Weiterer Schritt für mehr bezahlbaren Wohnraum in Fulda: An der Rheinstraße 2-20 im Südend plant das Siedlungswerk Fulda eG den Bau von drei Mehrfamilienwohnhäusern. Dort sollen insgesamt 27 Wohneinheiten entstehen, 16 davon werden Sozialwohnungen. Die Stadt unterstützt das Projekt über das städtische Förderprogramm mit 160.000 Euro. Den entsprechenden Förderbescheid übergab jetzt OB Dr. Heiko Wingenfeld an den Geschäftsführer des Siedlungswerks Fulda, Frank Nieburg.
Der Standort in der Rheinstraße ist für das Siedlungswerk Fulda ein ganz besonderer: Hier entstanden 1949/50 die ersten Miet-Reihenhäuser der Genossenschaft, die heute noch im Bestand des Siedlungswerks sind. In den zehn Reihenhäuschen (die sogenannte Ketteler-Siedlung für kinderreiche Familien) gab es insgesamt eine Wohnfläche von 726 Quadratmetern.
Die inzwischen in die Jahre gekommenen und nicht mehr sanierbaren Häuser werden nun für den geplanten Neubau abgerissen. Wie bisher besteht auch die künftige Bebauung aus insgesamt drei Baukörpern auf dem rund 3600 Quadratmeter großen Grundstück, allerdings sind die Dimensionen deutlich größer: Statt 726 bietet das neue Objekt fast 2000 Quadratmeter Wohnfläche. Statt zehn Mietparteien in standardisierten Reihenhäusern mit jeweils rund 75 Quadratmetern Wohnfläche werden es nun 27 Wohneinheiten sein, die für unterschiedliche Lebenssituationen geeignet sind: Die Größen reichen von 45 bis 120 Quadratmeter beziehungsweise von einer 1,5-Zimmer-Wohnung für Singles bis zur 5-Zimmer-Wohnung für Familien. Die Etagen in den Häusern werden mit Aufzügen erschlossen, im Außenbereich werden 19 Außenstellplätze und auch ein Spielgelände entstehen.

Von den 27 Wohneinheiten entsprechen 16 Wohnungen (sie liegen im Haus 1 und 2) den Anforderungen der städtischen Richtlinie zur Förderung des sozialen Mietwohnungsbaus für „Geringe Einkommen“ vom 30. Mai 2025. Diese 16 Sozialwohnungen unterliegen dann einer 25-jährigen Mietpreis- und Belegungsbindung. Die Einstiegsmiete beträgt 6,50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche Wohnfläche je Monat zzgl. Betriebskosten. Das Bauvorhaben wird ebenfalls aus Mitteln des Landes Hessen gefördert: Hierbei geht es um ein Baudarlehen für Wohnungen für Haushalte mit geringen Einkommen sowie um einen ergänzender Finanzierungszuschuss des Landes Hessen.
Der Magistrat der Stadt Fulda hatte vor Kurzem grünes Licht für die städtische Förderung des Projekts gegeben. Mit dem Abriss soll im Sommer begonnen werden, Start für den Neubau soll dann im 3. Quartal 2026 sein, für die Fertigstellung wird die zweite Jahreshälfte 2028 angepeilt. Die Vermarktung der Wohnungen durch das Siedlungswerk wird frühestens 2027 starten. Zusammen mit dem laufenden Wohnungsbauprojekt auf dem Waidesgrundareal hat das Siedlungswerk Fulda dann ab der 2. Jahreshälfte gut 100 neue Wohnungen im Bau. [ANZEIGE]
