Hinter jedem Notruf steckt eine bewegende Geschichte

„Notruf Feuerwehr und Rettungsdienst, wo genau ist der Notfallort?“ Mit dieser nüchternen Formel beginnen zahlreiche Notrufdialoge jeden Tag. Und hinter jedem dieser Notrufe kann eine bewegende Geschichte stecken. Eine menschliche Tragödie wie ein schwerer Verkehrsunfall oder auch der Beginn eines Lebens bei einer einsetzenden Geburt.

Um den Notrufdialog schnell und zielgerichtet abzuwickeln, nutzt die Leitstelle Fulda die strukturierte Notrufabfrage. Nachdem der Notfallort ermittelt wurde, werden dem Anrufer Fragen nach der Atmung, dem Bewusstsein, Schmerzen oder erkennbaren Blutungen gestellt. Mit diesen Fragen wird der Umfang der notwendigen Hilfe eingeschätzt, also zum Beispiel ob ein Rettungswagen entsendet wird oder sogar ein Notarzt notwendig ist.

Noch während der Alarmierung des Rettungsdienstes wird der Anrufer durch den Einsatzbearbeiter zur Ersten Hilfe angeleitet. Denn die Anfahrt zur Notfallstelle dauert trotz Blaulicht und Sondersignal einige Minuten, die sich für den Anrufer deutlich länger anfühlen. Und diese Minuten gilt es zu nutzen, um beispielsweise eine Laienreanimation durchzuführen.

Aber wer sind die Menschen, die sich beim Notruf 112 am Telefon der Leitstelle melden? Einer von ihnen ist Martin Kohl, 50 Jahre alt, aus Kalbach. Der Familienvater hat sich nach annähernd 30 Jahren im Rettungsdienst des Landkreises Fulda und der Ausbildung zum Gruppenführer der Feuerwehr dazu entschlossen, die Perspektive zu wechseln und seine Erfahrung in der Leitstelle Fulda für alle Hilfesuchenden sinnstiftend am Telefon einzusetzen. Zusammen mit Martin Kohl leisten 16 weitere Einsatzbearbeiterinnen und Einsatzbearbeiter ihren Dienst in der Leitstelle Fulda zur Sicherstellung der medizinischen Notfallversorgung und zur Einsatzlenkung der Feuerwehren. In Wechselschicht sind sie an 24 Stunden und 365 Tagen im Jahr für Notrufe erreichbar. Zum „Tag des Notrufs“ am 11. Februar, soll an die diese (lebens-)wichtige Tätigkeit einmal erinnert werden. +++ pm