Spatenstich für Hessens neuen Technologie- und Innovationscampus „smartcampus Märzrasen“

Ministerin Sinemus: Investition in eine gute und gesicherte Zukunft

Auf dem Weg zum offiziellen Spatenstich für den smartcampus märzrasen im Industriepark Welkers.

Europas schnellstes Breitbandnetz, Smart City und ein Technologie-Campus – all das findet man in naher Zukunft in der Zukunftsgemeinde Eichenzell. Mitten in der Bundesrepublik und in unmittelbarer Nähe des Autobahnanschlusses A7/A66 im Industriepark Welkers ist heute auf dem Grundstück „Am Märzrasen“ der offizielle Spatenstich für Hessens neuen Technologie- und Innovationscampus, den „smartcampus Märzrasen“, vorgenommen worden. Pandemie-bedingt fand dieser in abgespeckter Form statt. Vertreterinnen und Vertreter aus der Kommunal-, Landes- und Bundespolitik überbrachten daher ihre Grußworte größtenteils digital.

„Es ist ein Ereignis für die Geschichtsbücher in ganz Hessen – der neue Campus vereint Innovation, Erfindertum und Technologie unter einem Dach“, heißt es einleitend in der Pressemitteilung der SmartCampus Verwaltungsgesellschaft mbH. Die Bauphase soll Anfang 2023 abgeschlossen sein, ab dann können die hochmodernen Büroflächen, Lernlabore, Showrooms und Tagungsräume bezogen werden. „Die Digitalisierung in Deutschland ist im Vergleich zu anderen Ländern in der Europäischen Union ausbaufähig. Wir dürfen nicht den Anschluss verpassen und müssen beweisen, dass auch in Deutschland innovative und zukunftsträchtige Technologien entwickelt werden“, so Manuel Bittorf, der sich als Geschäftsführer des smartcampus um die technologische Ausrichtung kümmert. Und Geschäftsführer und Investor Paul Gummert ergänzt: „Wir möchten innovativen Unternehmen den Raum geben, an zukunftsweisenden Projekten und Produkten zu arbeiten und ihnen die notwendige Grundlage dafür geben.“ Unter einem Dach vereint können sich Unternehmen hochmoderne Büroflächen anmieten und dort zusammen mit anderen die digitale Inklusion mitgestalten. Das einmalig schnelle Breitbandnetz mit bis zu 100 Gigabit/s, die zentrale Lage Eichenzells direkt an der A7 und A66 gelegen sowie die gebäudetechnischen Vorkehrungen mit smarten Technologien, stellen dafür das notwendige Grundgerüst.

Eichenzell als Vorzeigestandort für digitale Transformation

Aufgrund der immer noch bestehenden Corona-Pandemie konnte der Spatenstich leider nur virtuell stattfinden. Das hinderte die Organisatoren rund um die beiden Geschäftsführer allerdings nicht daran, ein spannendes Rahmenprogramm auf die Beine zu stellen. Unterstützung gab es demnach vonseiten der Politik und Wirtschaft. „Mit dem neuen Technologie- und Innovationscampus stellt Eichenzell die Weichen für die digitale Entwicklung der nächsten Jahrzehnte“, sagte die Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung, Prof. Dr. Kristina Sinemus. Die Ministerin weiter: „Eichenzell entwickelt sich damit zu einem Vorzeigestandort für die digitale Transformation. In hoch innovativer und dynamischer Weise vernetzen sich hier – in der Mitte Deutschlands – die maßgeblichen Akteure, um in eine gute, gesicherte Zukunft zu investieren. Digitalisierung wird hier gelebt. Sie haben bereits gezeigt, dass die Digitalisierung in Eichenzell von vielen Menschen mitgetragen und vor allem mitgestaltet wird. Und sie beweisen auch heute wieder, dass sie alle ein gemeinsames Ziel für Eichenzell haben, bei dem die Chancen der Digitalisierung für die Menschen im Mittelpunkt stehen.“

Brand MdB: „Wir in der Region sind auf unsere Digitalisierungshauptstadt sehr stolz.“

Weiter richteten heute mit Sabine Waschke MdL (SPD), Silvia Brünnel MdL (Bündnis 90/Die Grünen), Markus Hofmann MdL (Bündnis 90/Die Grünen), Markus Meysner MdL (CDU) und Thomas Hering MdL (CDU) die hiesigen Vertreter im Hessischen Landtag, außerdem mit Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU), Landrat Woide (CDU), dem Hauptgeschäftsführer der IHK-Fulda Michael Konow sowie mit dem Präsidenten des Regierungspräsidiums Kassel Hermann-Josef Klüber auf digitalem Weg Grußworte. Einzig, der hiesige direkt gewählte Wahlkreisabgeordnete Michael Brand MdB (CDU) ließ es sich nicht nehmen, dem Spatenstich persönlich beizuwohnen. „Es ist ein echter Knüller, dass sich Eichenzell durchgesetzt hat im nationalen Wettbewerb für das Programm ‚Smart Cities‘. Der Bund fördert das Programm mit über 10 Mio. Euro. Das liegt auch daran, dass sich Eichenzell schon sehr frühzeitig auf den Weg gemacht hat. Glasfaser unter Bürgermeister Dieter Kolb und jetzt Bürgermeister Rothmund in der wichtigen Entscheidungsphase, wirklich ein gutes Konzept auf den Tisch zu legen und damit ist Eichenzell heute auch Digitalisierungshauptstadt und wir sind sehr stolz in der Region, dass das erreicht wurde. Mit dem heutigen Startschuss wird Eichenzell auch zukünftig bei der Digitalisierung vorne mitspielen und damit auch für andere Kommunen in Deutschland mit gutem Beispiel voran gehen“, so Michael Brand am Rande des heutigen Spatenstichs gegenüber fuldainfo.de.

Bürgermeister Rothmund: „smartcampus bietet innovativen Unternehmen eine Möglichkeit, sich in Eichenzell anzusiedeln.“

Der Bürgermeister der Gemeinde Eichenzell, Johannes Rothmund (CDU), eröffnete als Hausherr die virtuelle Veranstaltung aus dem Eichenzeller Schlösschen: „Mit dem smartcampus zeigt Eichenzell, dass Digitalisierung und Technologie ein neues Zuhause bekommen, direkt hier in Eichenzell“. Im Nachgang wurde live zum Grundstück Am Märzrasen geschaltet, wo die Bauarbeiten für das 5700 Quadratmeter große Campus-Gelände mit dem Spatenstich offiziell begonnen. „Wir sind stolz, dass wir eine erste, innovative und digital ausgerichtete Investorengruppe hier von der Investition in Eichenzell überzeugen konnten“, so Bürgermeister Rothmund am Rande des Spatenstichs gegenüber unserem Medium. „Sicherlich sind dies Investoren, die unser Glasfasernetz sehr gut kennen und diesbezüglich auch um die Qualität hier in Eichenzell wissen. Hier entsteht ein ganz modernes Rechenzentrum und darüber Möglichkeiten für innovative Firmen, sich anzusiedeln.“ Rothmund weiter: „Wir wollen Begegnungsräume schaffen, um Digitalisierung erlebbar zu machen. Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt, das ist für uns das Entscheidende. Jetzt schauen wir, dass wir Investoren finden, die sich hier in der Smart City ansiedeln wollen, um hier den Sprung zur Hochtechnologieregion mit uns gemeinsam zu bewältigen. Nach den letzten Monaten sind wir sehr zuversichtlich und auf einem guten Weg, viele spannende Projekte hier in Eichenzell entwickeln zu können. Es bereitet viel Freude, hinter uns liegt eine sehr intensive Zeit und heute ist ein erster Schritt getan.“

Vier smarte Bereiche

Das Konzept des smartcampus sieht vier spannende Bereiche vor: smart:work (Arbeiten im Campus), smart:meet (Tagen im Campus), smart:labs (Lernen und Forschen im Campus) und smart:data (Das Datacenter der Zukunft). „Die Bauweise und die Aufmachung am Gelände selbst wird sich an einen Hochschul-Campus anlehnen“, so Geschäftsführer Paul Gummert. „Ein gastronomisches Angebot, Ladesäulen für eCars und eBikes, Solartechnik, energieeffiziente Gebäudestrukturen, zuverlässige Sicherheitstechnik, modulare Veranstaltungs- und Meetingräume und die direkte Anbindung an den Bahnhof im Industriegebiet sollen den Mitarbeitern und Firmen ein modernes Arbeitsumfeld bieten“, ergänzt Manuel Bittorf. Darüber hinaus soll ein Fußballfeld großes Rechenzentrum entstehen.

Eine Datenwelt in Eichenzell

Ein besonderer Bereich des smartcampus wird das Rechenzentrum werden. „Für mich persönlich dreht sich alles um IT“, schwärmt Manuel Bittorf, welcher als Informatiker auch Geschäftsführer des IT-Outsourcing-Spezialisten rhöncloud ist. „Im Campus werden wir unter Beachtung aller neuen Technologien ein Hochleistungsrechenzentrum auf die Beine stellen, welches Platz für bis zu 600 Serverschränke bieten wird“, weist Paul Gummert anschließend auf die Verteilung der Flächen hin. Laut den Geschäftsführern werden die Plätze für freie Serverschränke- und Kapazitäten in den großen Ballungszentren rar. Der Campus soll eine Alternative bieten und das sogar mit schnelleren Übertragungsraten. Manuel Bittorf fügt an, dass das Rechenzentrum energieeffizient und mit allen notwendigen Zertifizierungen ausgestattet sein wird, denn das Thema Nachhaltigkeit steht neben Performance und Sicherheit an oberster Stelle. Im Campus selbst werden auch die zukunftsträchtigen Cloud-Lösungen der rhöncloud weiter ausgebaut: „Cloud-Services sind in den meisten Unternehmen auf der ganzen Welt mittlerweile gängiger Standard. In der heutigen Zeit ist es dafür umso wichtiger, einen verlässlichen Partner in Sachen IT-Outsourcing an der Seite zu haben, der nicht mit Datenverkauf, sondern mit transparenten und praktischen Lösungen aus der Cloud sein Geld verdient. Bei uns liegen die Daten unserer Kunden nicht irgendwo auf der Welt verstreut, sondern sicher und gut geschützt im osthessischen Eichenzell, der Heimat unserer rhöncloud. Uns ist es wichtig, dass unsere Kunden nicht nur eine Nummer sind. Wir möchten Wegbegleiter und Chancengeber sein, denn bei uns beginnt die Digitalisierung“. Weitere Informationen auf der Internetpräsenz von smartcampus: https://smart-campus.io +++ pm/ja

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