Smart City Eichenzell bringt intelligente Straßenbeleuchtung auf den Weg

Nico Schleicher (Leiter Bauabteilung Gemeinde Eichenzell), Katharina Stupp (Projektmitarbeiterin Smart City Eichenzell), Johannes Rothmund (Bürgermeister Gemeinde Eichenzell), Ralf-Stefan Stöppler (Geschäftsführer RhönEnergie Effizienz + Service GmbH), Thorsten Sturm (Projektleitung Smart City Eichenzell), Michael Kottusch (Mitarbeiter RhönEnergie Effizienz + Service GmbH)

Mit der Einrichtung einer Teststrecke erprobt die Gemeinde Eichenzell ab sofort das Zukunftsprojekt intelligente Straßenbeleuchtung. Die bislang in Europa durch ihre virtuelle Glasfasertechnik einzigartigen Beleuchtungsanlagen bringen nun in die Straße „Am Märzrasen“ auf eine smarte Art und Weise Licht ins Dunkel. Gemeinsam mit dem regionalen Energieversorger, der RhönEnergie Fulda-Gruppe, stattet die Gemeinde Eichenzell Straßenlaternen mit neuester LED-Technologie und intelligenter Lichtsteuerung aus. Durch den Glasfaser- und Dauerstromanschluss können die Laternenmasten zudem mit Sensoren (beispielsweise Umweltsensoren) ausgestattet werden. Ziel ist es, mit den verschiedenen technischen Funktionen das gesamte Anwendungsspektrum der neuen Straßenbeleuchtung in der Praxis zu testen, um anschließend das Gemeindegebiet von Eichenzell großflächig damit versorgen zu können.

Intelligente Straßenbeleuchtung als Test für digitale Infrastruktur

Die Installation einer intelligenten Straßenbeleuchtung zählt seit Beginn des Smart City-Projektes im September 2020 zu den wichtigsten Vorhaben in Eichenzell auf dem Weg Richtung digitale Zukunft. Kein Wunder, schließlich bringen die neuen LED-Straßenlaternen, bei der häufig auch von sogenannten Smart Poles gesprochen wird, viele Vorteile mit sich: „Die intelligenten Straßenlaternen haben eine adaptive Lichtsteuerung. Das bedeutet, dass die Laterne durchgehend schwach leuchtet. Die Leuchtkraft wird nur verstärkt, wenn sich eine Person oder ein Fahrzeug nähert. Dadurch wird die tatsächliche Beleuchtung auf das Notwendigste reduziert und Energie gespart. Außerdem verfügen die installierten Straßenlaternen über eine Glasfaserverbindung sowie einen Dauerstromanschluss, sodass verschiedene Sensoren an die Straßenlaternen angebracht werden können“, erklärt Ralf-Stefan Stöppler, Geschäftsführer der RhönEnergie Effizienz + Service GmbH.

Mit diesen Sensoren können Daten erfasst und verarbeitet werden, zum Beispiel Umweltdaten wie CO2- und Feinstaubwerte. Es können aber auch Verkehrszählungen durchgeführt oder freie Parkflächen erkannt werden. „Neben den vielen Funktionen hat das Pilotprojekt intelligente Straßenbeleuchtung eine wichtige Bedeutung für das Smart City-Vorhaben in Eichenzell: Durch die drahtlose Vernetzung, die als eine virtuelle Glasfaser zwischen den neuen Straßenlaternen aufgebaut wird, nutzen wir die bestehende Straßenbeleuchtungslandschaft als eine neue Möglichkeit der digitalen Infrastruktur. Die Leuchten kommunizieren untereinander und alle über die Sensoren erfassten Daten fließen direkt in das gemeindeeigene Server-Netzwerk ein und sind in Echtzeit abrufbar“, erklärt Smart City-Projektleiter Thorsten Sturm.

In dem derzeit durchgeführten Feldversuch wird die Straße „Am Märzrasen“ im Industriegebiet Welkers mit einem installierten Smart Pole als Teststrecke genutzt. In dieser werden zahlreiche Funktionen des intelligenten Laternenmastes getestet und mögliche Smart City-Anwendungen ausprobiert. Weiterhin findet derzeit eine Umrüstung der Straßenlaternen in einem Teilabschnitt der „Bürgermeister-Ebert-Straße“ sowie im Kreuzungsbereich „Fuldaer Straße / Im Streich“ statt. Ziel ist es, die Erkenntnisse der Testphase gemeinsam mit der RhönEnergie Effizienz + Service GmbH zu evaluieren und für die zukünftige Umrüstung weiterer Straßenlaternen im Gemeindegebiet mitzunehmen. +++ pm

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