Gerhard Möller aus dem Amt des Oberbürgermeisters verabschiedet

Fulda. Am Freitag, den 14. August 2015, wurde im Fürstensaal des Fuldaer Stadtschlosses Gerhard Möller nach 12-jähriger Amtszeit, aus dem Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Fulda verabschiedet. Viele aus Politik und Wirtschaft und dem Öffentlichen Leben waren gekommen, um der Feierstunde im Stadtschloss beizuwohnen. Unter anderem erhielt Möller von der Hessischen Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) für seine außergewöhnliche Amtsführung den hessischen Verdienstorden. Für seinen Nachfolger Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) begann um 24:00 Uhr, mit dem Ende der „Ära Möller“, seine Amtszeit.

„Ein Wesensmerkmal von politischen Ämtern ist es, dass diese nur auf Zeit vergeben werden und sie irgendwann einmal zu Ende gehen. Heute ist der Tag gekommen, an dem wir unseren langjährigen Oberbürgermeister Gerhard Möller mit Wehmut verabschieden. Ich glaube kaum, dass heute irgendjemand im Saal ist, der von sich behaupten würde, dass er diese 12 Jahre erfolgreicher gestaltet hätte, als Gerhard Möller“, so Bürgermeister Dag Wehner (CDU) in seinen Begrüßungsworten. „Seine Familie - vor allem aber seine Ehefrau – bekommt heute einen herzensguten Menschen zurück, dem ich für die Zukunft Alles erdenklich Gute sowie Gottes reichen Segen wünsche; Vielen Dank für das herzliche Miteinder“, so Wehner weiter.

Einen Rückblick auf Möllers 12-jährige Amtszeit sowie sein kommunalpolitisches Wirken resümierte Stadtverordnetenvorsteherin Margarete Hartmann: „Meine sehr geehrten Damen und Herren, lieber Herr Möller, sehr verehrte Gäste. Ich möchte meine Dankesrede mit einem Zitat beginnen, welches unser ehemaliger Landrat Fritz Kramer nach Möllers Wahl zum Oberbürgermeister von Fulda, prägte: „Strauchdiebe aus der Stadt haben mir den besten Mann entführt.“ „Ein Zitat, welches ich, lieber Gerhard Möller, voll und ganz unterschreibe. Sie haben Fulda in ihren 12 Jahren als Oberbürgermeister weit nach vorn gebracht. Sie haben mit Ausdauer und Disziplin viel für die Stadt und die Region vollbracht; Im Zentrum ihres Handelns stand immer die Begegnung mit den Menschen, ihre Heimatverbundenheit, ihre Geradlinigkeit und Bodenständigkeit. Sie hinterlassen ihrem Nachfolger ein wohlgeordnetes Feld; Danke, dass sie unser Oberbürgermeister waren“, so Hartmann in ihren Dankesworten.

"Heute gilt es, einen begeisterten Kommunalpolitiker zu verabschieden“, so Justizministerin Eva Kühne-Hörmann, in ihren Begrüßungsworten. Es waren, sehr geehrter Herr Möller, unter ihrer amtspolitischen Führung 12 erfolgreiche Jahre für Fulda. Sie haben nicht nur viele innovative Projekte, viele Initiativen gestartet und initiiert, sondern auch umgesetzt. Die Bürger in Fulda konnten sich glücklich schätzen, einen solchen Oberbürgermeister, wie sie es diese 12 Jahre über waren, gehabt zu haben. Sie haben mit viel Detailwissen auf sämtlichen Gebieten überzeugt und haben es verstanden, all das auch umzusetzen. Die Zusammenarbeit mit Ihnen und dem Land, war neben einer permanenten Sachlichkeit, stets zielstrebig und konstruktiv, darüber hinaus - ihr kommunalpolitisches Wirken - mehr als vorbildlich. Herr Möller, ihre Amtszeit war beispielhaft und respekteinflößend und hat meine vollste Anerkennung“, so die Ministerin, diese Möller im Anschluss an ihre Rede, den hessischen Verdienstorden verlieh.

Weitere Grußworte richteten an Gerhard Möller auch Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez, der Präsident des Hessischen Städtetages und Oberbürgermeister der Stadt Kassel, Bertram Hilgen (SPD) sowie der Präsident der Industrie- und Handelskammer Fulda Bernhard Juchheim. „Lieber Herr Möller, sie haben mir und meinem Unternehmen immer ein Gefühl von Sicherheit gegeben - dafür meinen herzlichen Dank“, so Bernhard Juchheim. Sie haben den städtischen Haushalt nicht nur ausgeglichen, sondern auch ein Polster hinterlassen. Der wirtschaftliche Erfolg für die Region - ist auch ihr Erfolg. Sie konnten spontan „ja“ sagen, wenn sie es für sinnvoll hielten. Verbindlichkeit, Geradlinigkeit, Verlässlichkeit machten sie stets aus, dafür ein herzliches Dankeschön“, so der Fuldaer IHK-Präsident.

„Sehr geehrter Herr Möller, sie waren immer ein verlässlicher Garant zwischen Dom, Stadtschloss und Bischofshaus. Sie haben sich immer von ihrem christlichen Glauben, leiten lassen“, so Weihbischof Karlheinz Diez in seinen Grußworten. Ihr kommunalpolitisches Wirken, war stets kompetent und zuverlässig. Für sie, Herr Möller, stand immer der Mensch im Vordergrund – dafür meinen herzlichen Dank.

„Herr Möller ist bis heute das Gesicht des Hessischen Städtetages- er wusste immer, wovon er gesprochen hat, dabei war er stets ehrgeizig und ambitioniert – nie aber verbissen. In den Jahren unseres politischen Miteinanders, ist so etwas wie Freundschaft zwischen uns entstanden; Herzlichen Dank für die wundervolle Zusammenheit“, so Kassels Oberbürgermeister.

Landrat Bernd Woide (CDU) resümierte in seinen Dankes- und Abschiedsworten Möllers vorbildliches, kommunalpolitisches Wirken. „Es ist die Art und Weise, wie Herr Möller sein Amt ausübte. Hierzu möchte ich drei Elemente besonders herausheben: Das erste Element, was ihm anbehaftet, ist sein christlicher Glaube, das zweite, die Heimatliebe, das letzte, die Preußischen Tugenden, nach diesen Möller stets handelte“, so Woide.

„Lieber Herr Möller, Sie haben nicht nur Spuren in unserer Stadt hinterlassen, sondern hinterlassen diese auch in unseren Herzen“, bekundete gestern vor etwa 350 Gästen der Vorsitzende der CDU-Fraktion der Stadtverordnetenversammlung Gerhard Stollberg.

In seinen Dankesworten zeigte sich Gerhard Möller, gegenüber den vielen anerkennenden und lobenden Worten sowie den wunderbaren, beziehungsreichen Präsenten, nicht nur dankbar und bescheiden, sondern auch - ein Stück weit - verlegen. „Die Auszeichnungen des hessischen Verdienstordens macht mich etwas verlegen und ich muss mich fragen: Hab´ ich sie wirklich verdient?“, so Möller in seiner Abschlussrede. „Im Besonderen danke ich meiner Familie - allen voran, meiner Frau Michaela - für Alles, was sie die vielen Jahre über - nicht nur ertragen, sondern auch - getragen haben. Ganz besonderen Dank gilt meinen Sekretärinnen Petra Wejda und Gabriele Wilhelm, für die wunderbare Zusammenarbeit - daran kann man sehen-, dass auch der Vogelsberg „Glanzvolle Schätze“ hervorgebracht hat. Weiteren Dank gebührt meinem persönlichem Pressereferenten Michael Schwab, für die kollegiale, wunderbare Zusammenarbeit“, so der scheidende Fuldaer Oberbürgermeister. Auch dankte Gerhard Möller allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Stadtschlosses.

„Mein Traum ist in Erfüllung gegangen; Vor allem danke ich dafür meinem Schöpfer, denn ohne Gottes Hilfe, seinem Beistand und ohne seinen reichen Segen, wäre ein solches Amt zu führen, nicht möglich gewesen“, so Gerhard Möller abschließend. +++ fuldainfo | jessica auth

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5 Kommentare

  1. Menschlich sehr engagiert, fachlich aber leider immer wieder Opfer eines schlechten Beraters.
    Im Fuldaer Lokalblatt ist heute davon zu lesen, dass es bei einer weiteren städtische Beteiligung, der Biothan GmbH, gehörig stinkt. Nicht nur die organischen Abfälle riechen übel, sondern wohl auch die Gewinn- und Verlustrechnung.
    Bedrohliche Verluste bei Möllers und Burys übrigen Projekten wurden zunächst mit ähnlichen Zeitungs-Berichten bedacht.
    Ein Reporter berichtet von weiteren gravierenden Problemen bei der Biothan. Diese sind offenbar ganz grundsätzlicher Natur und basieren auf einem völlig falschen Anlagenkonzept.
    Fast gewinnt man den Eindruck, als würde unbeholfen versucht, den Grund für die Verluste den Bürgern in die Schuhe zu schieben, die "Störstoffe" wie Sand in die Biomülltonne bringen. Eine irre Vorstellung, dass Biotonnen keinen Sand oder Erdpartikel enthalten. Das Ansinnen ist völlig wirklichkeitsfremd und zeugt von einer Fehlplanung der gesamten Anlage!
    Da kommen einem gleich wieder die vielen anderen fragwürdigen Investments von Möller und Bury in Erinnerung, die zuerst glanzvoll beschrieben wurden und dann zu großen Verlusten führten.
    Kommunale Finanzen wurden so nachhaltig geschwächt.
    Ausbaden muss das jetzt Möllers Nachfolger.
    Mal sehen, ob Wingenfeld die Altlasten schnell beseitigen wird oder ob über Jahre weiter hohe Verluste gemacht werden, um vergangene Fehler zeitweise zu vertuschen!

  2. Nachtrag: Manchmal kann die Presseabteilung der Stadt Fulda auch mal fix sein ;-)

    Die Seiten über den Oberbürgermeister wurden zumindest aktualisiert.

    Na wenigstens ein Anfang ist gemacht ;-)

  3. Wenn man heute am Dienstag, den 18. August auf die Homepage der Stadt Fulda geht und nachschaut, wer OB ist, dann findet man dort immer noch Gerhard Möller:

    http://www.fulda.de/stadtverwaltung/stadtpolitik/oberbuergermeister.html

    Was demonstriert dies?

    Nun, es ist schittegal, wer dort steht, da sich für die Internetseiten der Stadt Fulda eh niemand interessiert.

    Ob da Hamberger, Rhiel oder jemand anderer steht oder ob in China ein Sack Reis umfällt - für die Pressestelle und die Verwaltung ist das völlig egal.

    Übrigens: Der Landkreis ist da eher up-to-date!

    Echte Bürgerbeteiligung werden wir auch unter dem neuen OB nicht wirklich erleben.

    Das zeigt schon, wie "gut" besucht das neue Windei der Stadt Fulda, die Seite http://fulda-informiert.de/ ist.

    Wieder so ein unausgegorenes Angebot, das niemanden hinterm Sofa hervorlockt.

    Oder die vielen "Rechtscheibfeler" auf den offiziellen Seiten bzw. in den Pressemitteilungen, die fleißig abgeschrieben werden. Kalter Kaffee!

    Oder schauen Sie sich mal die Zugriffszahlen der Videos des neuen Youtube Kanals der Stadt Fulda an:
    https://www.youtube.com/channel/UC4s9WIuHC07NBDaqmq195ww

    Berauschend, oder?

    Dabei gabs das schon mal mit dem Youtubekanal "stadtfulda":
    https://www.youtube.com/channel/UCkZQXS9peOQnnXVR0IVVyqQ

    Man hat eher den Eindruck, daß bei vielen im Stadtschloss das Internet noch gar nicht angekommen ist. Geschweige denn bei der Verwaltung.

    Übrigens sieht es beim Landkreis auch nicht viel besser aus:
    https://www.youtube.com/channel/UCeYC_hgl2qu60DmFd2qYRFQ

    Die Bürger interessiert es offenbar nicht.
    Na dann gute Nacht!

  4. ich glaube, dass ich ja schon einmal erwähnt hatte, dass ich die hiesigen medien beobachte und analysiere. die aktion verabschiedung ob hat dabei mein besonders interesse geweckt. wenn ich sehe was andere hier gemacht haben, sehe ich meinen berufsstand den bach runtergehen. was hier für ein müll über mehrere artikel verzapft wurde, geht auf keine kuhhaut. eine hiesige zeitung versuchte gar mehr abonnenten zu ködern. damit sowas gelingen kann, muss man erst einmal zu journalistischen basis zurückkehren. aber auch die beiden anderen hofberichterstatter haben den vogel abgeschossen. gehen sie bitte mal ein paar tage in den wald und denken darüber nach, was sie eigentlichen machen. viele unsinnige bilder alleine ersetzen keinen guten bericht. dass diese beiden portale hauptsächlich durch einen mann aus fulda gesteuert werden, liegt immer mehr auf der hand. schon die tatsache, dass ein fotoapperatbediener eines der portale, diesem mann möllers geschenk die treppen bis zum fürstensaal trug sagt alles. der klüngel in der domstadt ist wirklich alles beherrschend. gut dass es fdi gibt. ein toller artikel und ein gutes videointerview mit der person, die verabschiedet wurde. und diesem hat es auch sichtlich spass gemacht. hoffen wir, dass die menschen in osthessen, bald aus ihrem dornröschenschalf aufwachen.

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