Hessens Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) hat sich offen gezeigt für den Vorschlag, die nächste Bund-Länder-Konferenz vom kommenden Montag auf diese Woche vorzuziehen. „Ich wäre bereit, die Ministerpräsidentenkonferenz vorzuziehen“, sagte Bouffier dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Sie müsste dann aber als Präsenzveranstaltung stattfinden. Ziel muss eine Verständigung der Länder sein.“ Der CDU-Vorsitzende und nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hatte eine Verlegung der MPK vorgeschlagen und dies damit begründet, dass vor Ende der Osterferien klar sein müsse, wie es mit den Corona-Maßnahmen weitergehe. Laschet hatte sich für eine Verschärfung des Lockdowns ausgesprochen, unter anderem mit der Möglichkeit zu Ausgangssperren.
Lauterbach: Dritte Welle mit härteren Maßnahmen brechen
Ein härterer Lockdown macht nach den Worten des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach nur Sinn, wenn gleichzeitig ein Moratorium für alle Lockerungen vereinbart wird. Um die dritte Welle zu brechen, seien härtere Maßnahmen notwendig, sagte Lauterbach zu „Bild“. „In den Betrieben müssen Test-Pflicht und Homeoffice-Pflicht kommen und eine nächtliche Ausgangsbeschränkung ab 20 Uhr.“ Wenn man das zwei oder drei Wochen durchhalte, könnten die Fallzahlen stabil wieder sinken. Aber: „Das Ganze hat nur Zweck, wenn das gleichzeitig mit einem Moratorium für Lockerungen einhergeht.“ Sonst könne man sich einen solchen Lockdown schenken. Lauterbach widersprach der Warnung von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU), der Präsenzunterricht hänge am seidenen Faden. „Wenn man die Kombination macht: Wechselunterricht plus zweimal pro Woche die Kinder testen, dann kann man die Schulen auch in der Zeit einer dritten Welle sicher betreiben. Da müssen wir nicht in den Schul-Lockdown zurück“, sagte Lauterbach. +++

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