Marienschule Fulda: Woche der Goldhandys

Beitrag für Umweltschutz und gegen weltweite Ausbeutung

Der Bischofsvikar für die Weltkirche, Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez (5. v. l.), besuchte gemeinsam mit Steffen Jahn, Referatsleiter Weltkirche und Missio (l.) die Handy-Sammelaktion an der Marienschule in Fulda. Foto: Bistum Fulda

Alte Handys sind Gold wert: Das Edelmetall befindet sich wie andere wertvolle Rohstoffe in den Altgeräten. Durch Recycling können diese wieder nutzbar gemacht werden und gleichzeitig Erlöse für einen guten Zweck bringen. In der „Woche der Goldhandys“ würdigte Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez als Bischofsvikar für die Weltkirche nun den Einsatz der Marienschülerinnen in Fulda für diese Aktion des katholischen Hilfswerks Missio.

Die Marienschule Fulda beteiligt sich an der Aktion „Woche der Goldhandys“ des katholischen Hilfswerks Missio. Noch bis zum 27. Juni werden dabei ausgemusterte Handys gesammelt und für einen guten Zweck gespendet. Aus den ausgedienten Geräten werden Gold und andere wertvolle Metalle recycelt, noch nutzbare Geräte können aufbereitet und verkauft werden. Ein Teil des Erlöses fließt in die weltweiten Projekte des Hilfswerks Missio. Unterstützt werden dabei insbesondere Menschen in jenen Gebieten, in denen es zu Ausbeutung und kämpferischen Auseinandersetzungen um seltene Erden kommt, die in den Handys verbaut werden, schreibt das Referat Weltkirche und Missio im Bistum Fulda. Neben dem Umweltaspekt leiste jedes gespendete Handy damit auch einen kleinen Beitrag gegen weltweite Ausbeutung.

Mit einem persönlichen Besuch würdigte der Bischofsvikar für die Weltkirche, Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez, das Engagement der Marien-Schülerinnen. Das Handy sei an sich schon ein Symbol für Kommunikation, betonte er. Über die Sammelaktion kämen die Schülerinnen nun in Kommunikation über die Situation im Kongo und über globale Solidarität. An der Marienschule wird die Aktion besonders von der J-GCL getragen, die als Jugendverband an der Schule aktiv ist. Schulseelsorgerin Susanne Krenzer hofft, dass die Handysammlung langfristig zu einem festen Bestandteil im Schulprogramm wird. Auch die Schule profitiere von der Aktion, meint Schulleiter Karsten Keller. In Zeiten zunehmender Digitalisierung stelle sich zunehmend die Frage, wie mit den Altgeräten umgegangen wird.

Das Hilfswerk Missio geht davon aus, dass es in Deutschland etwa 200 Millionen ungenutzte Altgeräte gibt – das entspreche etwa 6.000 Kilogramm Gold. Wer die Aktion des Hilfswerks unterstützen will, kann Altgeräte bundesweit an Annahmestellen abgeben, in Fulda zum Beispiel im bischöflichen Generalvikariat am Paulustor 5. Außerdem kann das alte Handy – am besten zusammen mit Altgeräten von Freunden und Verwandten – per Post direkt an Missio in Aachen geschickt werden. Unter den Handyspendern verlost das Hilfswerk ein fair produziertes Smartphone. Unterstützt wird die bundesweite Aktion von Entwicklungsminister Gerd Müller. www.missio-hilft.de/goldhandys. +++