TTBL: Erster Sieg für Bremen

Düsseldorf, Neu-Ulm und Ochsenhausen marschieren weiter

Am 3. Spieltag der Tischtennis Bundesliga (TTBL) hat es nun auch den TTC Zugbrücke Grenzau zum ersten Mal erwischt. Die Westerwälder unterlagen am Dienstagabend mit 0:3 gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen, die wiederum nun drei Siege auf dem Konto haben. Ebenfalls noch ohne Makel sind Borussia Düsseldorf und der TTC Neu-Ulm. Jeweils in Tischtennis-Krimis haben sich der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell und der SV Werder Bremen durchgesetzt. Den zweiten Saisonsieg gab es für den 1. FC Saarbrücken TT.

Das Duell der Ungeschlagenen war letztlich eine klare Angelegenheit: Mit 3:0 setzten sich am 3. Spieltag der Tischtennis Bundesliga (TTBL) die TTF Liebherr Ochsenhausen durch und brachten dem TTC Zugbrücke Grenzau damit die erste Niederlage der Saison bei. „Grenzau war sehr gut in die Saison gestartet, daher wussten wir, dass es ein schweres Spiel wird“, sagte Ochsenhausens Kanak Jha am Dienstagabend nach dem dritten Saisonsieg seines Teams. „Alle haben sich sehr gut geschlagen, wir sind konzentriert geblieben und haben gut gespielt. Ich hoffe, dass es für uns so weitergeht.“

Der 21 Jahre alte US-Amerikaner hatte zuvor gegen seinen Ex-Verein den richtungweisenden Sieg geholt. Gegen den bis dahin noch ungeschlagenen Patrick Baum setzte sich Jha im Auftakteinzel mit 3:1 (11:9, 11:3, 3:11, 11:8) durch. Bereits am vergangenen Freitag beim 3:1 gegen Saarbrücken hatte er mit Erfolgen gegen Tomas Polansky und Darko Jorgic geglänzt. Mit der Führung im Rücken ließen Jhas Teamkollegen anschließend nichts anbrennen. Simon Gauzy holte mit 3:1 (11:6, 11:7, 10:12, 11:5) den erwarteten Sieg gegen Cristian Pletea; nach der Pause gewann schließlich Samuel Kulczycki nach einer Nervenschlacht im dritten Satz mit 3:0 (11:5, 12:10, 16:14) gegen Wu Jiaji. „Es war heute eine schwere Aufgabe, Ochsenhausen war sehr stark“, sagte Pletea anschließend. „Wir müssen jetzt einfach nach vorne blicken, die Saison ist noch lang.“

Düsseldorf mit deutlichem Erfolg in Bad Königshofen

Tabellenführer ist weiterhin Borussia Düsseldorf, auch der deutsche Rekordmeister nämlich holte am Dienstag ein 3:0 und damit den bereits dritten Saisonsieg. „Wir sind wieder auf einem guten Weg“, stellte Timo Boll nach dem klaren Erfolg beim TSV Bad Königshofen fest – nicht aber, ohne dem Gegner noch ein Lob auszustellen: „Es ist nie einfach in Bad Königshofen, die Spiele waren sehr umkämpft“, ergänzte der Weltranglistenzehnte. Sein Trainer meinte: „In Bad Königshofen ist es für uns nie einfach, zu spielen. Vor diesem Hintergrund haben wir die Aufgabe gut gemeistert“, sagte Danny Heister. „Es ist schön, dass alle einen Punkt gemacht haben und wir auch in engen Situationen cool geblieben sind.“ Das galt insbesondere für Anton Källberg: Der 24-Jährige lag im Auftakteinzel bereits mit 1:2 Sätzen und 4:5 Punkten gegen Bastian Steger hinten, durchbrach den Lauf des TSV-Kapitäns aber mit einem Time-out. Nach der kurzen Auszeit dominierte plötzlich Källberg und schnappte sich wenig später mit 3:2 (11:6, 6:11, 8:11, 11:5, 11:8) das Break. Anschließend holte Boll ein 3:1 (14:12, 11:6, 8:11, 11:4) gegen Kilian Ort, ehe auf Position drei Kristian Karlsson für die Entscheidung sorgte. In einem engen Match gegen den starken TSV-Zugang Maksim Grebnev gewann der Schwede mit 3:2 (11:7, 10:12, 11:5, 8:11, 11:6). „Wir hatten die eine oder andere Möglichkeit, ein Spiel zu gewinnen“, sagte Steger. „Trotz der Niederlage haben wir ein gutes Spiel gemacht. Düsseldorf hat nun mal seine ganze Klasse gezeigt und verdient gewonnen.“

Stumpers nächster Streich: Neu-Ulm mit 3:0 gegen Bad Homburg

Drittes Team neben Ochsenhausen und Düsseldorf mit der Optimalausbeute von 6:0 Punkten ist der TTC Neu-Ulm. Die Schwaben durften sich auch am Dienstag auf ihre Youngster verlassen, am Ende stand ein deutlicher 3:0-Erfolg gegen den TTC OE Bad Homburg. Wieder einmal in den Fokus spielte sich dabei Kay Stumper: Nach den jüngsten Erfolgen mit großem Selbstvertrauen ausgestattet, holte der 18-Jährige dieses Mal das Break. Nach dem 27:25 im ersten Satz gegen Lubomir Jancarik hatte Stumper das Match weitestgehend im Griff und gewann schließlich mit 3:1 (27:25, 11:6, 10:12, 11:1) – wodurch seine Einzelbilanz nun bei bereits 4:0 steht. Vor Stumper hatte mit Vladimir Sidorenko bereits ein weiteres Talent der Neu-Ulmer gewonnen. Gegen Rares Sipos siegte der 19-Jährige im Auftakteinzel mit 3:1 (11:4, 3:11, 11:9, 11:7). Für die Entscheidung zeichnete schließlich Tiago Apolonia verantwortlich, der Cedric Meissner mit 3:1 (4:11, 11:9, 11:4, 11:2) schlug. „Es war eine tolle Teamleistung, der Sieg war sehr wichtig für uns“, sagte Sidorenko nach der Partie. „Für mich war es heute nicht ganz so leicht, da es erst mein zweites Saisonspiel war und ich das erste gegen Mattias Falck verloren hatte. Aber die tolle Atmosphäre hat mir geholfen, schnell ins Spiel zu kommen.“ Bad Homburgs Sipos meinte: „Wir sind durchaus mit Selbstvertrauen hierhergekommen und wollten ein gutes Spiel machen. Leider ist heute einfach nichts für uns gelaufen.“

Franziska führt Saarbrücken zum zweiten Saisonsieg

Der amtierende Vizemeister durfte sich unterdessen über den zweiten Saisonsieg freuen: Vier Tage nach der 1:3-Niederlage in Ochsenhausen holte der 1. FC Saarbrücken TT einen 3:1-Erfolg gegen den Post SV Mühlhausen und steht daher bei nun 4:2 Punkten. „Wir freuen uns natürlich über die zwei Punkte, das dürfte uns viel Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben geben“, kommentierte FCS-Trainer Wang Zhi den Erfolg. Bereits am kommenden Freitag ist sein Team erneut gefordert, dann steht ab 19 Uhr das Heimspiel gegen den ASV Grünwettersbach an. Schlüsselspieler für Saarbrücken war Patrick Franziska. Der 29-Jährige, der gegen Ochsenhausen nicht mitgewirkt hatte, schlug zunächst Ovidiu Ionescu mit 3:2 (10:12, 13:11, 7:11, 11:7, 11:6) und abschließend Daniel Habesohn mit 3:1 (11:6, 5:11, 12:10, 11:8). Zwischen diesen beiden Erfolgen Franziskas punktete auch Darko Jorgic für den FCS, der gegen Steffen Mengel eine starke Aufholjagd im vierten Satz hinlegte, ein 1:7 egalisierte und wenig später mit 3:1 (7:11, 11:5, 12:10, 11:9) gewann. Der einzige Erfolg Mühlhausens ging auf das Konto von Habesohn, der im zweiten Einzel mit 3:1 (11:9, 10:12, 11:6, 11:9) gegen Tomas Polansky gewann. „Gratulation an Saarbrücken“, sagte Post-SV-Coach Erik Schreyer, dessen Team noch sieglos ist. „Es war ein sehr, sehr ärgerliches Spiel für uns. Alle vier Partien waren auf Messers Schneide, es war ein ständiges Auf und Ab. Ich kann meiner Mannschaft spielerisch keinen Vorwurf machen, leider haben wir zu viele Chancen liegengelassen. Das darf man sich gegen eine Topmannschaft wie Saarbrücken nicht erlauben.“

3:1 gegen Grünwettersbach: Fulda jubelt dank Aruna

Neben Grenzau und Saarbrücken steht auch das Punktekonto des TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell nun bei 4:2. Die Osthessen rangen den ASV Grünwettersbach in einer intensiven Partie mit 3:1 nieder. „Es war sehr, sehr umkämpft. Wir sind sehr froh, dass wir der glückliche Sieger sind“, stellte Fuldas Ruwen Filus fest. „Den Kampfgeist und den Willen müssen wir in die nächsten Spiele mitnehmen, das hat sehr gut gepasst.“ Für Grünwettersbach hingegen war es die zweite Niederlage, am vergangenen Mittwoch war das Team mit 0:3 gegen Düsseldorf unterlegen. Zum Saisonauftakt hatte es ein 3:2 gegen Bad Homburg gegeben. „Erst mal Glückwunsch an Fulda. Ich denke, wenn man ein Spiel so gewinnt, hat man es auch verdient“, gratulierte ASV-Trainer Achim Krämer. „Es war tierisch eng. Wir hatten ziemlich gute Chancen, mindestens bis in das Schlussdoppel zu kommen. Insgesamt haben wir uns gut verkauft und können viele positive Aspekte aus dem Auftritt mitnehmen.“ Nach knapp einer Stunde hatten dabei noch alle Zahlen für einen Grünwettersbacher Sieg gesprochen: Zu diesem Zeitpunkt nämlich führte der ASV mit 1:0 Spielen und 2:0 Sätzen. Deni Kozul hatte ein 3:2 (11:5, 5:11, 8:11, 11:9, 11:4) gegen Fan Bo Meng geholt, anschließend aber brachte Ricardo Walther seine Führung gegen Quadri Aruna nicht ins Ziel. Im dritten Satz riss der Fuldaer Spitzenspieler das Match an sich und gewann mit 3:2 (9:11, 6:11, 11:7, 11:4, 11:6) – statt 2:0 für Grünwettersbach stand es plötzlich 1:1. Auf Position drei überzeugte anschließend erneut TTC-Zugang Alexandre Cassin mit einem 3:2 (11:9, 11:8, 9:11, 10:12, 13:11) gegen Wang Xi. Und dann war erneut Aruna dran, der mit dem Selbstvertrauen der Aufholjagd gegen Walther ausgestattet war und mit seinem 3:1 (18:16, 11:4, 2:11, 11:7) gegen Kozul alles klar machte für Fulda.

Gerassimenko-Rückkehr beflügelt Bremen

Zum ersten Mal in der neuen Saison jubeln durfte der SV Werder Bremen, der sich nach 0:2-Rückstand beim TTC Schwalbe Bergneustadt noch zu einem 3:2 kämpfte. „Wir hatten einen schweren Saisonstart, daher war der Sieg heute unheimlich wichtig. Er war hart erkämpft, umso glücklicher bin ich über den Erfolg“, sagte Bremens Führungsspieler Mattias Falck nach dem ersten Saisonsieg seines Teams. Bergneustadt hingegen ist ebenso wie Mühlhausen und Bad Homburg weiterhin sieglos. „Ich bin sehr traurig, dass wir verloren haben“, erklärte TTC-Zugang Elias Ranefur nach seinem Heimdebüt. „Umso wichtiger wird jetzt das Spiel gegen Mühlhausen. Ich bin zuversichtlich, dass es dort endlich mit dem ersten Sieg klappt.“ Zuvor hatte Ranefur alles dafür getan, dass lange der Sieg für Bergneustadt in der Luft lag. Nach dem 3:0 (11:3, 11:9, 11:6)-Auftaktsieg von Benedikt Duda gegen Marcelo Aguirre legte der Schwede gegen Falck nach und erhöhte durch seinen 3:0 (11:5, 11:9, 11:7)-Sieg auf 2:0. „Elias kennt mich sehr gut. Wir sind gute Freunde und trainieren schon lange zusammen. Er hat heute sehr gut gespielt“, gratulierte Falck. Anschließend aber schlug Bremen durch Kirill Gerassimenko zurück. Der Kasache, der an den ersten zwei Spieltagen schmerzlich vermisst worden war, ließ Alberto Mino keine Chance und gewann mit 3:0 (11:7, 11:7, 11:6). So ruhten die Hoffnungen des TTC auf Duda – im Spitzeneinzel zeigte sich Falck jedoch von seiner besten Seite. Nach dem 3:1 (5:11, 11:4, 11:7, 11:8) des Vizeweltmeisters ging es in das Doppel, und dort setzte sich schließlich das Bremer Duo Gerassimenko/Aguirre mit 3:1 (10:12, 11:4, 11:4, 11:7) gegen Ranefur/Mino durch. +++ pm

Der 3. Spieltag in der Übersicht

ASV Grünwettersbach – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 1:3
Deni Kozul – Fan Bo Meng 3:2 (11:5, 5:11, 8:11, 11:9, 11:4)
Ricardo Walther – Quadri Aruna 2:3 (11:9, 11:6, 7:11, 4:11, 6:11)
Wang Xi – Alexandre Cassin 2:3 (9:11, 8:11, 11:9, 12:10, 11:13)
Deni Kozul – Quadri Aruna 1:3 (16:18, 4:11, 11:2, 7:11)

1. FC Saarbrücken TT – Post SV Mühlhausen 3:1
Patrick Franziska – Ovidiu Ionescu 3:2 (10:12, 13:11, 7:11, 11:7, 11:6)
Tomas Polansky – Daniel Habesohn 1:3 (9:11, 12:10, 6:11, 9:11)
Darko Jorgic – Steffen Mengel 3:1 (7:11, 11:5, 12:10, 11:9)
Patrick Franziska – Daniel Habesohn 3:1 (11:6, 5:11, 12:10, 11:8)

TSV Bad Königshofen – Borussia Düsseldorf 0:3
Bastian Steger – Anton Källberg 2:3 (6:11, 11:6, 11:8, 5:11, 8:11)
Kilian Ort – Timo Boll 1:3 (12:14, 6:11, 11:8, 4:11)
Maksim Grebnev – Kristian Karlsson 2:3 (7:11, 12:10, 5:11, 11:8, 6:11)

TTC Neu-Ulm – TTC OE Bad Homburg 3:0
Vladimir Sidorenko – Rares Sipos 3:1 (11:4, 3:11, 11:9, 11:7)
Kay Stumper – Lubomir Jancarik 3:1 (27:25, 11:6, 10:12, 11:1)
Tiago Apolonia – Cedric Meissner 3:1 (4:11, 11:9, 11:4, 11:2)

TTC Zugbrücke Grenzau – TTF Liebherr Ochsenhausen 0:3
Patrick Baum – Kanak Jha 1:3 (9:11, 3:11, 11:3, 8:11)
Cristian Pletea – Simon Gauzy 1:3 (6:11, 7:11, 12:10, 5:11)
Wu Jiaji – Samuel Kulczycki 0:3 (5:11, 10:12, 14:16)

TTC Schwalbe Bergneustadt – SV Werder Bremen 2:3
Benedikt Duda – Marcelo Aguirre 3:0 (11:3, 11:9, 11:6)
Elias Ranefur – Mattias Falck 3:0 (11:5, 11:9, 11:7)
Alberto Mino – Kirill Gerassimenko 0:3 (7:11, 7:11, 6:11)
Benedikt Duda – Mattias Falck 1:3 (11:5, 4:11, 7:11, 8:11)
Elias Ranefur/Alberto Mino – Kirill Gerassimenko/Marcelo Aguirre 1:3 (12:10, 4:11, 4:11, 7:11)

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