Forsa-Umfrage: Linke zieht mit SPD gleich – AfD bleibt trotz leichter Verluste stärkste Kraft

Die politischen Kräfteverhältnisse im aktuellen Forsa-Trend bleiben weitgehend stabil, auch wenn sich innerhalb des Parteienspektrums leichte Verschiebungen zeigen. Während die Linke in der Wählergunst zulegt und erstmals mit der SPD gleichzieht, verliert die AfD geringfügig an Zustimmung, behauptet jedoch mit deutlichem Abstand ihre Position als stärkste politische Kraft.

In der wöchentlichen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Forsa für die Sender RTL und ntv erreichen sowohl die Linke als auch die SPD jeweils 12 Prozent. Die AfD verliert im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt und kommt auf 26 Prozent. Damit liegt sie weiterhin klar vor der Union, die unverändert 22 Prozent erreicht. Auch bei den übrigen Parteien ergeben sich keine Veränderungen. Die Grünen kommen auf 15 Prozent, die FDP auf 4 Prozent und das Bündnis Sahra Wagenknecht auf 3 Prozent.

Leichte Veränderungen zeigen sich bei der Frage, welcher Partei die Bürgerinnen und Bürger die größte Problemlösungskompetenz zutrauen. Die Union verbessert sich um einen Prozentpunkt auf 14 Prozent und liegt damit erstmals seit März wieder vor der AfD, der 12 Prozent diese Kompetenz zuschreiben – ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche. Jeweils 6 Prozent der Wahlberechtigten sehen die SPD und die Linke, die beide um einen Punkt zulegen, sowie die Grünen, die einen Punkt verlieren, am ehesten in der Lage, die Herausforderungen des Landes zu bewältigen.

Trotz dieser Verschiebungen bleibt das grundsätzliche Vertrauen in die politischen Parteien gering. Mehr als die Hälfte der Befragten, nämlich 53 Prozent, traut derzeit keiner Partei zu, die Probleme Deutschlands am besten zu lösen. Gegenüber der Vorwoche entspricht dies einem Rückgang um einen Prozentpunkt.

Auch die Bewertung von Bundeskanzler Friedrich Merz fällt weiterhin überwiegend kritisch aus. Nach der aktuellen Erhebung zeigen sich 15 Prozent der Bundesbürger mit seiner Arbeit zufrieden, ein Prozentpunkt mehr als zuletzt. Dagegen äußern sich 83 Prozent unzufrieden mit seiner Amtsführung, was einem Rückgang um einen Prozentpunkt entspricht. +++


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