Main-Kinzig-Kreis unterstützt Altenpflegeinrichtungen nach Kräften

Bestmöglicher Schutz für Bewohnerinnen und Bewohner

Nicht erst seit den Vorfällen in Köln, Halle, Wolfsburg und Würzburg, wo das Coronavirus in ein Altenheim gelangen konnte, sind die handelnden Personen im Main-Kinzig-Kreis alarmiert. „Der Schutz der Risikogruppen hat für uns seit Beginn der Krise eine sehr hohe Priorität“, erklärt Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler. Am Montag hat sie erneut mit Betreibern von Altenpflegeeinrichtungen konkrete Vorsorgemaßnahmen abgestimmt.

Danach zeigte sie sich überzeugt, dass die dortigen Führungskräfte als auch das Personal ihre Verantwortung kennen und die strikten Vorsichtsmaßnahmen konsequent umsetzen. Zudem gelten bereits seit mehreren Tagen stringente Besuchsregelungen, um die sozialen Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren. Allerdings kollidieren die aktuellen Distanzregelungen für das Personal mit den Anforderungen der Pflege „Hier geht es auch um Sorgekultur für einen anderen Menschen. Das ist keine einfache Situation für die Menschen aber auch für die Pflegerinnen und Pfleger“, zeigt Simmler Verständnis auch für die Schwierigkeiten im Umgang auch mit Maßnahmen, die gerade in der Pflege nun empfohlen würden.

Hier sieht die Gesundheitsdezernentin weiterhin die größte Herausforderung für alle Beteiligten. „Daher werden wir nun unsere Anstrengungen erhöhen, um die Materialressourcen im Hinblick auf die Hygiene- und Schutzausrüstung gerade im Bereich der stationären und ambulanten Pflege zu stabilisieren“, erläutert Susanne Simmler. Zunächst werde in den über 70 stationären Einrichtungen und über 80 ambulanten Diensten in der Region der jeweilige Bedarf abgefragt, um kurzfristig auch hier den Nachschub zentral zu organisieren. Dieser Status wird ab sofort über die Pflegestützpunkte wöchentlich erfasst. „Wir haben heute alle Einrichtungen und Dienste zentral angeschrieben und um eine Rückmeldung gebeten“, schildert Irmhild Neidhardt, Abteilungsleiterin „Leben im Alter“, die hier die Koordination übernommen hat. Sie und Ihre Kollegen stehen für Rückfragen zu diesem Thema und den grundlegenden Vorgehensweisen in der Altenpflege zur Verfügung.

Für die spezifische medizinische und fachliche Beratung und vor allem für die Klärung von Einzelfällen ist das Kreisgesundheitsamt für die Einrichtungen über eine separate Nummer zu erreichen. „Wir haben neben dem speziellen Team für Ärzte und Krankenhäuser damit auch ein Team für die Altenpflege“, schildert Simmler die Meldewege. Diese Ansprechpartner stehen immer zur Verfügung vor allem ist auch für die Situation, um im Falle eines konkreten Verdachts oder einer Infektion kurzfristig umfangreiche Maßnahmen abstimmen und einleiten zu können. „Hier arbeiten wir eng mit den Kliniken und Rettungsdiensten zusammen, damit eine notwendige Isolierung oder medizinische Versorgung schnellstmöglich umgesetzt werden kann“, erläutert Simmler das Vorgehen.

Denn alle Fachleute sind sich einig, dass trotz der höchsten Schutzmaßnahmen und der größten Sorgfalt keine hundertprozentige Sicherheit geben kann. „Wir können aber schon jetzt gemeinsam dafür sorgen, dass im Ernstfall alle notwendige Schritte reibungslos ablaufen“, betont die Gesundheitsdezernentin. Angesichts der großen Kooperationsbereitschaft sei sie zuversichtlich, dass alle Beteiligten diese Herausforderung annehmen. „Es geht um die Menschen, die besonders gefährdet sind einen schweren Verlauf von COVID-19 zu haben, es geht aber auch um Menschen, die Nähe und Pflege brauchen. In diesem Spannungsfeld bewegen sich die Pflegerinnen und Pfleger, hier müssen wir alle bestmöglich schützen aber eben auch vorbereitet sein“, so Simmler weiter. Sie richtete ihren Dank im Besondern an alle diejenigen, die sich in den letzten Wochen bereits sehr engagiert gerade um die Pflegethemen bemüht und schon umgesetzt haben. Nur mit schnellen Meldewegen, einem stringenten und umfassenden Management und einem großen Netz an Hilfestellungen kann eine Situation versucht werden zu beherrschen. +++

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