1984 von der ADAC Luftrettung betrieben. Sein Einsatzradius beträgt etwa 70 Kilometer. Hessen war mit 1.110 Einsätzen im Jahr 2025 erneut das Haupteinsatzgebiet. Weitere Einsätze führten die Crews nach Bayern (112) und Thüringen (57).

Ein Stationsteam besteht in der Regel aus drei Piloten, fünf Notfallsanitätern und 15 Notärzten. Während eines Einsatzes sind stets ein Pilot, ein Notfallsanitäter und ein Notarzt an Bord.

Bundesweit rückten die Rettungshubschrauber der ADAC Luftrettung im Jahr 2025 zu insgesamt 48.908 Einsätzen aus, nach 49.048 Einsätzen im Jahr 2024. Durchschnittlich wurden die Rettungshubschrauber pro Tag zu 134 Notfällen gerufen.

Deutlich zugenommen haben im vergangenen Jahr die Flüge in der Dämmerung und bei Dunkelheit. Ihre Zahl stieg um fünf Prozent von 3.159 auf 3.314. Darunter befanden sich auch besonders anspruchsvolle Notfalleinsätze in der Nacht mit Landungen auf unbeleuchteten Plätzen. Möglich werden solche Einsätze unter anderem durch spezielle Nachtsichtbrillen als Teil eines „Night-Vision-Imaging-Systems“.

Auch die Zahl der Spezialeinsätze mit Rettungswinde erhöhte sich im vergangenen Jahr um rund fünf Prozent auf 580 Einsätze. +++


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