MIT-Kreisverband Fulda: Florian Wehner folgt auf Jürgen Diener

Erfolgsgespann Diener/Balzter treten künftig kürzer

Unter frenetischem Beifall und stehenden Ovationen ist am Dienstagabend Jürgen Diener (65) im Rahmen der turnusmäßigen Mitgliederversammlung des MIT-Kreisverbandes Fulda im Parkhotel Kolpinghaus Fulda als Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion des Kreisverbandes Fulda verabschiedet worden. 10 Jahre trug Diener als Vorsitzender Verantwortung des zweitgrößten Kreisverbandes in Deutschland, war Gesicht, verlieh ihm Ausdruck und Gewicht auf Landes- und Bundesebene. Ihm folgt der 33-jährige Florian Wehner aus Hofbieber.

Dass die Fußstapfen riesig sein dürften, in die er tritt, weiß Wehner, der aus einer Unternehmerfamilie stammt und seinerzeit von Geschäftsführer Edwin Balzter geworben wurde. Gemeinsam mit Präsidiumsmitglied, Bürgermeister Manfred Helfrich (Poppenhausen Wasserkuppe) überreichte Florian Wehner an Jürgen Diener für seine herausragenden Verdienste für den Mittelstand und seine Verinnerlichung der Sozialen Marktwirtschaft die Ernennungsurkunde zum Ehrenvorsitzenden des Fuldaer Kreisverbandes überreicht. „Es war mir eine Ehre“, zog Jürgen Diener abschließend seines Berichtes am Dienstagabend im Beisein seiner Mitstreiterinnen und Mitstreiter sein Fazit. Dankbar sei er vor allem „für die tollen Wahlergebnisse“, diese ihm seine MIT bescherte, für das „politische Miteinander auf Augenhöhe“ und für das „grandiose Netzwerk“. Und auch für seinen Geschäftsführer, Edwin Balzter aus Eichenzell, fand der 65-Jährige am Dienstagabend rührende Worte: „Edwin, Du hast Außergewöhnliches geleistet!“

Diener: Es war mir eine Ehre

In seinem Bericht ging Jürgen Diener mitunter auf die Corona-Pandemie ein, die die Mittelständler vor große Herausforderungen stellte. Aber auch der russische Angriffskrieg auf die Ukraine im Februar 2022, war Thema seiner Ausführungen. „Wir hatten schwierige Zeiten. Wir sind gut durch diese Zeiten gekommen und es liegt uns auch in der Zukunft daran, Dinge zum Positiven verändern zu wollen“, so Diener am Dienstagabend auf der Mitgliederversammlung des MIT-Kreisverbandes Fulda in Fulda. Nach Diener mache es einen großen Unterschied, ob man sich „per Schalte“ verabrede oder sich physisch trifft. Klar bekannte sich Jürgen Diener in seinem Bericht für eine gesteuerte Zuwanderung von Migranten, dem Abbau der Bürokratie und der Sicherung von Fachkräften. Jürgen Diener: „Für unsere MIT gilt es, am Ball zu bleiben und dazu gehört auch, den großen Worten von Bürokratie-Abbau Taten folgen zu lassen.“ Ferner erinnerte Diener an die traditionellen Städtereisen des Kreisverbandes wie letztere Reise nach Prag oder an andere gesellige Teile, wie beispielsweise das traditionelle Gänseessen oder der gemeinsame Besuch des Fuldaer Weihnachtsmarktes, die im Kreisverband hochgehalten werden.

Angst, dass der Fuldaer Kreisverband nach seiner Staffelstabübergabe an seinen über 30 Jahre jüngeren Nachfolger zukünftig nicht mehr so gut aufgestellt sein werde, wie bisher oder man insgesamt nachlasse, hat Diener nicht; im Wissen, dass mit dem „Jungen Mittelstand“ die nächste Generation bereits bereitsteht und darauf brennt, sich zu beweisen. Dass dieser noch von sich hören lassen werde, davon ist Diener fest überzeugt. Reger Zuspruch für dessen politische Arbeit bekomme er schon jetzt in zahlreichen Gesprächen rückgemeldet. „Ein sehr aktiver junger Mittelstand, dem die Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft wichtig sind“, so Diener am Dienstagabend in Fulda. Jürgen Diener dankte seiner MIT-Familie für die vielen tollen Momente und zwischenmenschlichen Beziehungen sowie das stete politische Miteinander auf Augenhöhe. Nach seiner Rede erhoben sich die 90 Mittelständler von ihren Plätzen und bedachten ihren langjährigen Kreisvorsitzenden mit minutenlangem Applaus.

Viel Lob für sein beispielloses Engagement als Kreisvorsitzender und sein stetes Einstehen für die Ideale der Sozialen Marktwirtschaft und anerkennende Worte zollten ihm auch Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, der heimische Wahlkreisabgeordnete Michael Brand MdB, Landrat Bernd Woide sowie der Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Fulda und Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Fulda, Frederik Schmitt. Sie alle unterstrichen in ihren Reden Dieners Wesen und seinen stets ruhigen, besonnenen Einsatz, der dem MIT-Kreisverband Fulda im Landes- und Bundesverband nicht nur Anerkennung, sondern auch Gewicht verlieh.

Balzter: Die Freiheiten, die mir Jürgen Diener gelassen hat, haben mich jung gehalten

Mit Diener wird künftig auch sein langjähriger Geschäftsführer, Edwin Balzter, seinen Einsatz im Verband zurückfahren. Nach vielen Jahren der Geschäftsleitung des MIT-Kreisverbandes Fulda soll künftig ein anderer Mit-Streiter Balzters Aufgaben übernehmen. Balzter für seinen Teil dankte gestern Abend Jürgen Diener für die gute Zusammenarbeit. Balzter: „Jede Minute hat mir große Freude bereitet. Die Freiheiten, die mir Jürgen Diener gelassen hat, haben mich jung gehalten.“ Als Dankeschön für Balzters geleistete Arbeit wurde dieser vom Vorstand mit einem Reisegutschein eines in der Region ansässigen Reisebüros bedacht.

Der neu gewählte Vorstand des MIT-Kreisverbandes Fulda um seinen Vorsitzenden Florian Wehner, konstituiert sich wie folgt: Als Wehners Stellvertreter fungieren: Dr. Falk Hartmann, Heike Kleemann, Johannes Kreuzer, Veit Küllmer und Johannes Uth. Zur Schriftführerin wurde erneut Patricia Fehrmann bestellt sowie als Schatzmeister Hans-Dieter Alt. Mitglieder des Präsidiums sind wie bisher Marc Dechant und Bürgermeister Manfred Helfrich.

Während der kompletten Mitgliederversammlung weilte Hessens Digitalministerin, Professorin Dr. Kristina Sinemus unter den MITlern. Als oft und gerngesehener Gast in Fulda warb Sinemus dafür, im Negativen immer auch das Gute und die Chancen, die damit verbunden seien, zu sehen. So könne beispielsweise KI bei der Implementierung des Lieferkettengesetzes durchaus nützlich sein. Daneben sprach sich die Ministerin für den Abbau von Bürokratie aus sowie für die Chance, Hessen zum Silicon Valley Europas werden zu lassen. Hierfür werde sie sich weiter vehement einsetzen. +++ jessica auth

Kleine Impression