Neue Kläranlage Rothemann läuft rund: Testbetrieb ein voller Erfolg

Zweitgrößter Ortsteil der Gemeinde Eichenzell

Rothemann. Seit einigen Wochen hat der Eichenzeller Ortsteil Rothemann eine runderneuerte Kläranlage. Wie sich gezeigt hat, läuft sie effizient und zuverlässig. Die im Genehmigungsbescheid festgesetzten strengen Überwachungswerte werden problemlos eingehalten. Das freut den Auftraggeber, den Abwasserverband Oberes Fuldatal, und die Planer und Betreiber von der RhönEnergie Effizienz + Service GmbH. Damit ist die an Jahren älteste Anlage des Verbands nun auf dem neuesten Stand der Technik.

„Mit fast 1.500 Einwohnern hat sich Rothemann mittlerweile zum zweitgrößten Ortsteil der Gemeinde nach dem Kernort Eichenzell entwickelt. Da mussten wir infrastrukturell nachziehen“, erläutert Eichenzells Bürgermeister Dieter Kolb. „Mit Blick auf die Kläranlage bestand Handlungsbedarf. Die Leistung reichte nicht mehr aus und wir hatten Probleme mit der Einhaltung der Überwachungswerte. In den Abwasser-Experten der RhönEnergie Effizienz + Service hatten wir kompetente Partner. Gemeinsam haben wir zusammen eine zukunftsfähige Lösung zu vertretbaren Kosten realisiert. Das ist gut für Rothemann.“

„Ursprünglich war die Kläranlage auf etwa 1.200 Einwohnerwerte (EW) ausgelegt. Die Reinigungsleistung wurde auf 2.000 EW erweitert – und das bei laufendem Betrieb“, sagt Roland Hilfenhaus, Prokurist der RhönEnergie Effizienz + Service GmbH (RES), vormals GKU Gesellschaft für kommunale Umwelttechnik mbH. Das Unternehmen hat sich mit praxisgerechten umwelttechnischen Dienstleistungen einen Namen gemacht. Ein Schwerpunkt liegt dabei in der Unterstützung von Kommunen im Bereich Abwasseranlagen (Planung, Betrieb, Sanierung, Optimierung, Analyse). Die Aufbereitung von Abwasser ist eine verantwortungsvolle kommunale Aufgabe. Heutige Anlagen müssen hohe Umweltstandards erfüllen. Ältere Anlagen tun das häufig nur noch sehr bedingt.

“Das Beispiel Rothemann zeigt, dass man auch eine in die Jahre gekommene Teichkläranlage mit moderner Technik und intelligent gesteuerten Prozessen zukunftsgerecht runderneuern kann“, zieht Hilfenhaus Bilanz. „Was uns in Rothemann gemeinsam gelungen ist, lässt sich auch auf andere Orte übertragen. Wir sehen uns als Partner der Kommunen und werden auch so wahrgenommen.“ Geschäftsziel der RhönEnergie Effizienz + Service GmbH sei es, mit starkem Service eine größtmögliche Effizienz der geplanten oder betreuten Anlagen zu erreichen, ergänzt Geschäftsführer Ralf-Stefan Stöppler. „Das spart auf Seiten der Kommunen Kosten und dient zugleich der Umwelt, indem Ressourcen geschont und Emissionen vermieden werden.“ +++

Die Anlage auf einen Blick

Planung und Bauleitung:

RhönEnergie Effizienz + Service GmbH (ehemals GKU) für die Gesamtanlage

Ingenieurbüro Rauschenberg, Burghaun für die EMSR-Technik

Ausführung:

1. BA: Fa. Herget, Tann

2. BA: Fa. Herget, Tann (Tiefbau, Stahlbetonbau, Betriebsgebäude)

Fa. Scholl, Fulda (Elektro, Mess-, Steuer- und Regeltechnik)

Fa. MK Duro, Überherren (Maschinentechnik)

Baukosten:

rund 2. Mio. Euro Fördermittel in Höhe von ca. 90.000 Euro konnten durch Umschichtung aus anderen Fördermaßnahmen mit eingesetzt werden.

Bauabschnitte:

1. BA in 2013: Umbau des ersten Abwasserteichs zum Vorlageteich und zum Regenüberlaufbecken

2. BA in 2015/16: Umbau des zweiten Abwasserteichs zum Schlammstapelteich,

Bau des SBR-Behälters, Bau eines neuen Betriebsgebäudes mit einer Rechen- und Sandfanganlage, Labor, Schaltwarte, Bau der kompletten Infrastruktur (verbindende Rohrleitungen, Kabel, EMSR, neue Toranlage und Wegebau)

Verfahren:

Die Teichkläranlage aus den 1980er-Jahren wurde auf das SBR-Verfahren umgestellt (Sequencing-Batch-Reaktor). Dabei erfolgt die Reinigung des Abwassers nicht in getrennten Becken, sondern die einzelnen Verfahrensschritte laufen chargenweise nacheinander in einem Becken – dem SBR Reaktor – ab.

 

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