Kömpel bei IG “Menschen unter Strom”

Dirlos. Die Mitglieder der Interessengemeinschaft „Menschen unter Strom“, die größtenteils aus Künzell stammen, sind nicht prinzipiell gegen die Energiewende: Allerdings soll der Schutz der Gesundheit für die Menschen im Vordergrund stehen. Dies machten die IG-Mitglieder bei einem Treffen mit Birgit Kömpel im Bürgerhaus Dirlos deutlich. Und die SPD-Bundestagsabgeordnete versprach den Gesprächsteilnehmern, sich für ihre Belange einzusetzen. Kömpel wies in dem Gespräch darauf hin, dass sie sich bei der Gleichstromtrasse Suedlink stets für Erdverkabelung eingesetzt habe. „Andere haben die Sinnhaftigkeit von Suedlink komplett in Frage gestellt. Nachdem entschieden ist, dass Erdkabel Vorrang hat, erklären dieselben Leute, dass sie schon immer für diese Variante gewesen seien.“

Die IG-Vertreter sagten, dass die Erdverkabelung bei Gleichstromtrassen wie Suedlink ein probates Mittel sei, um die Menschen zu schützen. Es entstünden keine elektrischen Felder, und magnetische Felder nehmen schneller ab als bei Freileitungen. Allerdings sei dies bisher noch nicht der Fall bei Wechselstromleitungen. Durch Dirlos verläuft in unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern, Bürgerhaus und Kindergarten eine Wechselstromtrasse. Es gibt Planungen, diese Trasse zu ertüchtigen. Dies würde möglicherweise eine Erhöhung und Aufrüstung der bisherigen Masten bedeuten. Das Leben der Dirloser Menschen würde noch mehr beeinträchtigt. „Es kann nicht sein, dass wir in Hessen noch immer keine Mindestabstandsregelung für Stromtrassen haben“, sagte Birgit Kömpel, die sehr davon beeindruckt war, wie gut die IG-Mitglieder vorbereitet waren und wie sachlich sie argumentierten. Die IG will sich dafür einsetzen, dass hessische Regelungen für Mindestabstände bei Höchstspannungsstrommasten eingeführt werden.

Birgit Kömpel versprach jedenfalls, den IG-Mitgliedern zu helfen. Sie werde sich bei Landrat Bernd Woide (CDU), Hessens Wirtschaftsminister Tarek al-Wazir (Grüne) und ihren hessischen Kollegen aus der SPD-Fraktion einsetzen, um gesundheitsgefährdende Maßnahmen zu verhindern. Und sie ermunterte die IG, den eingeschlagenen Weg der Sachlichkeit weiter zu gehen. +++ fuldainfo

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