Pazderski sieht Zukunft der AfD als Volkspartei

AfD

Hannover. AfD-Vize Georg Pazderski sieht die Zukunft seiner Partei als Volkspartei. „Mir fällt es ein bisschen schwer, Leute zu verstehen, die nur auf den Gegenwartserfolg aus sind“, sagte Pazderski am Rande des AfD-Parteitags in Hannover dem TV-Sender Phoenix. „Natürlich muss man gegenwärtig Erfolg haben, aber man muss auch an die Zukunft denken. Und wir schreiben uns ja auf die Fahnen, wir wollen hier in Deutschland etwas ändern.“ Deswegen sehe er die Zukunft für die AfD sehe in einer Volkspartei, sagte er.

Pazderski war am Samstag bei der Wahl zum Parteivorsitzenden gescheitert und schließlich stellvertretender Bundessprecher geworden. „Ich hatte mir etwas anderes vorgenommen, aber deshalb muss ich nicht gram sein. Ich denke, der Tag ist letzten Endes doch gut verlaufen“, sagte der AfD-Politiker. „Ich denke, man muss auch mal im Sinne der Partei und für die Zukunft der Partei zurückstecken, wenn es notwendig ist.“ Er glaube, dass man eine „vernünftige Lösung“ gefunden habe. Der AfD-Vize äußerte sich überzeugt, eine wichtige Diskussion über die pragmatische Ausrichtung der Partei angestoßen zu haben. „Wir müssen uns natürlich mittel- und langfristig Gedanken machen über die Koalitionsfähigkeit.“ Er werde sich nicht verbiegen, sondern habe vielmehr „klare Vorstellungen“, so Pazderski weiter. Es sei nun notwendig, strategisch zu denken und in die Zukunft zu blicken.

Petry sieht AfD „in Höckes Hand“

Die frühere AfD-Vorsitzende Frauke Petry sieht die AfD nach den Vorstandswahlen fest in der Hand des Rechts-Außen-Flügels um den Thüringer AfD-Landesvorsitzenden Björn Höcke. „Jetzt vollzieht sich, was Björn Höcke schon immer angestrebt hat – mit Gauland eine zweite Marionette als Vorsitzenden zu haben“, sagte Petry der „Bild“. Petry fügte an: „Die AfD ist seit diesem Parteitag für alle sichtbar vom Flügel geführt. Denn Meuthen und Gauland sind beide Höckes Leute. Und Pazderski wurde am Ende eben nur noch deshalb Vize-Chef von Höckes Gnaden, weil er sich dem Flügel ergeben hat.“ Petry bekräftigte: „Die AfD ist seit diesem Parteitag jetzt faktisch in Höckes Hand.“ Zugleich äußerte Petry die Erwartung, dass das Duo Gauland/Meuthen die Partei faktisch nicht führen werde: „Wer nichts macht, macht keine Fehler, heißt es ja. Da beide sich intern ja sogar noch damit rühmen, wenig zu tun, lässt das wenig Interpretationsspielraum. Gauland will den gärigen Haufen, wie er die AfD nennt, eh nicht führen. Und Meuthen sagt über sich selbst, dass er keine Visionen habe. Insofern müssen und wollen die beiden gar nichts tun, zumal die eigentliche Führung in Thüringen eh durch Höcke erfolgt.“ Die Gemäßigten in der Partei hätten „keinen Plan und keine Galionsfigur“ mehr. „Den einzigen Anführer, den sie noch hätten haben können, war Georg Pazderski, der ist demontiert“, zeigte sich Petry überzeugt. +++


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