Mitgliederversammlung Caritasverband

Auch im Jahr 2022 noch Folgen der Corona-Pandemie

Neuer Vorstandsvorsitzender ist Raimund Kind (3.v.r.) und neuer Schriftführer ist Stephan Büttner (2.v.l.). Zum Vorstand gehören Reinhold Schreiner und Ursula Veltum (von rechts) und Geschäftsführerin Susanne Saradj (links). Es fehlt Thomas Engel. Foto: wim

Ergänzungswahl, Satzungsänderung und Rechenschaftsbericht 2022 waren Schwerpunkte der Mitgliederversammlung des Caritasverbandes für die Regionen Fulda und Geisa. Mit dem Ausscheiden von Pfarrer Dr. Dagobert Vonderau, Neuhof als Vorsitzender des regionalen Caritasverbandes musste diese Position neu besetzt werden. Rechtsanwalt Raimund Kind, Buttlar wurde satzungsgemäß durch Bischof Dr. Michael Gerber zum neuen Vorsitzenden ernannt.

Die dadurch neu zu besetzende Stelle des Schriftführers erforderte die Wahl durch die Mitgliederversammlung. Einstimmig zum neuen Schriftführer wurde Stephan Büttner, Dietershausen gewählt. Bedingt durch die Erfahrungen während der Corona-Pandemie erfuhr auch die Satzung eine Änderung. Einstimmig beschloss die Mitgliederversammlung, dass zukünftig alle Vorstandsmitglieder gemeinsam mit einem weiteren Vorstandsmitglied rechtsverbindlich zeichnen können. Außerdem sind zukünftig einstimmige Beschlüsse des Vorstandes bei Video-Vorstandskonferenzen rechtsverbindlich. Vor den Neuwahlen erstattete Raimund Kind als neuer Vorsitzender gemeinsam mit der Geschäftsführerin des Caritasverbandes für die Regionen Fulda und Geisa den Jahres- und Finanzbericht 2022 als Rechenschaftsbericht.

Auch im Jahr 2022 seien die Folgen der Corona-Pandemie noch deutlich spürbar gewesen, so der Vorsitzende. Die Arbeit erschwerend hinzugekommen seien der Krieg in der Ukraine und die Kostensteigerungen in allen Lebensbereichen. Trotzdem habe der Fulda-Geisaer-Regionalverband immer adäquat auf aktuelle Problemlagen reagiert, um für Menschen in Not individuelle und bedarfsgerechte Hilfen anzubieten. Werte wie Solidarität, Nächstenliebe, Respekt und Gerechtigkeit hätten durch den Krieg in Europa an Bedeutung gewonnen und Hilfeangebote seien spontan entwickelt worden. Neben den Fachbereichen Soziale Dienste, Caritas-Zentrum für Sucht- und Drogenberatung, Wohnungslosenhilfe, Jugendsozialarbeit, Ambulante Pflege mit deren differenzierten Angeboten, sei die Flüchtlingshilfe eine Herausforderung gewesen. Außerdem seien die Projekte wie HOTRoom oder die Heiligabend Aktion für Alleinstehende, Obdach- und Wohnsitzlose, die über Kirchensteuermittel und Spenden finanziert würden, gut angenommen worden.

Alles werde detailliert im Jahresbericht 2022, der in Papierform und als Download kostenlos zur Verfügung steht, beschrieben, betonten Raimund Kind und die Geschäftsführerin. Im Finanzbericht lag der Schwerpunkt sowohl auf den allgemeinen Kostensteigerungen als auch auf den erheblich gestiegenen Personalkosten. Der Caritasverband für die Regionen Fulda und Geisa könne noch einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen. Bei weiteren steigenden Personalkosten und gleichbleibenden Zuschüssen sei zukünftig ein ausgeglichener Haushalt schwer zu erreichen. Die Mitgliederversammlung nahm den Jahresbericht an und entlastete den Vorstand einstimmig. Vorstand und Geschäftsführung dankten den Kostenträgern Stadt- und Landkreis Fulda, dem Landeswohlfahrtsverband, dem Bistum den Spenderinnen und Spendern, sowie den Mitgliedern für die finanzielle Unterstützung. Die Versammlung endete mit dem Ausblick, dass mit dem HOTRoom in der Wilhelmstraße 1 ein Projekt in Kooperation mit dem Diözesancaritasverband, Mutterhaus und Innenstadtpfarrei auch in diesem Winter wieder aufgelegt würde. Ebenso werde die Heiligabendfeier für Alleinstehende, Obdach- und Wohnsitzlose von 12 bis 16 Uhr im Dompfarrzentrum angeboten. Spenden dafür würden gerne angenommen. +++ wim