Kundgebung in Fulda – Kolping war dabei

Der Aufruf des Kolping-Diözesanverbandes zur Kundgebung „Fulda bekennt Farbe“ am 30. Januar 2024 hat Kolpingmitglieder aus Nordhessen, Oberhessen sowie dem Landkreis und der Stadt Fulda zusammengebracht, die sich für die Werte Kolpings aber auch ihres christlichen Glaubens stark machten. Im Resümee sind sich alle einig – egal ob die Redner auf dem Podium der Kundgebung oder die Teilnehmer von Kolping -, das Engagement für die Demokratie darf nicht bei der Wahrnehmung des Wahlrechts endet. Der Gang zur Wahlurne ist und bleibt aber ein grundlegender Baustein der Demokratie. Engagement in Parteien und Organisationen mit demokratischen Zielen und auf dem Fundament unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung macht darüber hinaus die Demokratie stark – auch durch Kundgebungen und Demonstrationen.

Einzelne Rückmeldungen zum Teilnahmeaufruf des Kolpingwerkes haben mitunter deutlich gemacht, dass ein Engagement in diesem Sinne nicht mehr für alle selbstverständlich ist. Dabei war und ist dies immer ein elementarer Bestandteil des Werkes Adolph Kolpings. Leitsatz 22 des aktuellen Leitbildes legt dazu fest „Kolping fördert politisches Engagement in Parteien, die die grundlegenden demokratischen Prinzipien und die freiheitlich-demokratische Grundordnung nicht in Frage stellen, und Parlamenten sowie andere Formen gesellschaftlicher Teilhabe. Darin sehen wir einen unverzichtbaren Beitrag zur verantwortungsbewussten Mitgestaltung unserer Gesellschaft.“

Fuldas Bischof Michael Gerber drückte es anlässlich der Kundgebung mit folgenden Worten aus „Diejenigen, die eine Zukunft anstreben, in der einzelne Gruppen keinen Platz haben, deren Weg führt nicht in die Zukunft, sondern in die Apokalypse.“ Weiter ruft er dazu auf „Zeigen wir, dass das, was uns verbindet größer ist als das, was uns von Herkunft und Weltanschauung unterscheidet“.
Die Teilnehmer der Kundgebung haben diese verbindende Gemeinschaft im Engagement für Demokratie, Freiheit und Frieden an diesem Abend hautnah erfahren. Solche Gemeinschafts- und Gemeinsinnerlebnisse sind wichtig und geben neue Kraft. „Wir müssen das Erlebte auch als Motivation aufgreifen, weiter zu machen und Wege zu finden, die Demokratie stärker, lebendiger und wirksamer zu gestalten.“ macht die Diözesanvorsitzende Brigitte Kram mit Blick auf die anstehenden gesellschaftlichen Herausforderungen deutlich. Sie bekräftigt nochmals ihre Aussage im Aufruf zur Demonstration „Wir stehen vor Aufgaben, die wir nur gemeinsam mit Sachverstand und Vertrauen lösen können. Wir brauchen politisch und gesellschaftlich Verantwortliche, die nicht auf Populismus setzen, sondern alle Menschen im Blick haben. Sie müssen zuhören und unsere Probleme mit Realismus angehen statt Feindbilder zu propagieren. Es braucht die Fähigkeit und den Willen zu Kompromissen. Das sind die Bedingungen, um gemeinsam etwas zu erreichen. Angst und Hass lähmen nur und tragen nicht zu wirklichen Lösungen bei,“

Mit einer Schwerpunktsetzung der Arbeit der kommenden Monate will der Kolping Diözesanverband die Kolpingsfamilien unterstützen, hierzu mehr Bewusstsein zu schaffen und das vielfältige Engagement in den unterschiedlichen sozialen und gesellschaftlichen Bereichen zu stärken. +++ pm