Polizei hat Randalierer in Bäckerei erschossen

Anhaltspunkte für ein politisches Motiv des Mannes gebe es jedoch nicht

Fulda. In Fulda hat die Polizei am Freitag einen Mann erschossen, der zuvor in einer Bäckerei randaliert hatte. Bei dem Erschossenen handele es sich um einen 19-jährigen Flüchtling aus Afghanistan, war am Mittag aus Polizeikreisen zu erfahren. Nach Angaben der Beamten hatte der Mann in der Bäckerei mehrere Personen angegriffen und teilweise schwer verletzt. Die eintreffenden Polizeistreifen wurden sofort mit Steinen und vermutlich einem Schlagstock angegriffen, hieß es. Beim anschließenden Schusswaffengebrauch durch die Polizei wurde der Angreifer tödlich verletzt. Die weiteren Hintergründe waren unklar. Anhaltspunkte für ein politisches Motiv des Mannes gebe es jedoch nicht. +++

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9 Kommentare

  1. Ein Mensch ist tot!

    Wir alle waren nicht dabei und wissen daher nicht, was genau da passiert ist.

    Manche werden mit einer gewissen Genugtuung reagieren: endlich hat die Polizei mal durchgegriffen. Und nur die Allerwenigsten – wenn überhaupt jemand – reagieren mit Betroffenheit. Schließlich war´s ja nur ein Flüchtling aus Afghanistan, der offenbar, mit Drogen zugedröhnt, völlig außer Kontrolle geraten schlussendlich von der Polizei niedergestreckt werden musste.

    Aber was würden dieselben Leute sagen, wenn es ein deutscher Behinderter aus dem Antoniusheim gewesen wäre, der da völlig ausgerastet von der Polizei erschossen werden musste? Ja das wäre dann was anderes! Sind Flüchtlinge aus Syrien oder Afghanistan weniger wert als Deutsche? Hoffentlich nicht!

    Und welche Rolle hat hier die Polizei gespielt? War es tatsächlich unvermeidbar, den Mann zu erschießen? Mir ist nicht wohl bei der Überlegung, dass wir vielleicht schon Verhältnisse wie in den USA haben, wo man nur wegen einer falschen Bewegung und weil man schwarz ist (Hautfarbe gemeint!) erschossen werden kann. Oder sind unsere normalen Polizisten so schlecht ausgebildet, dass ihnen in einer solchen Stresssituation nur der Ausweg bleibt, herumzuballern?

    Und wie sieht´s mit rechtsextremen Tendenzen innerhalb der Polizei aus? Völlig abwegig? Ich erinnere nur mal daran, dass in Deutschland immer noch ein Prozess gegen eine gewisse Beate Zschäpe läuft, die mit ihren beiden Kumpels vom NSU jahrelang völlig unbehelligt durch Deutschland ziehen konnte, um reihenweise Türken und andere Ausländer umzubringen. Und unsere grandiose Polizei hat dabei ebenso weggeguckt, wie die berühmten Schlapphüte vom Verfassungsschutz.

    Seit heute jedenfalls hat sich die Situation für Menschen aus Syrien, Afghanistan und anderen Ländern, die hier in Deutschland Schutz vor Krieg und Vertreibung suchen, nicht eben gerade verbessert. Ich kann daher nur hoffen, dass die Polizei diesen Todesfall lückenlos aufklärt, damit auch nicht der leiseste Verdacht von Extremismus innerhalb der Fuldaer Polizei bestehen bleibt.

    • Sie erzählen ja wieder mal absoluten Mist. Erstens: Es ist eine Frechheit, der Polizei mit haltlosen Unterstellungen zu kommen, mit im Anklagestil formulierten Fragen wie “Und welche Rolle hat hier die Polizei gespielt? War es tatsächlich unvermeidbar, den Mann zu erschießen?” Die Polizei in Hessen ist gut ausgebildet und wird nach rechtsstaatlichen Grundsätzen geführt. Die einzige Frage, die man hier stellen kann, ist, ob man nicht auch nonletale Waffen wie Taser mit auf ein Streifenfahrzeug geben sollte, damit in solchen Situationen vielleicht noch ein milderes Mittel zur Verfügung steht. Dieses Mittel hatten aber die Beamten vor Ort nicht. Sie wurden zu Hilfe gerufen gegen einen bewaffneten Angreifer, der anders als mit Waffengewalt offenbar gar nicht zu stoppen gewesen wäre. Wenn Sie da von “herumballern” faseln, disqualifizieren Sie sich – erneut – selbst. Zweitens: Der vorliegende Fall eignet sich auch in keiner Weise, die Polizei in Verbindung mit den Taten des NSU zu rücken. Letztlich würde das unterstellen, in einer Fuldaer Polizeidienststelle säßen Leute, die nur darauf warteten, in einen Einsatz gegen Flüchtlinge geschickt zu werden, um dann mal hemmungslos mit der Heckler&Koch draufzuhalten. Wie abwegig ist das denn?? Von einem Verdacht auf Extremismus, wie sie ihn beschreiben, kann jedenfalls keine Rede sein, was auch in den Untersuchungen durch das LKA bestätigt werden wird. Es grenzt ja schon an Verleumdung, wie sie die Polizei in ein Licht von rechtsextremen Killern rücken wollen. Derartig dummes Geschwätz, wie Sie es verbreiten, ist gefährlich, weil es genügend Deppen gibt, die so einen Unfug auch noch glauben. Rücken Sie also gefälligst ihr Weltbild zurecht oder noch besser – suchen Sie Asyl vor den hiesigen Zuständen in einem möglichst weit entfernten Land. Und vergessen Sie nicht, sich vorher bei der Polizei angemessen zu entschuldigen.

      • @Gast

        Dass Sie bei Ihren Äußerungen selbst beleidigend werden merken sie offenbar gar nicht.

        Und es ist schon sehr bemerkenswert, dass Sie bereits jetzt mehr wissen als das LKA, das noch ermittelt.

        Ungerechtfertigte Übergriffe von Polizisten auf Farbige sind in Deutschland übrigens schon öfter vorgekommen. Wie sich die Situation in Fulda darstellt können sie als Deutscher gar nicht beurteilen. Da müßten Sie schon einen der Asylanten oder einen Farbigen aus Fulda selber fragen. Aber das geht ja nicht, da sie diese Leute eben am Liebsten “in geschlossene Einrichtungen” sperren möchten. Und dort sind Befragungen wohl ausgeschlossen.

        Schlussbemerkung: ich verstecke mich nicht hinter Pseudonymen. Das habe ich nicht nötig.

        • Es ist gaaanz einfach: Wir warten jetzt schlicht und ergreifend mal ab. Ich gehe davon aus, dass die Obduktion einen interessanten Drogen-Cocktail ergibt. Sie warten solange auf Erkenntnisse zu einem rassistisch-kriminellen Hintergrund seitens des Polizeibeamten. Da werden wir ja in Kürze sehen, was sich bestätigt.

          Dazu, was Sie dringend nötig hätten, mache ich keine Schlussbemerkung, sonst fühlen Sie sich wieder beleidigt. Das wollen wir ja alle nicht.

          • @Gast

            Sie hätten auch etwas nötig. Nämlich die
            Erkenntnis, daß AUCH Asylanten MENSCHEN sind!

            Dazu allerdings scheinen Sie derzeit wohl
            nicht bereit zu sein.

            Und genau das halte ich an Ihren Überlegungen
            für sehr gefährlich bzw. rassistisch!

            • Ich bin mir der Tatsache, dass es sich um Menschen handelt, sehr wohl bewusst. Ich habe mich seit meinem ersten Post hierzu auch genau so eingelassen: “Bei dem Drogenkonsum, den man teilweise bei den MENSCHEN aus Afghanistan beobachtet”. Können Sie gerne unten nachlesen. D.h. Ihr neuerlicher unsachlicher Anwurf ändert weder an meinem humanistischen Weltbild noch an der Tatsache etwas, dass wir bei den hiesigen Flüchtlingen und sonstigen Zuwanderern aus Afghanistan, insb. jung, männlich, einen Drogenkonsum feststellen müssen, der durch die Decke geht. Wenn man die Lebensweise der dortigen Bevölkerung kennt (Mohnanbei exzessiv, Cannabis und Heroin landesweit verbreitet) wundert es einen auch nicht. Viele davon sind auch suchtkrank, d.h. nach hiesigen Maßstäben müssten die sowieso in stationäre Behandlung. Da diese Personen mit einer Freiheit, wie wir sie leben, auch gar nicht umzugehen gelernt haben, passieren hier nahezu zwangsläufig die übelsten Sachen.

              Beispiel gefällig? Der Fall Maria in Freiburg. Ich will auf die Verwerflichkeit der Tat und des Täters gar nicht näher eingehen. Aber klar ist, dass neben kulturellen Defiziten wie einem menschenverachtenden Frauenbild eben auch ein starker Drogenkonsum festzustellen war. Alles nachzulesen und gerichtlich festgestellt.

              Noch ein Beispiel: Der Fall Mia in Kandel. Was brauchen Sie eigentlich noch, um zu kapieren, dass es durchaus unter Flüchtlingen Personen geben kann, die man besser nur sehr vorsichtig in Deutschland frei herumlaufen lassen sollte? Wieviele Morde brauchen Sie dazu noch? Wieviele sinnlose Gewalttaten?

              Entsorgen Sie besser mal Ihr altes Weltbild umweltgerecht und besorgen Sie sich ein neues. Eines, bei dem die Kategorie “böse” neben “gut” mindestens auch mal vorkommt.

              Mir Rassismus vorzuwerfen – bei DER Faktenlage – ist eine Frechheit. Ich sehe es Ihnen aber gerne nach, weil Sie offensichtlich nicht den Horizont haben, die Naivität Ihres – vermutlich gut gemeinten – Standpunktes zu erkennen.

              • @Gast

                Dass man Straftäter, die hier in Deutschland Asyl suchen und zu Gewalt neigen, gar nicht erst ins Land lassen sollte halte ich ebenso wie Sie für absolut richtig.

                Und daß leider viel zu oft Asylsuchende mit einer linken rosa Brille der “Gutmenschen” betrachtet werden: ebenso falsch!

                Allerdings wehre ich mich gegen generelle Vorverurteilungen einer Gruppe von Menschen, die aus einem bestimmten Land – hier Afghanistan – kommen. Das sind nicht alles Drogen konsumierende irre Straftäter, die nur darauf warten, in Deutschland Frauen vergewaltigen und ermorden zu können.

                Mich stören vor allem Pauschalisierungen in die eine oder andere Richtung. Asylanten aus Afghanistan oder Syrien sind nicht alles wilde Wölfe und es sind auch nicht alles liebe Lämmer. Keineswegs!

                Und ich bedaure zutiefst, daß Menschen hierzulande sterben müssen, weil es Justiz und Polizei offenbar immer noch nicht gelingt, die Verbrecher aus der Zahl der Asylanten herauszufiltern und sofort abzuschieben. Siehe Anis Amri! Woran liegt das eigentlich?

                Wie es sich mittlerweile darstellt, scheint der erschossene Afghane eher zu der Sorte gefährlicher Krimineller zu gehören, die man leider – wieder mal – nur durch die rosa Brille betrachtet hat. Oder liege ich da falsch?

                Und daß die Polizei in Notwehr offenbar gar nicht anders handeln konnte ist mittlerweile auch mir klar, da die Gewalt von Seiten des Flüchtlings ausging!

                Was da aber evtl. (auch von Behördenseite!) alles schief gelaufen ist werden hoffentlich die Ermittlungen des LKA und der Bericht der Staatsanwaltschaft zeigen.

                Und abschließend: die Instrumentalisierung dieses Vorfalls durch verschiedene Gruppierungen wie den Ausländerbeirat stört mich ebenso. Insofern stimme ich der Presseerklärung des Landrates voll und ganz zu.

                Wir sollten daher die Ermittlungen der Behörden abwarten. Da stimme ich Ihnen ebenfalls zu!

                Der Fall wirft allerdings auch ein schlechtes Licht auf Fulda, was gewisse Kreise in die eine oder andere Richtung gerne ausnutzen. Dem sollten die Ermittlungsbehörden UND die Presse möglichst schnell mit belegbaren Fakten und ausführlichen Informationen entgegenwirken.

  2. Was für ein bescheuerter Kommentar. Faktisch geklärt ist nur, dass der erschossene Täter Afghane war und in einer Flüchtlingsunterkunft gewohnt hat. Ob er Drogen genommen hat, wird derzeit untersucht.
    Hier hat ein Mensch andere Menschen verletzt und ist deswegen von einem Polizeibeamten erschossen worden. Mir reicht es mit Ihrer Respektlosigkeit. Selbst wenn der junge Täter unter Drogen stand, ist das kein Argument dafür, dass man alle Flüchtlinge aus einem bestimmten Land internieren muss. Sparen Sie sich Ihre AfD-Phrasen für einschlägige Webseiten auf. Und an die Moderation: Warum bleibt sowas unkommentiert stehen? Warum macht Fuldainfo nicht mal einen Bericht da, wo alle anderen “Medien” aus dieser Region nicht hingehen: Eine Reportage aus den Flüchtlingsunterkünften vor unserer Haustür würde mich interessieren. Was sind das überhaupt für Leute und was treibt Sie zu solchen Aggressionen?

  3. Bei dem Drogenkonsum, den man teilweise bei den Menschen aus Afghanistan beobachtet, wundert mich gar nichts mehr. Wenn ich es zu bestimmen hätte – würden die Flüchtlinge aus Afghanistan in geschlossene Einrichtungen (“Ankerzentren”) bis zu ihrer Abschiebung nicht verlassen dürfen, auch nicht im Falle der Gewährung von Asyl. Langsam und allmählich reicht es.

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