SPD-Linke reagiert überrascht auf möglichen Lambrecht-Rücktritt

Lambrecht2
Christine Lambrecht (SPD)

Der Co-Chef der SPD-Linken, Sebastian Roloff, hat überrascht auf Berichte über einen bevorstehenden Rücktritt von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) reagiert. „Ich bin bis vor Kurzem davon ausgegangen, dass Frau Lambrecht die angegangenen Aufgaben auch zu Ende führt“, sagte der Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des „Forum Demokratische Linke“ dem „Handelsblatt“. Für den Fall eines Wechsels an der Spitze des Ministeriums erwartet Roloff, dass der Nachfolger Lambrechts das Beschaffungswesen der Bundeswehr „weiter konsequent reformiert“. „Außerdem haben die letzten Wochen gezeigt, dass es mit Blick auf den Bedarf der Bundeswehr mehr konkrete Anforderungen an die Industrie braucht“, sagte der Bundestagsabgeordnete.

Kubicki will mögliche Lambrecht-Nachfolge SPD überlassen

Die FDP reklamiert das möglicherweise frei werdende Verteidigungsministerium nicht für sich. „Eine mögliche Neubesetzung des Bundesverteidigungsministeriums obliegt dem sozialdemokratischen Koalitionspartner“, sagte FDP-Vize Wolfgang Kubicki den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Es wäre diesmal gut, wenn dieses immens wichtige Ministerium von jemandem geführt wird, der das nötige Hintergrundwissen mitbringt.“ Zuvor war über einen möglicherweise bevorstehenden Rücktritt von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) berichtet worden. Als mögliche Nachfolgerin war immer wieder die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), genannt worden. Er könne nicht bewerten, ob Kanzler Olaf Scholz (SPD) eine größere Kabinettsumbildung erwäge, sagte Kubicki, der auch Vizepräsident des Bundestages ist. „Allerdings muss er auch zur Kenntnis genommen haben, dass manch ein sozialdemokratisch bes etztes Ressorts in der öffentlichen Wahrnehmung nicht das allerbeste Bild abgibt“, sagte der FDP-Politiker. +++


Popup-Fenster