Die neurologische Rehabilitation am Herz-Kreislauf-Zentrum Rotenburg (HKZ) hat mit der Einführung des Lokomotion-Gangtrainers einen wichtigen Schritt zur Optimierung der Patientenversorgung gemacht. Dieses hochmoderne, endeffektorbasiertes Gerät ermöglicht ein intensives und sicheres Gehtraining, insbesondere für Patienten, die nach einem Schlaganfall initial nicht gehfähig sind.
Der Lokomotion-Gangtrainer arbeitet mit beweglichen Fußplatten, die den Gangzyklus präzise einüben. Dabei sorgt ein Gurtsystem für Stabilität und Sicherheit, sodass auch schwer betroffene Patienten ein intensives Training absolvieren können. Dieses Verfahren folgt den aktuellen evidenzbasierten Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und der Deutschen Gesellschaft für Neurorehabilitation (DGNR). Die Leitlinien empfehlen den Einsatz elektromechanischer Gangtrainer für Patienten mit hohem Unterstützungsbedarf, um deren Gehfähigkeit effizient wiederherzustellen.
„Durch die Einführung des Lokomotion-Gangtrainers setzen wir einen neuen Standard in der neurologischen Rehabilitation“, betont Priv.-Doz. Dr. Caroline Renner, Chefärztin der Neurologie am HKZ. „Ich bin stolz, dass unsere Klinik nicht nur die Leitlinien umsetzt, sondern aktiv an ihrer Entwicklung mitgewirkt hat. Insbesondere für Patienten in der Phase B und C ermöglicht das Gerät ein intensives Training mit hohen Schrittzahlen, was entscheidend für den Erfolg der Therapie ist.“
Auch der kaufmännische Direktor des HKZ, Arnulf Hartleitner, unterstreicht die Bedeutung dieser Investition: „Wir stellen so sicher, dass unsere Patienten von den neuesten technologischen Entwicklungen in der Frührehabilitation profitieren können. Die Anschaffung des Lokomotion-Gangtrainers ist ein klares Bekenntnis zu Qualitätssicherung und modernster Therapie. Unser Ziel ist es, jedem Patienten die bestmögliche Versorgung zu bieten und gleichzeitig den hohen Ansprüchen einer evidenzbasierten Rehabilitation gerecht zu werden.“
Die Leitlinien betonen, dass die Wiederherstellung der Gehfähigkeit durch Bewegungen mit hoher Wiederholungsrate unterstützt werden sollte. Bei nicht gehfähigen Patienten ist der Einsatz roboterunterstützter Systeme essenziell, um ein gezieltes und intensives Training zu gewährleisten. Studien belegen, dass eine hohe Trainingsintensität entscheidend für die funktionelle Erholung ist.
Der Lokomotion-Gangtrainer überzeugt durch seine technische Ausstattung: Neben statischer und dynamischer Gewichtsentlastung bietet das Gerät maximale Sicherheit und Flexibilität in der Therapie. Die dynamische Entlastung passt sich dem natürlichen Gangmuster des Patienten an, während ein spezielles Gurtsystem eine präzise Stabilisierung ermöglicht.
„Wir freuen uns, dass wir mit der Einführung dieses innovativen Systems die Qualität unserer Rehabilitation weiter steigern können. Dies ist ein bedeutender Schritt für unsere Patienten und ein Beitrag zur Weiterentwicklung der neurologischen Rehabilitation insgesamt“, fügt Dr. Renner hinzu.
Die neurologische Rehabilitation am HKZ steht somit für eine evidenzbasierte, patientenorientierte Versorgung auf höchstem Niveau. +++

Hinterlasse jetzt einen Kommentar