Erwachsene Schülerinnen und Schüler der Musikschule im Blickpunkt

Musikalische und kulinarische Genüsse bei Projektkonzert

Ein besonderes Projektkonzert in den historischen Räumlichkeiten der „Alten Schule“ hat die erwachsenen Schülerinnen und Schüler der Musikschule der Stadt Fulda in den Blickpunkt gerückt – und zugleich musikalische und kulinarische Genüsse verschmelzen lassen. Natalia Geras, Klavierlehrerin der Musikschule und Ideengeberin des Projekts, ist es gelungen, viele engagierte Lehrkräfte (sowie natürlich auch deren Schülerinnen und Schüler) für dieses Projekt zu begeistern: Yvonne Roth-Wächter, Christina Mackenrodt, Carsten Rupp, Maksim Fedcenko-Pietsch, Siegbert Remberger sowie Martin Klüh. So entstand ein buntes Programm aus den Stücken verschiedener Epochen, gestaltet von Menschen aus ganz verschiedenen Berufe, die jedoch ein gemeinsam haben: ihre Liebe zum Musizieren.

Die Suche nach einem optimalen Auftrittsort war nicht einfach: „Wir wollten kein traditionelles Konzert auf der Bühne veranstalten“, erklärt Natalya Oldenburg, die Leiterin der Musikschule. „Eine familiäre Atmosphäre zu schaffen, wo sich jeder wohlfühlen kann und wo das Publikum und die Interpreten zusammenkommen können, ist unter dem hellen Rampenlicht einer normalen Bühne gar nicht so leicht möglich. Umso glücklicher waren wir, als das Team von der Alten Schule sich bereiterklärt hat, einen Abend mit uns gemeinsam zu gestalten“. In dem stilvoll gestalteten Saal fanden über 100 Personen Platz. Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Freunde, Verwandte und Bekannte genossen das Konzert und kulinarische Köstlichkeiten des Fuldaer Lokals.

Stefan Sevcik beeindruckte das Publikum mit seiner Interpretation von Gitarrenwerken des frühromantischen Komponisten Fernando Sor, Ingmar Jöhrens setzte mit einem Song von Reinhard Mey ein eindringliches Statement auf der Gitarre, gefolgt von Claudia Kümmel, die ebenfalls auf der Gitarre die „Danza del Sur“ von Erik Marchelie präsentierte. Sigrid Schäfer und Christina Mackenrodt präsentierten eine herrliche Traversflöten-Interpretation des französichen Barockmeister Joseph Bodin de Boismortier (1689-1755). Ulrike Gutberlet begeisterte mit ihrer Flöte zusammen mit Christina Mackenrodt (Klavier) in der „Berceuse“ von Gabriel Faure (1863-1919).

Die Vielfalt setzte sich fort, als Barbara Schlüssler-Fien mit Johannes Brahms‘ „Regenlied“ das Publikum verzauberte. Margot Schernewski und Maksim Fedchenko-Pietsch präsentierten eine eindrucksvolle Interpretation von J. C. F. Bachs Sonate G-Dur auf dem Cello. Die Sinfonietta Fulda brillierte mit einer kraftvollen Darbietung von Edvard Griegs „Holberg-Suite“. Gemeinsam mit Olga Klüh am Akkordeon schufen sie mit Stephan Roberts‘ „The Magical Toyshop“ eine wirklich magische Atmosphäre. Weitere Höhepunkte waren auch die Interpretationen von Saxophon-Werken des Filmkomponisten Michael Nyman durch Anja Böhm-Semrau, begleitet von Roland Stepan am Klavier. Martin Langsch (Saxophon) und Natalia Geras (Klavier) sorgten mit den Pop-Klassikern „Streets of London“ von Ralph McTell und „Killing Me Softly“ (komponiert von Charles Fox) für gute Stimmung. Manfred Kutter (Saxophon) und Natalia Geras (Klavier) präsentierten Hits wie „Mack The Knife“ von Kurt Weill und „Tequila“ von Chuck Rio mit großer Musizierfreude.

J. Brahms‘ „Sapphische Ode“ (op. 95, Nr. 4), präsentiert von Jürgen Wingenfeld (Saxophone) und Olga Klüh (Klavier), war ein bewusster Kontrast zu den vorherigen Stücken und unterstrich die große Bandbreite des Repertoires an diesem Abend, bevor Wingenfeld und Klüh schließlich als Trio – gemeinsam mit Gerhard Klink am Kontrabass – mit Astor Piazzollas „Libertango“ einen starken Abschluss setzte. Für die Zugaben sorgte das Saxophon-Ensemble unter der Leitung von Yvonne Roth-Wächter – ein perfekter Ausklang für einen Abend in herzlicher und stimmungsvoller Atmosphäre. +++ pm