Knell besuchte Grenzebach BSH

Geschäftsführer Grenzebach BSH Robert Brier, FDP-Landtagsabgeordnete Wiebke Knell, Björn Diegel (FDP Bad Hersfeld), Timo Krause (Grenzebach BSH), Michael Meyer (Grenzebach BSH). Foto: privat

Wiebke Knell, FDP-Landtagsabgeordnete aus dem Schwalm-Eder-Kreis und Betreuungsabgeordnete für den Landkreis Hersfeld-Rotenburg, hat das im Maschinen- und Apparatebau tätige Unternehmen Grenzebach BSH besucht. Anlass war die Auszeichnung des Bad Hersfelder Unternehmens als „Hessen Champion“ im Bereich Innovation für ein einzigartiges Phosphor-Recycling Verfahren, für das die Grenzebach BSH vom Hessischen Unternehmertag im November 2022 als Gewinner ausgezeichnet wurde.

Geschäftsführer Robert Brier und Michael Meyer als produktverantwortlicher Ingenieur gaben der Abgeordneten einen tieferen Einblick in das familiengeführte Industrieunternehmen. Sie erklärten auch den genaueren Hintergrund und Nutzen des Phosphor-Recycling Verfahrens. Durch die von Grenzebach BSH entwickelte Anlage ist es möglich, den Rohstoff Phosphor aus Klärschlamm, wie er in jeder Kläranlage vorkommt, an Ort und Stelle zu recyceln. Durch die gesetzliche Klärschlammverordnung aus dem Jahr 2017 ist das Thema auch für Städte und Gemeinden höchst relevant. Kläranlagenbetreiber haben bis Ende dieses Jahres eine offizielle Berichtspflicht und ab 2029 sind sie zu einem Rückgewinnungsverfahren für Phosphor gesetzlich verpflichtet.

Knell zeigte sich beeindruckt: „Die Innovationskraft des Verfahrens durch Umweltfreundlichkeit und Effektivität ist wirklich bemerkenswert. Phosphor ist für Pflanzen, Tiere und Menschen ein lebensnotwendiger Rohstoff. Zurzeit ist man in Deutschland und anderen EU-Staaten abhängig von Importen. Wenn wir Phosphor in Kläranlagen regional rückgewinnen und dabei Transportwege zu Verbrennungsanlagen sowie den Einsatz von Chemikalien einsparen können, ist das nicht nur nachhaltig, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll.“ Michael Meyer ergänzt: „Von den bundesweit 9300 Kläranlagen kommen 500 Anlagen für das neue Recycling-Verfahren in Betracht. Ich wünsche mir hier mehr Aufmerksamkeit seitens der Behörden“.

Knell versprach, das Thema auch auf andere politische Ebenen weiterzutragen: „Ich habe einen sehr positiven Eindruck vom Unternehmen Grenzebach gewinnen können. Als Innovationsmotor und attraktiver Arbeitgeber setze ich mich gerne für das Bad Hersfelder Unternehmen ein“. +++

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