Jede zweite Autobahntankstelle hat Schnellladestation für E-Autos

Langsame Ladestationen seien ärgerlich für alle

Ladesäule, E-Auto

Der Ausbau der Schnellladestationen für Elektro-Autos an Tankstellen geht nur langsam voran. Nur 219 von 430 Rastanlagen an Autobahnen sind mit Ladepunkten mit besonders schneller Ladeleistung von mindestens 150 Kilowatt (kW) ausgestattet. Das sind gerade mal 21 Standorte mehr als im vergangenen Oktober. Dies geht aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten und Vorsitzenden des Verkehrsausschusses im Bundestag, Cem Özdemir, hervor, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten.

Noch nicht mal jeder vierte Standort (94) der Autobahngesellschaft Tank & Rast erfülle bislang die Vorgabe der Bundesregierung im Zuge des Klimaschutzplanes, mindestens vier Ladepunkte mit schneller Leistung bis mindestens zum Jahr 2022 anzubieten. „Das Ausbautempo ist sehr gering“, kritisierte Özdemir. Immerhin müsse niemand Angst haben, mit dem E-Auto liegen zu bleiben, „weil es an den meisten der bewirtschafteten Rastanlagen Ladestationen gibt“, sagte Özdemir. Bundesweit sind rund 310.000 Elektroautos zugelassen – etwa 126 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Grünen-Politiker fordert den Bund als Konzessionsgeber für Tank & Rast auf, endlich mehr Tempo beim Aufbau der Ladestationen einzufordern. Andernfalls werde das Ziel des Masterplans, bis 2022 rund 50.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte einzurichten, komplett verfehlt.

„In der nächsten Legislatur müssen wir endlich einen Haken hinter die Antriebsfrage machen und entschlossen dafür sorgen, eine flächendeckende, schnelle und verbraucherfreundliche Ladeinfrastruktur aufzubauen.“ Langsame Ladestationen seien ärgerlich für alle, die im Sommer mit dem E-Auto an den Strand oder in die Berge wollen, sagte Özdemir: „Anstatt schnell am Ziel anzukommen, werden einige Urlauberinnen und Urlauber unnötig viel Zeit an den Rastanlagen deutscher Autobahnen verbringen müssen.“ +++

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