Weinmeister besuchte Verein „Leben und Arbeiten in Neuhof“

Mark Weinmeister: „Daran arbeiten, um Leben und Arbeiten auch über die Grenzen des Landkreises Fulda hinaus bekannt zu machen“

„Ich bin vollkommen begeistert von der Energie, mit der die Gesellschaft hinter dem Projekt steht“, stellte der Regierungspräsident des Regierungspräsidiums Kassel, Mark Weinmeister, am Dienstag bei seiner Stippvisite des Vereins „Leben und Arbeiten in Neuhof“ heraus. Dem Besuch in Neuhof vorausgegangen war ein kurzweiliger Aufenthalt bei antonius : gemeinsam mensch an „St. Kathrin“ in Fulda.

Mit dem Ziel, Neuhof für Inklusion zu öffnen, hat sich im August 2018 der Verein „Leben und Arbeiten in Neuhof e. V.“ gegründet. Seitdem engagiert sich dieser gemeinsam mit antonius und der Gemeinde Neuhof dafür, dass Menschen mit Behinderungen hier nicht nur wohnen können, sondern auch Teil der Dorfgemeinschaft werden. Inzwischen zählt der Verein bereits 110 Mitglieder. „An dem schnellen Wachstum sieht man, dass die Idee hinter Leben und Arbeiten die Neuhöfer durchdrungen hat“, stellte Neuhofs Bürgermeister, Heiko Stolz, am Dienstag heraus.

Die Gruppe um Regierungspräsident Mark Weinmeister versammelte sich vor dem „Alten evangelischen Pfarrhaus“ in der Albert-Schweitzer-Straße, dem Herzstück der Initiative Leben und Arbeiten in Neuhof. Hier leben seit Mai vergangenen Jahres vier Menschen mit Behinderungen in Einzelapartments. Zuvor hatten die Unternehmer Christoph und Michael Happ die Immobilie erworben, um sie nach umfassendem Umbau günstig an den „Verein Leben und Arbeiten in Neuhof e. V.“ zu vermieten. „Es war uns eine Riesenfreude, dass wir von Anfang an an dem Projekt mitwirken und als Investor einen Teil zur Umsetzung beitragen konnten“, so Christoph Happ. Für die vier Bewohner des „Alten Pfarrhauses“ bedeutete der Umzug einen großen Schritt in die Selbstständigkeit. „Zwei kommen aus Neuhof und haben sich eine eigene Wohnung gewünscht. Das hat Leben und Arbeiten ihnen ermöglicht“, berichtet Andree Literski, Vorsitzender des „Vereins Leben und Arbeiten in Neuhof e. V.“

Das Konzept hinter der Initiative Leben und Arbeiten stammt von antonius. Mit seinen über 120 Jahren Praxiserfahrung fungiert antonius als Kompetenzzentrum und unterstützt Kommunen dabei, sich für Inklusion zu öffnen. Um dem Regierungspräsidenten auch einen Eindruck von dem antonius Quartier in Fulda-Neuenberg und der Arbeit von antonius als Stiftung zu vermitteln, führten Dr. Alois Rhiel (Vorsitzender des Stiftungsrates der Bürgerstiftung antonius : gemeinsam Mensch) und Rainer Sippel (Vorstand der Bürgerstiftung antonius : gemeinsam Mensch) den Regierungspräsidenten zunächst über den Campus und stellten ihm einige Bereiche des Netzwerks vor.

Inzwischen gibt es bereits fünf Gemeinden im Landkreis Fulda, die den Weg der Inklusion gehen. So präsentierten auch die Verantwortlichen der Initiativen in Poppenhausen, Eichenzell, Bad Salzschlirf und Großenlüder dem Regierungspräsidenten Weinmeister ihre Arbeit, der positiv in die Zukunft schaut: „Ich bin zuversichtlich, dass noch weitere Gemeinden folgen werden. Wir werden daran arbeiten, Leben und Arbeiten auch über die Grenzen des Landkreises Fulda hinaus bekannt zu machen.“ +++ pm