Main-Kinzig-Kreis steht eng an der Seite der Sozialverbände im Kreis

„Ein solidarisches, mitfühlendes, auffangendes Miteinander erhalten“: Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler bei ihrer Ansprache im Hanauer Brockenhaus.

Das hat Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler im Brockenhaus in Hanau deutlich gemacht. „Das Wir ist so elementar wichtig, gerade in diesen Zeiten. Das heißt, dass Solidarität in unserer Gesellschaft tragend ist, sie hält Starke und Schwache zusammen. Das heißt auch, dass unsere Gesellschaft nur dann gut funktioniert, nur dann friedlich und lebendig bleibt, wenn sich möglichst viele ein Stück weit in ihren Dienst stellen, das soziale Netz stärken und auch organisierten Feinden der Demokratie und der sozialen Sicherung die Stirn bieten“, erklärte Simmler. „Das tun so viele Verbände tagtäglich, und ihnen gilt daher unser Dank und unsere Unterstützung.“

Anlass war die Übergabe der Kreiszuschüsse an Sozialverbände und bürgerschaftlich organisierte soziale Initiativen – an „die Familie des sozialen Netzes im Kreis“, wie es Susanne Simmler in ihrer Ansprache formulierte. Eingeladen waren rund 80 Sozialverbände und Gruppen, die nahezu vollzählig zu dem Empfang ins Brockenhaus gekommen waren. Das Treffen in Hanau sollte nach zwei Jahren Pause dazu dienen, „alle Aktiven und Initiativen zu motivieren, die Zusammenarbeit und den Austausch untereinander, zwischen den Organisationen, wieder zu stärken“, so Simmler.

Die Erste Kreisbeigeordnete stimmte in diesem festlichen Rahmen, umrahmt von einem Ensemble der Musikschule Main-Kinzig, bewusst nachdenkliche Töne an. Sie berichtete von Gesprächen aus jüngster Vergangenheit mit einer ganzen Reihe von Verbänden, deren ehrenamtliche Unterstützerschaft weniger geworden sei. Da habe die Pandemie wie ein Beschleuniger und wie eine Zäsur gewirkt, ohne ein völlig neues Phänomen aufzuzeigen. Für sozial engagierte Gruppen sei es noch einmal schwieriger geworden, Interessenten für Ämter und Aktive für ihre sozialen Angebote zu finden.

„Wir müssen gemeinsam Wege finden, damit das soziale Netz weiterhin stark bleibt. Was all die Verbände und Gruppen hier leisten, ist kein Selbstzweck, ist nicht Selbstverwirklichung, sondern es ist echtes, kontinuierliches, wichtiges Engagement für Bürgerinnen und Bürger, die unsere Hilfe brauchen. Es geht um die Verlässlichkeit dieser Angebote. Es geht darum, ein solidarisches, mitfühlendes, auffangendes Miteinander zu erhalten“, sagte die Sozialdezernentin.

Susanne Simmler berichtete ebenso von inflationsbedingt steigenden Kosten, die die Arbeit vieler Einrichtungen zusätzlich erschwere. Obendrein würden die Folgen außenpolitischer und gesamtwirtschaftlicher Entwicklungen nun auch die kommunalen Haushalte belasten. „Wir haben im Kreisausschuss aber keinen Dissens, sondern eine feste gemeinsame Überzeugung, dass es elementare Verpflichtungen in der öffentlichen Daseinsvorsorge gibt. Und dazu braucht es Fördermittel und Zuschüsse, an denen es kein Rütteln und Kürzen geben wird. Das sage ich bewusst an einem Abend wie diesem, an dem wir als Main-Kinzig-Kreis unsere Unterstützung für die Verbände und Initiativen in verlässlicher Höhe fortsetzen und beibehalten werden“, so Simmler. +++ pm

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