Polizeieinsatz führt zu Feuerwehreinsatz

Dabei wurde die Attrappe einer Handgranate entdeckt

Am Donnerstagabend gegen 19:20 Uhr führte eine Durchsuchungsmaßnahme der Polizei im Ortsteil Groß-Felda von Feldatal zu einem Rettungseinsatz der Feuerwehr. Die Polizeibeamten durchsuchten die Doppelhaushälfte eines 65-Jährigen Mannes wegen des Verdachts auf Betrug. Die Staatsanwaltschaft Gießen hatte auf Antrag Durchsuchungsbeschlüsse erwirkt, die von einem Bereitschaftsrichter genehmigt wurden. Während der Durchsuchung klagten mehrere Polizeibeamte und der Bewohner über plötzlich auftretende gesundheitliche Beschwerden wie Schwindel, Übelkeit und Kopfschmerzen. Aufgrund des Verdachts auf freigesetzte Gase wurden beide Haushälften evakuiert und die Feuerwehr alarmiert. Die Einsatzkräfte stellten fest, dass die Kohlenstoffmonoxidkonzentration im Wohnraum erhöht war, vermutlich verursacht durch die Nutzung der Holzöfen vor Ort. Eine Polizeibeamtin musste ins Krankenhaus gebracht werden. Das Gebäude wurde gelüftet und die Durchsuchung anschließend fortgesetzt. Dabei wurde die Attrappe einer Handgranate entdeckt. Dafür wurden Experten des Hessischen Landeskriminalamt hinzugezogen, sie konnten aber keinen waffenrechtlichen Verstoß vor Ort feststellen. Die Ermittlungen wegen des Verdachts auf Betrug dauern aber weiterhin an. +++