Frauenbüro der Stadt Fulda empfiehlt Beratungsstellen in Corona-Zeiten

Hilfe bei Konflikten in Partnerschaft und Familie

In Zeiten von Ausgangsbeschränkungen, Kontaktsperren und allgemeiner Unsicherheit angesichts der Corona-Krise wachsen die Gefahren für Konflikte und Gewalt in Partnerschaft und Familie. Das Frauenbüro der Stadt Fulda gibt aus diesem Anlass Hinweise für Betroffene und empfiehlt Beratungsstellungen und Hilfsangebote.

Zum Hintergrund: Die Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus in Deutschland können nach Einschätzung von Experten zu erheblichen partnerschaftlichen und familiären Belastungen führen. Durch die Einschränkung des öffentlichen und sozialen Lebens verbringen viele Paare und Familien in diesen und den kommenden Wochen notgedrungen mehr Zeit denn je auf engem Raum. Unterstützende Einrichtungen wie z.B. Kindertagesstätten sind geschlossen. Die Betreuung der Kinder muss zu Hause realisiert werden. Hinzu kommen Existenzängste, soziale Isolation oder andere hohe (Arbeits-)Belastungen. Diese Situation kann zu Konflikten, Übergriffen und Gewalthandlungen in der Partnerschaft und Familie führen.

Zahlreiche Studien zeigen, dass ökonomische Krisen und sozialer Stress die Zunahme von Konflikten bis hin zu eskalierenden Situationen begünstigen. Aktuelle Berichte von Hilfsorganisationen und Polizei aus Wuhan in China während der Corona-Krise bestätigen einen erheblichen Anstieg von Fällen von häuslicher Gewalt. In China zeigt sich bereits jetzt, dass seit Inkrafttreten der Ausgangssperren Frauen doppelt so häufig wegen häuslicher Gewalt die Polizei rufen. Laut der Pekinger Frauenrechtsorganisation „Weiping“ hat sich die Zahl der Beschwerden von Betroffenen sogar verdreifacht. Das Frauenbüro und die Stadt Fulda möchten Betroffene und Bezugspersonen ermutigen, sich Unterstützung zu suchen. Fachberatungsstellen und andere Hilfseinrichtungen sind auch weiterhin telefonisch und online erreichbar und unterstützen im Einzelfall. Hier Kontaktdaten über wichtige Einrichtungen und Hilfsangebote. +++

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