Wallmann lud Israels Generalkonsulin Lador-Fresher zur Gedenkstunde in den Landtag ein

„Wir stehen in unverbrüchlicher Solidarität an der Seite Israels, und werden dies auch künftig tun.“

Dr. Wilhelm Wolf, Präsident des Staatsgerichtshofes des Landes Hessen; Landtagspräsidentin Astrid Wallmann; Generalkonsulin Tayla Lador-Fresher; Ministerpräsident Boris Rhein (v.l.n.r.). Foto: Hessischer Landtag, Kanzlei

Auf Einladung von Landtagspräsidentin Astrid Wallmann (CDU) fand am gestrigen Dienstag anlässlich des terroristischen Angriffs auf Israel eine Gedenkstunde im Hessischen Landtag statt. Die Parlamentspräsidentin sprach dabei der israelischen Generalkonsulin Talya Lador-Fresher die Anteilnahme und Solidarität des Landtages aus.

„Der 7. Oktober – der Tag an dem der brutale und hinterhältige Überfall der Terrororganisation Hamas auf Israel begann – und seine Folgen werden auch uns in Deutschland noch lange Zeit beschäftigen. Uns bewegt und rührt gegenwärtig besonders das Schicksal der vielen Geiseln, die weiterhin in der Hand der Terroristen sind. Wir in Hessen sind in Gedanken bei ihnen und ihren Angehörigen und hoffen inständig, dass sie bald zurück in Freiheit und zu ihren Familien gelassen werden. Mir ist es wichtig, Ihnen zu versichern, dass wir in unverbrüchlicher Solidarität an der Seite Israels stehen – und auch künftig stehen werden.“

Die israelische Generalkonsulin Talya Lador-Fresher hielt bei der Veranstaltung im Plenarsaal des Hessischen Landtages eine Rede und erklärte: „Auch genau 60 Tage nach dem barbarischen Massaker der Hamas bin ich immer noch schockiert. Der brutale Angriff hat ganz Israel in einen Schockzustand versetzt, das Land ist traumatisiert. Es ist mir wichtig, Ihnen bei dieser Gelegenheit einen kurzen geschichtlichen Einblick zu geben. Im Jahr 2005 hat der damaligen Premierminister Ariel Sharon eine sehr harte Entscheidung getroffen: den unilateralen Abzug Israels aus dem Gazastreifen. Mit dieser Entscheidung verband sich die Hoffnung, dass sich Gaza in der Folge positiv entwickeln würde. Ein Singapur des Nahen Ostens. So hatten wir uns das vorgestellt. Doch die Palästinenser haben sofort damit begonnen, die hochwertigen Gewächshäuser, die ihnen zur Benutzung überlassen worden waren, niederzubrennen. Wir mussten schnell bitter feststellen: Statt Blumen bekamen wir Raketen. Es muss ganz klar sein: Israel hat wie jeder Staat auf dieser Welt das Recht, ja die Pflicht, seine Bürger zu schützen und sein Territorium zu verteidigen.“

Die Parlamentspräsidentin sagte an die israelische Generalkonsulin und die ebenfalls zur Gedenkstunde eingeladenen Vertreterinnen und Vertreter der jüdischen Gemeinden in Hessen gerichtet: „Im Namen der Abgeordneten dieses Hauses versichere ich Ihnen, dass wir alles, was dafür nötig ist, tun werden, um jüdisches Leben in Hessen zu schützen – und um die schrecklichen antisemitischen Umtriebe zu bekämpfen.“ +++