Lehrerverband will kommerzielle Videokonferenzsysteme einsetzen

Viele Schulen hätten etwa auf "Microsoft Teams" zurückgegriffen

Lehrerverbandspräsident Heinz-Peter Meidinger warnt davor, Schulen aus Datenschutzgründen digitale Werkzeuge zu verbieten. „Von 40.000 Schulen haben sich geschätzt sechs- bis achttausend mit Teams gerettet, als sie in den Distanzunterricht mussten“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Viele Schulen hätten etwa auf „Microsoft Teams“ zurückgegriffen, als die Lernplattformen der Ländern noch keine Videokonferenz-Funktion hatten und zusammengebrochen seien. Die seien zwar inzwischen nachgerüstet – aber in „Teams“ hätten sich bereits mehrere Zehntausend Lehrkräfte eingearbeitet. In den Ländern läuft aktuell eine Debatte, wie lange Schulen „Teams“ verwenden dürfen. Eine knappe Mehrheit von Datenschutzbeauftragten hatte sich auf der Datenschutzkonferenz von Bund und Ländern im vergangenen Jahr gegen den Einsatz der Software ausgesprochen, weil die Server in den USA stehen. „Es ist in der jetzigen Situation schwierig und problematisch, wenn man den Schulen jetzt ein bewährtes Arbeitsmittel wegnimmt wegen einer eher abstrakten Gefahr, ohne ihnen ein gleichwertiges alternatives System anzubieten“, sagte der Lehrerpräsident. Er fordert eine Verlängerung der Übergangsfristen, solange die Gefahr besteht, dass die Schulen wieder in den Distanzunterricht müssen. „Datenschutz ist natürlich sehr wichtig, er sollte aber zu keiner grundsätzlichen Gefährdung des Bildungsauftrags führen.“ +++

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Letzte Aktualisierung: 28.11.2022, 05:22 Uhr
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