149.000 weniger Arbeitslose als vor einem Jahr

Regional stieg die Arbeitslosenquote auf 3,8 Prozent an

Nürnberg. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 149.000 auf 2,762 Millionen gesunken. Gegenüber dem Vormonat Januar sank die Zahl der Arbeitslosen um 15.000, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch in Nürnberg mit. Die Arbeitslosenquote lag im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 6,3 Prozent. „Die Entwicklung am Arbeitsmarkt ist weiter positiv“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise. „Die Zahl der arbeitslosen Menschen hat sich im Februar verringert, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung liegt deutlich über dem Vorjahreswert und auch die Nachfrage der Betriebe nach neuen Beschäftigten bleibt auf hohem Niveau.“

Der Arbeitsmarkt in Osthessen

Die winterliche Witterung hat sich leicht auf den Arbeitsmarkt im Agenturbezirk ausgewirkt. Die Zahl der Arbeitslosen nahm im Februar um 136 zu und liegt nun bei 6.880. Die Arbeitslosenquote stieg auf 3,8 Prozent an (Vormonat: 3,7 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten Arbeitsagentur und die Jobcenter der Landkreise einen Rückgang um insgesamt 389 Arbeitslose.
„Wir gehen davon aus, dass die zu Beginn der kälteren Jahreszeit freigesetzten Arbeitskräfte, die noch nicht wieder beschäftigt sind, in den nächsten Wochen wieder eingestellt werden“, erklärt Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda. Während die Arbeitslosigkeit nur bei älteren Personen über 50 Jahren in etwa auf dem Niveau des Vormonats lag (-1 im Vergleich zum Januar), stieg sie bei allen anderen Personengruppen an, am stärksten bei jüngeren Menschen unter 25 Jahren. Ursächlich war die Beendigung von Ausbildungsverhältnissen in einigen Ausbildungsberufen. Die Agentur für Arbeit geht davon aus, dass in den nächsten Wochen und Monaten ein Großteil der Betroffenen wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden kann. Dafür spricht der nach wie vor hohe Fachkräftebedarf in der Region.

Arbeitslosigkeit in Hessen

Im Februar waren 177.263 Frauen und Männer in Hessen arbeitslos. Das waren 1.861 (-1,0 Prozent) weniger als im Januar und 5.548 (-3,0 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote verblieb bei 5,4 Prozent und erreichte somit das Niveau des Jahres 1991. Im Vorjahresmonat lag die Quote noch bei 5,6 Prozent. Saisonbereinigt ergab sich zum Vormonat eine Veränderung um 1.000, zum Vorjahr ging die Zahl um 5.000 zurück. Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat konnten bis auf Jugendliche unter 25 Jahren (+4,3 Prozent) alle betrachteten Personengruppen profitieren. Den stärksten Rückgang verzeichnete die Gruppe der Langzeitarbeitslosen: -2,6 Prozent. Weitere Personengruppen: 50 Jahre und älter: -2,1 Prozent; Frauen: -1,9 Prozent; Männer: – 0,4 Prozent; Ausländer: – 0,2 Prozent. Zum Vorjahresmonat unverändert blieb der Anstieg der Ausländer (+6,2 Prozent) und der arbeitslosen Jugendlichen (+4,0 Prozent) bestehen. Alle anderen Personengruppen zeigen rückläufige Arbeitslosenzahlen; Langzeitarbeitslose und Ältere: -5,6 Prozent; Frauen: -4,6 Prozent; Männer: -1,7 Prozent. Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, belief sich im Februar auf 239.294 Personen. Das waren 5.244 (+2,2 Prozent) mehr als vor einem Jahr. +++