Merkel bleibt auf UN-Klimakonferenz unkonkret

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)

Bonn. Bundeskanzlerin Angela Merkel ist auf der UN-Klimakonferenz in Bonn weitestgehend unkonkret geblieben, wie die Klimaschutzziele umgesetzt werden sollen. Dieses Thema sorge auch in einem reichen Land wie Deutschland für „erhebliche Konflikte“, sagte Merkel am Mittwoch in Bonn. Dabei gehe es auch um Arbeitsplätze. Auch die Braunkohle müsse „einen Beitrag leisten“, wie genau dieser aussehe, sei aber auch während der derzeit in Berlin laufenden Regierungsbildung noch offen. „Das werden wir in den nächsten Tage ganz präzise diskutieren müssen“, so Merkel. Sie werde nicht leichtfertig anderen Ländern „tut etwas“ sagen, weil sie wisse, wie schwer dies auch im eigenen Land sei. Bis spätestens Freitagmorgen soll eigentlich feststehen, ob sich Union, FDP und Grüne auf Koalitionsgespräche einlassen. Der Klimaschutz gilt dabei als einer der wesentlichen Streitpunkte. +++


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1 Kommentar

  1. Schwarze Null: von der Klima-Kanzlerin zur Kohle-Kanzlerin!
    Wir erinnern uns:
    Bei der letzten Klimakonferenz in Paris wurden die Ergebnisse als „historischer Fortschritt“ verkauft. Schön wär’s.
    Für mich klang es wie Augenwischerei. Die Ziele hochsetzen (Erderwärmung auf 1,5 Grad anstelle 2 Grad begrenzen) und sich dafür feiern lassen, aber die Maßnahmen und deren Verbindlichkeit runtersetzen und möglichst nicht hinterfragen. Das kommt jetzt, wo alles konkretisiert werden soll, ans Licht. Die Union, insbesondere die CSU-Bundesminister, wollen mehr Wirtschaftswachstum, mehr ökologiefeindliche Landwirtschaft, mehr schmutzige Autoabgase und weniger Klimaschutz! Dobrindt geht in vertrauter Kumpanei mit der Autoindustrie nicht gegen deren massiven Abgasbetrug vor! Und Gabriel fürchtet die Kohlelobby. Doch Merkel schwadroniert von Dekarbonisierung, läßt sich – wie wir heute wissen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen – als Klima-Kanzlerin feiern und bringt nur ein Umsetzungsplänchen auf die Beine, von dem heute schon klar ist, dass die selbstgesteckten Ziele für 2020 nicht gehalten werden können, auch wenn das die Kanzlerin vor den Wahlen vehement geleugnet hatte. Und just zum Bonner Klimagipfel äußert sie Zweifel an der Erreichung des 2 Grad-Ziels! Durchsichtig! Frech!
    Im übrigen war schon in den Rechen-Modellen für das 2 Grad-Ziel z.B. das zwangsläufige Auftauen der Permafrostböden (enthalten fast doppelt soviel Kohlenstoff wie die gesamte Erdvegetation), das zu einer enormen Freisetzung von Kohlenstoff führt, nicht berücksichtigt.
    Was tun? Warten bis Öl- und Gas-Vorräte erschöpft sind? Auf die nächste Eiszeit warten? Sich anpassen?
    Diese Fragen hat sich auch Singer-Songwriter Sigismund Ruestig gestellt:
    http://youtu.be/s7Ivdm2-ZCQ

    http://youtu.be/LpxSXYw9tC0

    http://youtu.be/-q0gF597WEA

    Viel Spaß.

    PS: Übrigens bezeichnete selbst das Handelsblatt das Agieren von Merkel als „ein Stück weit heuchlerisch“! Und die Zeit fragt nach ihrer Glaubwürdigkeit!

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