TVG will gegen Friesenheim-Hochdorf zurück in die Erfolgsspur

Vielleicht war es ganz gut, dass die 3. Handball-Liga Süd-West am vergangenen Wochenende pausiert hatte. So konnten die Spieler des TV Gelnhausen die bittere Heimpleite gegen die TSG Haßloch verdauen und ein wenig die Köpfe freibekommen. Ob das geklappt hat, werden die Fans der Rotweißen am Samstag (19.30 Uhr) sehen. Dann ist die mHSG Friesenheim-Hochdorf II zu Gast in der Rudi-Lechleidner-Halle. Der TVG will dann unbedingt Wiedergutmachung leisten.

„Wir haben das Spiel gegen Haßloch aufgearbeitet. Die Jungs waren dabei sehr selbstkritisch. Die Mannschaft hat gut trainiert und will nach der bitteren Niederlage zeigen, dass sie es besser kann als zuletzt“, sagt TVG-Cheftrainer Matthias Geiger. Vor zwei Wochen verlor der TVG zu Hause gegen das bis dato sieglose Tabellenschlusslicht aus Haßloch mit 29:30. Eine weitere Niederlage würde den TVG, der mit 6:12 Punkten auf dem zwölften Platz rangiert, den Abstiegsrängen noch ein wenig näherbringen. Umso wichtiger wäre ein Erfolg gegen die Zweitvertretung des Bundesligisten Eulen Ludwigshafen. Allerdings ist der aktuelle Tabellenachte (9:9 Punkte) alles andere als Laufkundschaft. „Friesenheim-Hochdorf hat ein junges Team, dass sehr guten Tempo-Handball spielt und auch individuell sehr gut ausgebildet ist. Sie verfügen über wurfgewaltige Rückraumspieler, haben einen gefährlichen Mittelmann und starke Außenspieler“, weiß Geiger um die Stärken des Gegners.

Nach einem bärenstarken Start in die Saison mit 9:3 Punkten darunter ein Remis bei der HSG Rodgau-Nieder-Roden, schwächelte Friesenheim-Hochdorf II zuletzt ein wenig und kassierte drei Niederlagen in Folge. Ein Umstand, dass dem TV Gelnhausen möglicherweise ein wenig in die Karten spielt, strotzt auch aktuell der Gegner nicht gerade vor Selbstvertrauen.
„Es wird erneut ein schweres Spiel gegen einen starken Gegner. Wir hoffen natürlich, dass uns unsere Zuschauer gerade in dieser Phase weiterhin so unterstützen wie bisher. Das hilft unserer jungen Mannschaft sehr“, sagt Geiger. „Wir müssen wieder unsere Stärken zeigen und in der Abwehr gegen den Rückraum des Gegners konsequenter verteidigen und vor allem vorne die Chancenverwertung verbessern.“

Personell hat sich die Situation bei den Barbarossastädtern leicht verbessert. Michael Hemmer und Jonathan Malolepszy fehlen weiterhin. Wahrscheinlich dürfte Yannik Mocken endlich wieder zum Einsatz kommen. Jannik Geisler und Henrik Müller konnten die zwei Wochen nutzen und Trainingsrückstand aufholen, so dass eine durchaus schlagkräftige Mannschaft Trainer Geiger zur Verfügung stehen wird. Ein Fragenzeichen steht noch hinter dem Einsatz von Fynn Hilb, der eine Weisheitszahnbehandlung hinter sich gebracht hat. „Wir hoffen, dass er rechtzeitig fit wird. Sein Ausfall wäre natürlich ein herber Verlust für uns“, sagt Geiger. +++ pm