Kindertagesstätte Molzbacher Berg wurde offiziell eingeweiht

Ein „Festtag“ für die Kinder der Stadt

Mit einem großen Fest ist die neue Kindertagesstätte Molzbacher Berg in Hünfeld offiziell eröffnet worden. Gegenwärtig sind dort bereits 118 Kinder aufgenommen worden, die von insgesamt 25 Erzieherinnen und Erziehern betreut werden. Es seien viele kluge Köpfe und helfende Hände tätig gewesen, um diese schöne Kindertagesstätte zu schaffen, sagte der Bürgermeister. Die Kindertagesstätte Molzbacher Berg sei nicht nur eine der größten Kindertagesstätte im gesamten Kreisgebiet, sie gehöre ganz sicher auch zu den Schönsten, betonte Tschesnok.

Für die Stadt war es eine besondere Herausforderung, nach dem des Neubau der Kita Arche Noah im Nordend gleich eine weitere große Kindertagesstätte zu errichten. Bezüglich der Finanzierung hatte der Bürgermeister gute Nachrichten. Statt der zwischenzeitlich prognostizierten Bausumme von 6,8 Millionen Euro sind es dank des guten Baumanagements auf derzeit 6,5 Millionen Euro. Tschesnok freute sich zudem, dass statt der ursprünglich avisierten 800.000 Euro an Fördermitteln weitere 300.000 Euro durch den Einsatz des Ersten Kreisbeigeordneten Frederik Schmitt und des Wahlkreisabgeordneten Thomas Hering mobilisiert werden konnten.

Worte des Dankes richtete er auch an den Mitarbeiter Andreas Kapelle und seine Magistratskollegin Karin Grosch, die viel Herzblut in diesen Neubau investiert hätten, sowie an den DRK-Kreisverband Hünfeld, der sich als Träger zur Verfügung gestellt habe. Gebäude dürften noch so attraktiv sein, eine Kindertagesstätte sei nur dann gut, wenn das pädagogische Konzept und die Mitarbeiter stimmten. Die Leiterin Iris Henkel habe gemeinsam mit dem Träger ein sehr engagiertes Team zusammengestellt, wie auch dieses Fest deutlich mache, so der Bürgermeister. Architekt Stefan Wagner sprach von einem sehr anspruchsvollen Projekt, Kinder zu fördern und zu fordern, um sie auf das Leben vorzubereiten. Der schuhfreie Kindergarten solle in einer möglichst reizarmen Umgebung Raum zur Entfaltung geben.

Für das Deutsche Rote Kreuz sei der Betrieb von Kindertagesstätten insgesamt kein Neuland, sagte DRK-Präsident Dr. Eberhard Fennel. Derzeit betreibe das DRK bundesweit bereits 1440 Kindertagesstätten. Er danke für das Vertrauen, dass die Stadt Hünfeld entgegengebracht habe, sagte der Präsident. Dabei stellte er neben DRK-Geschäftsführer Stefan Bott den ehrenamtlichen Geschäftsführer der Karlheinz Fenske der DRK Betreuung und Bildung GmbH sowie seine Mitarbeiterin Nicole Stallknecht vor, die sich um den Betrieb der Einrichtung kümmerten. Begleitet werde das DRK dabei von einem Beirat, dem die Leiterin der DRK-Sozialarbeit, Ute Janzen, Stadträtin Karin Grosch und der Stadtverordnete Manuel Dux angehörten. Mit Iris Henkel sei eine erfahrene Leiterin gefunden worden, die durch die Stadt bereits bei der Planung und dem Bau einbezogen worden war.

Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt empfand während der Einweihung die Stimmung unter den Mitarbeitern, Kindern und Eltern als sehr gut. Das lasse darauf schließen, dass dieses Projekt gelungen sei. Er machte aber auch die finanziellen Dimensionen deutlich. Immerhin seien hier mehr als eine Million Euro je Gruppe investiert worden. Der Betrieb eines einzigen Kindergartenplatzes koste im Jahr zwischen 8000 und 10.000 Euro. Die neue Leiterin der Einrichtung, Iris Henkel, ist sich sicher, dass man in Hünfeld erkannt hat, dass Bildung der sicherste Weg aus der Armut von Kindern sei. Wie sie bei der Vorstellung ihres Teams sagte, sei es gelungen, trotz des Fachkräftemangels ein gutes Team zu gewinnen. Gute Arbeitsbedingungen seien dabei sicher ein großes Plus gewesen. Sie dankte dem neuen Träger, aber auch Andreas Kapelle von der Stadtverwaltung und Stadträtin Grosch, die viel Zeit und Liebe bei diesem Projekt eingesetzt hätten. Auch dem Bürgermeister habe man stets anmerken können, wie sehr er sich für das Projekt begeistert habe.

Als Wahlkreisabgeordneter gratulierte Thomas Hering zu der neuen Einrichtung und Pfarrer Dr. Michael Müller nahm die kirchliche Segnung vor. Er sprach davon, dass die Gott die Menschen liebe und besonders die Kinder, an deren Vorbild Erwachsene sich orientieren könnten. Für die Eltern übergaben Yvonne Bott und Anna Buja einen Korb mit Salz und Brot sowie eine Zeitkapsel. Die Kinder hätten beste Bedingungen, um in der Einrichtung zu wachsen. Mit Liedern und Vorführen umrahmten die Schulanfängergruppen den offiziellen Teil. Im Anschluss fand ein großes Kinderfest statt, bei dem die Kinder auf der Hüpfburg des DRK toben konnten. Außerdem gab es eine Fahrzeugschau, Informationsstände des DRK, Kaffee und Kuchen sowie deftige Gerichte vom Verpflegungszug der DRK-Bereitschaft. +++ pm