Ganztagsbetreuung auf gleicher Augenhöhe – Schäfer unterstützt Forderung

Schlitz. Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer unterstützt als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Mitte des Hessischen Städtetages die Bereitschaft seiner Bürgermeisterkollegen, bei der Ganztagsbetreuung Verantwortung zu übernehmen. Als Ergebnis der Beratungen der Arbeitsgemeinschaft Mitte hatten die Bürgermeister erklärt, dass sie bereit seien, die Ganztagsbetreuung in unseren Grundschulen zu sichern oder zumindest dazu beizutragen.

Dazu gehöre aber, dass dieses Engagement auf gleicher Augenhöhe mit den Landkreisen verhandelt werden könne. Die Bürgermeister wörtlich: „Wir sind die Dienstleister unserer Bürger, nicht die Dienstleister unserer Landkreise.“ Hintergrund für die kreisangehörigen Bürgermeister ist die Umstand, dass sie ihren Beitrag für den von der Landtagskoalition ausgerufenen „Pakt am Nachmittag“ erbringen wollen. Mit diesem Pakt will die Landesregierung sicherstellen, dass die Grundschulkinder flächendeckend in Hessen bis 17:00 Uhr an den Grundschulen betreut werden. Träger der Grundschulen sind aber in Hessen, anders als in den meisten anderen Bundesländern, immer noch die Landkreise.

Die Bürgermeister erklärten, wenn sie sich denn schon für die Grundschulkinder einbringen würden, dann wollten sie auch die Konzepte erarbeiten und mit gestalten. Sie seien schließlich nicht die Erfüllungsgehilfen der Landkreise in deren Aufgabengebiet als Schulträger. Wenn die Gemeinden sich ein so wichtiges landesweites Ziel zueigen machten, dann sehen sie darin eine Pflicht gegenüber den Kindern, Eltern und dem Staat. Sich für den „Pakt am Nachmittag“ einzusetzen, sei von daher auch keine freiwillige Leistung.

Wie Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer erklärte, erbringe die Stadt Schlitz schon seit geraumer Zeit ihre Leistungen für die Betreuung der Schulkinder. Der Schülerhort werde auch im kommenden Schuljahr in gewohnter Weise seine Arbeit fortsetzen und für eine Betreuung der Grundschüler bis 17:00 Uhr sorgen. +++ fuldainfo