Fuldaer Weihnachtsmarkt: Mix aus Altbewährtem und Neuerungen

Nach den Vorjahren wird es auch in 2023 klangvoll 

Bei dem Fuldaer Weihnachtsmarkt setzen die Verantwortlichen in diesem Jahr auf einen Mix aus Altbewährtem und einigen Neuerungen. Das Konzept haben der Bürgermeister der Stadt Fulda, Dag Wehner (CDU) und der Leiter der Tourist Information der Stadt Fulda sowie Verantwortliche für das Stadtmarketing und der Wirtschaftsförderung, Dominik Höhl, heute im Fuldaer Stadtschloss bekanntgegeben.

Bürgermeister Dag Wehner

Wie in den vergangenen Jahren setzt die Stadt Fulda beim diesjährigen Weihnachtsmarkt auf ihren „Traditionellen Weihnachtsmarkt“ und seine fünf verschiedenen Themenmärkte, die sich auf einen Teil der Innenstadt verteilen. „Wir haben uns vor 10 Jahren für die Themenmärkte entschieden und damit gute Erfahrungen gemacht“, hob heute Dominik Höhl, Leiter der Tourist Information Fulda, hervor. Das Konzept habe sich bewährt und der Innenstadt in den vergangenen Jahren bis zu 800.000 Besucherinnen und Besuchern beschert. „Wir sind froh und dankbar, dass wir in diesem Jahr am 24. November unseren ‚Traditionellen Weihnachtsmarkt‘ mit seinen verschiedenen Untermärkten eröffnen können“, so heute Fuldas Bürgermeister Dag Wehner. Bis zum 23. Dezember wird der Weihnachtsmarkt in der Fuldaer Innenstadt wieder weihnachtliche Atmosphäre versprühen. Die Öffnungszeiten des Marktes können gegenüber dem Vorjahr, in diesem die Stadt die Öffnungszeiten aufgrund der Energiemangellage verkürzt hatte, wieder ausgeweitet werden. Die festen Öffnungszeiten des Marktes vom 24.11. bis 23.12.2023 mit Ausnahme des 26.11.2023 (Totensonntag) belaufen sich täglich von 11 bis 20 Uhr. Von Sonntag bis Donnerstag wolle man der Gastronomie die Möglichkeit geben, den Ausschank bis 21 Uhr zu gewähren. An den Tagen Freitag und Samstag soll sogar bis 22 Uhr ausgeschenkt werden. Damit kehrt die Stadt Fulda zu ihrer Regelung vor den Corona-Jahren zurück. In Anknüpfung an die Vorjahre rechnet die Stadt Fulda erneut mit Besucherzahlen zwischen 600 und 800.000.

Der Fuldaer Weihnachtsmarkt als wichtiger Wirtschaftsfaktor

Dominik Höhl

Der Fuldaer Weihnachtsmarkt ist nicht nur für die Schausteller und Budenbetreiber von großer wirtschaftlicher Bedeutung, sondern auch für die Stadt selbst, hob Bürgermeister Wehner heute hervor. So lag die Wirtschaftskraft in der Stadt Fulda in einem knappen Monat durch den Weihnachtsmarkt in den vergangenen Jahren hochgerechnet bei knapp 18 Millionen Euro (Tagesausgaben von 29,90 €/Person pro Weihnachtsmarktbesuch). Die gesamte Veranstaltungsfläche (Traditioneller Weihnachtsmarkt zuzüglich die fünf Themenmärkte) liegt bei circa 17.400 Quadratmetern. Als Eingangstor aus dem Barockviertel zum Weihnachtsmarkt begeistert auch in 2023 in der Friedrichstraße der Themenmarkt „Hüttenzauber“ mit künstlerischen Figuren und anderen weihnachtlichen Accessoires. Eine Einladung, in die anderen Themenmärkte einzutauchen. Auf ihm sowie dem Traditionellen Weihnachtsmarkt (Universitätsplatz, Jesuitenplatz sowie in der Straße „Unterm Heilig Kreuz“) warten in diesem Jahr 64 Aussteller auf. Der Traditionelle Weihnachtsmarkt (Universitätsplatz, Jesuitenplatz, im Bereich des Steinwegs und Unterm Heilig Kreuz) hat eine Gesamtfläche von circa 8.800 Quadratmetern und ist auch in diesem Jahr wieder mit einer Bühne ausgestattet. Veranstalter des Traditionellen Weihnachtsmarktes ist die Stadt Fulda. Mit dem Untermarkt „Hüttenzauber“ greifen die Verantwortlichen auf einen Themenmarkt zurück, der zu Pandemiezeiten etabliert worden war, um die Besuchermenge etwas zu „entzerren“.  Der Hüttenzauber erstreckt sich in der Friedrichstraße auf circa 1.500 Quadratmeter. Mit der Aufnahme in die Weihnachtsmarktsatzung, die ab 1. Januar 2024 gültig wird, besiegelt die Stadt Fulda ihre Beabsichtigung, diese Fläche auch zukünftig zu bespielen. 14 verschiedene Stände gibt es auf dem vor zwei Jahren etablierten Regio’Markt (Am Buttermarkt) zu erkunden. Im Innenhof des Vonderau Museums Fulda kommen auf dem „Mittelalterlichen Weihnachtsdorf“ (knapp 2.500 Quadratmeter) alle Mittelalterfans auf ihre Kosten. Zum Ensemble des Weihnachtsmarktes gehört ebenso der etwa 2.500 Quadratmeter große „Winterwald“ auf dem Platz „Unterm Heilig Kreuz“ der auch zwischen den Jahren bis zum 30. Dezember 2023 zum Verweilen einlädt. Veranstalter des Winterwaldes ist die „IG Friedrichstraße“. Die 18 Meter hohe Pyramide auf dem Herzstück Fuldas, dem Universitätsplatz, fungiert als „Wahrzeichen“ des Weihnachtsmarktes und wird auch in diesem Jahr wieder Besucherinnen und Besucher aus ganz Deutschland willkommen heißen. „Ein Fest für Kinder“ und alle jung gebliebenen Erwachsenen verspricht das Kinder-Weihnachtsland auf dem „Borgiasplatz“ (circa 600 Quadratmeter) zu werden. Auf ihm erwartet Groß und Klein ein abwechslungsreiches Programm. Neben dem nostalgischen Karussell und dem „Kinder-Riesenrad“ gibt es ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm.

Nach den Vorjahren wird es auch in 2023 klangvoll 

Neben dem vielseitigen Markttreiben werten auch in diesem Jahr unterschiedliche Weihnachts-Highlights den Fuldaer Weihnachtsmarkt auf. So findet beispielsweise auf dem Domvorplatz das große Fuldaer Weihnachtssingen mit den „Soundaholics“ statt. Bei diesem Format, das erst im vergangenen Jahr neu etabliert wurde, handelt es sich um ein gemeinsames Projekt der Kreuzkirche Fulda, der Citypastoral Fulda und dem Kulturzentrum Kreuz e.V. Termin für das Fuldaer Weihnachtssingen ist Samstag, der 16. Dezember, in der Zeit von 18 bis 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Und es bleibt klangvoll. Mit dem Programmpunkt „Gospel Christmas mit Weihnachtsimpuls“. Der Chor „Joyful“ wird mit Gospel-Klassikern in bekannt inspirierender Weise auf die Weihnachtszeit einstimmen. Pfarrer Stefan Bürger und Pfarrer Stefan Buß werden mit weihnachtlichen Impulsen berühren. Termin ist Sonntag, der 17. Dezember, von 16 bis 17 Uhr, auf dem Domplatz Fulda. Auch hier ist der Eintritt frei, Spenden wären erfreulich. Am 6. Dezember ab 17 Uhr ist der Nikolaus wieder auf dem Weihnachtsmarkt unterwegs und hat für alle Kinder, die brav waren, eine süße Überraschung während von der großen Weihnachtsbühne des Universitätsplatzes (Traditioneller Weihnachtsmarkt) Weihnachtslieder erklingen. „An den 29. Veranstaltungstagen werden wir insgesamt über 90 Darbietungen von Chören, Künstlern und verschiedenen Gruppen erleben können. Knapp ein Drittel von ihnen sind speziell auf Kinder und Familien zugeschnitten. Ich glaube, dass es uns damit gelungen ist, wieder ein attraktives Programm für unseren Weihnachtsmarkt zusammenzustellen“, so Bürgermeister Dag Wehner, der im besonderen Dominik Höhl sowie dem gesamten engagierten Team der Gewerbeabteilung herzlich für die Konzeption und Zusammenstellung dankte. Zusätzlich wird es im Kinder-Weihnachtsland 30 weitere Auftritte von Künstlern speziell für Kinder und Erwachsende geben.

Fuldaer Weihnachtsmarkt erzielt Top-Platzierung bei bundesweiten Rankings 

Stellten heute das Konzept des Fuldaer Weihnachtsmarktes 2023 vor: Bürgermeister Dag Wehner (links im Bild) und Dominik Höhl

„Für viele deutsche Städte hat der Fuldaer Weihnachtsmarkt Leuchtturmcharakter“, stellte heute Dominik Höhl im Rahmen der Pressekonferenz zum Fuldaer Weihnachtsmarkt 2023 heraus. So werde ihm aus anderen Städten unter anderem gespiegelt, dass es insbesondere die 18 Meter hohe Pyramide geschafft hat, auf Karten, Flyer, in Broschüren oder spezielle Reisekataloge aufzutauchen. So blickten inzwischen viele Städte nach Fulda, was dem Markt selbst deutschlandweite Aufmerksamkeit beschert. Und auch in bundesweiten Rankings für „Deutschlands beliebte Weihnachtsmärkte“ erzielt der Fuldaer Weihnachtsmarkt inzwischen Top-Platzierungen. Dominik Höhl: „Das freut uns in Fulda riesig und erfüllt uns auch mit ein wenig Stolz. Das ist vor allem das Verdienst einer tollen Gemeinschaftsleistung.“  Am 30. November wird Fulda eine Delegation aus den Niederlanden, die sich mit dem Thema „Regionalität“ auseinandersetzen und einen Besuch auf dem Regio’Markt planen, der sich genau mit dem Thema auseinandersetzt und Regionalen Erzeugern eine Bühne bietet. „Vielleicht sehen wir den Regio’Markt ja irgendwann in den Niederlanden; das würde uns freuen“, so Höhl. Eine Aufwertung erfährt der Fuldaer Weihnachtsmarkt in diesem Jahr auf dem Universitätsplatz. Die Imkerei Keidel aus Eiterfeld wird neben der Bühne eine Überdachung installieren, was die Aufenthaltsqualität noch einmal steigern soll. Neu in 2023 ist ebenso die Gin-Schaubrennerei. Und auch der Hüttenzauber in der Friedrichstraße wartet in diesem Jahr erstmalig mit einem historischen Karussell (Baujahr 1920) mit acht Metern Durchmesser auf. Die Besonderheit des historischen Karussells besteht darin, dass an der Dachkante Motive gezeigt werden, die mit Fulda in Verbindung stehen. Die Arbeiten des Familienunternehmens mit langer Tradition an den Motiven haben bereits in den Sommermonaten begonnen. Das Karussell zeigt sich sonst auf allen großen etablierten Märkten in Deutschland, „umso erfreulicher, dass es uns gelungen ist, die Schaustellerfamilie von Fulda zu überzeugen“, meint Höhl.

Neu auf dem Regio’Markt: Nelles Catering, nachhaltige Kindermode und Die Eisheiligen

Erstmalig wird es auf dem 2021 auf dem Fuldaer Weihnachtsmarkt etablierten „Regio’Markt“ 14 Hütten geben. Die Nachfrage von regionalen Erzeugern, sich und ihre Ware auf dem gut besuchten Weihnachtsmarkt zu präsentieren, wächst. Da kann es schon einmal passieren, dass einem Aussteller vorzeitig die Ware ausgeht, und er mit der Arbeit kaum noch hinterherkommt, wie Dominik Höhl heute von einem Krippenhersteller aus der Rhön berichtete, dem es vor einem Jahr so ergangen ist. Wohl ein Indiz dafür, dass der Regio’Mark als Schaufenster für nachhaltige und regionale Produkte bei heimischen Erzeugerinnen und Erzeugern und kleinen Manufakturen hervorragend ankommt. In diesem Jahr neu dabei sein werden „Die Eisheiligen“ mit einer winterlichen süßen Verführung, nachhaltig und regional hergestellte Kinderbekleidung sowie Nelles Catering, das man von der Landesgartenschau in Fulda 2023 her kennt. Aufgrund der enormen Anfragen von heimischen Erzeugern, die sich gerne auf dem Regio’Markt präsentieren wollen, ist man am Überlegen, ob man diesen nicht über den gesamten Fuldaer Weihnachtsmarkt ausweitet. Normalerweise läuft die Anmeldefrist Ende April aus. Zum ersten Mal wird auf dem Fuldaer Weihnachtsmarkt im Kinder-Weihnachtsland Kindern und Erwachsenden die „Weihnachtsgeschichte“ von Ingmar Süß und Kai Rossbach mit Projektionen auf die Galeria-Fassade dargeboten. Alt bewährt ist hingegen der „Super Shopping Friday“ am 24. November in der Fuldaer Innenstadt. Viele Händlerinnen und Händler und Gastronomen warten an diesem Tag mit speziellen Rabatten und Aktionen auf. Eine Diskussion, die bereits im vergangenen Jahr aufgekommen war, ob es vertretbar sei, den Weihnachtsmarkt bereits am 24. November und damit schon vor dem Totensonntag (26.11.) zu eröffnen, führte die Verantwortlichen zur Übereinkunft, dass dem Fuldaer Weihnachtsmarkt zur geplanten Eröffnung am Freitag, dem 24. November, stattgegeben werden könne. Am Totensonntag selbst wird der Markt jedoch geschlossen bleiben. Der Grund für die Vorzeitige Öffnung begründet Fuldas Bürgermeister Dag Wehner mit dem Fehlen eines für die Händler durchaus umsatzstarken Wochenendes. Waren diese während den Pandemie-Jahren besonders abgestraft. Besonderen Dank spricht Fuldas Bürgermeister Wehner den beiden großen Konfessionen aus, die mit in den Entscheidungsprozess mit eingebunden wurden und ihre Erlaubnis erteilten.

Nach Pandemie und Energieknappheit: Hohe GEMA-Gebühren als bitterer Wermutstropfen

Weihnachtssamples und adventliche Klänge gehören zweifellos zum Weihnachtsmarkt dazu. Selbstverständlich auch im barocken und Bistumssitz Fulda. Doch die stimmungsvollen Klänge, ganz gleich, ob von Chören live performt oder aus den Lautsprecherboxen kommen Veranstaltern zukünftig teuer zu stehen. Insbesondere neuere Titel sind im Gegensatz zu „echten Klassikern“ nicht rechtefrei, was bedeutet, dass bei ihnen das Urheberrecht greift und die GEMA Gebühren erhebt. Lagen die GEMA-Gebühren für den Fuldaer Weihnachtsmarkt in den Vorjahren zwischen 15.000 und 18.000 Euro, so wurden diese inzwischen auf bis zu 62.000 Euro angehoben. Die GEMA begründet dies mit einer neuen Berechnungsgrundlage. Die Tarife und Gebühren selbst haben sich dabei jedoch kaum erhöht. Ausschlaggebend für den Anstieg der Gebühren sei die Überprüfung der registrierten Veranstaltungsflächen. Mit einfachen Worten erklärt: Je größer und weitläufiger der Fuldaer Weihnachtsmarkt mit Bühnen und Beschallungsflächen, desto mehr zahlt Fulda an GEMA-Gebühren. Dennoch werde es für den Fuldaer Weihnachtsmarkt 2023 zunächst keine Veränderungen geben. Laut Bürgermeister Wehner, verhandele man – wie andere Städte auch – mit der GEMA.

Etwas Schönes: Erstmalig wurde in Anlehnung an den Fuldaer Weihnachtsmarkt mit Christbaum- und Schneekugeln ein Weihnachtsmarkt-Souvenir von Fuldaer Manufakturen gefertigt. Das Ideale Weihnachtsgeschenk fürs Familienmitglied oder Mitbringsel für alle „Daheimgebliebene“. Erhältlich ist die Christbaumkugel für 6,50 Euro/Stück in der Tourist Information Fulda. +++ jessica auth