Schülervertretung Fulda fordert bessere Berufsorientierung an Schulen

Insbesondere an Gymnasien müsse die Perspektive der Berufsausbildung näher beleuchtet werden

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Die Schülervertretung Fulda erhebt ihre Stimme, um auf die dringende Notwendigkeit einer verbesserten beruflichen Orientierung an den Schulen hinzuweisen. In der heutigen Zeit, geprägt von einer Vielzahl von Ausbildungmöglichkeiten und Studiengängen, sei es von höchster Bedeutung, dass die Schülerinnen und Schüler der Region Fulda die individuelle Unterstützung erhalten, die sie verdienen. „Um diese Unterstützung zu bewerkstelligen, bedarf es dringend mehr geschultes Personal in Form von Arbeitscoaches und Talentförderer“, so Kreisschulsprecher Till Skoda in einer Mitteilung.

Für Gymnasiasten stehen über 20.000 verschiedene Studiengänge zur Wahl, wodurch eine adäquate Beratung bei der Studien- und Ausbildungswahl essentiell ist, finden die Schülervertreter. Leider fehle es oft an professionellem Personal, das die Schülerinnen und Schüler bei dieser wichtigen Entscheidung begleitet. Die Schülervertretung Fulda sieht hier eine drängende Problemlage und fordert eine verstärkte Präsenz von geschultem Personal in den Schulen Fuldas. „Besonders durch die diversen Möglichkeiten bei der Wahl der Ausbildungsstelle oder des Studienplatzes ist es wichtig, dass unsere Schülerinnen und Schüler die individuelle Unterstützung bekommen, die sie verdient haben“, sagt Skoda.

Eine weitere Herausforderung besteht darin, dass handwerkliche Tätigkeiten in unserer digitalen Welt sehr oft in den Hintergrund geraten. Schülerinnen und Schüler müssen jedoch die Möglichkeit haben, ihre Talente und Stärken zu entfalten und nicht durch fehlende Beratung im schulischen Umfeld benachteiligt werden, heißt es weiter. Besonders mit Blick auf den Fachkräftemangel müsse auch an Gymnasien die Perspektive der Ausbildung näher beleuchtet werden. „In unserer digitalen Welt rücken handwerkliche Tätigkeiten leider immer mehr in den Hintergrund und mögliche Talente bleiben verdeckt“, erklärt Skoda. Die Schülervertretung Fulda plädiert daher für eine individualisierte Betrachtung der Stärken und Talente jedes Lernenden, die in der regulären Unterrichtszeit oft zu kurz kommt.

Schulen sollen realitätsnah gestaltet sein, um die Schülerinnen und Schüler optimal auf das Leben nach der Schule und das Berufsleben vorzubereiten. Die Schülervertretung Fulda ist überzeugt, dass dies durch verstärkte berufliche Beratung und Bildung direkt vor Ort in den Schulen erreicht werden kann. „Durch mehr berufliche Beratung und Bildung direkt vor Ort in den Schulen, gibt man den Schülerinnen und Schülern einen direkten Ansprechpartner und sofort die Möglichkeit, über die Zukunft nachzudenken”, unterstreicht Stadtschulsprecher Elias Stanković. Die Schülervertretung Fulda appelliert an alle Beteiligten, gemeinsam daran zu arbeiten, dass die Schule unsere Schülerinnen und Schüler in Fulda aktiv auf das Leben nach der Schule vorbereitet. Wenn die Schule in dieser wichtigen Aufgabe scheitert, stehen wir vor einem großen Problem, das es gemeinsam zu beheben gelte, heißt es in der Mitteilung abschließend. +++ pm