Erneuerbare Energien bleiben im Netzgebiet der RhönEnergie auf Rekordniveau

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Die Energiewende kommt im Netzgebiet der RhönEnergie Gruppe weiter voran. Bereits zum dritten Mal in Folge stammte 2025 rechnerisch mehr als die Hälfte des in das Stromnetz eingespeisten Stroms aus erneuerbaren Energien. Gleichzeitig setzte sich der Ausbau der Photovoltaik mit unverminderter Dynamik fort: Rund 4.350 neue Solaranlagen gingen innerhalb eines Jahres ans Netz – ein Plus von nahezu 20 Prozent.

Im Netzgebiet der RhönEnergie Gruppe, das Kommunen in den Landkreisen Fulda, Hersfeld-Rotenburg, Main-Kinzig, Main-Spessart sowie dem Wartburgkreis umfasst, lag der Anteil erneuerbarer Energien am eingespeisten Strom bei 55,7 Prozent. Damit wurde das hohe Niveau des Vorjahres nahezu gehalten. 2024 hatte der Anteil noch bei 56,9 Prozent gelegen. Ausschlaggebend für den leichten Rückgang war die Witterung, durch die Windenergieanlagen weniger Strom erzeugten als im Vorjahr.

Insgesamt speisten Photovoltaik-, Wind-, Wasser- und Biomasseanlagen rund 605 Millionen Kilowattstunden Strom in das Netz der OsthessenNetz ein. Dem stand ein Stromverbrauch von 1,09 Milliarden Kilowattstunden gegenüber. Daraus ergibt sich ein Anteil erneuerbarer Energien von 55,7 Prozent – nahezu identisch mit dem bundesweiten Durchschnitt von 55,8 Prozent.

Die tatsächliche Bedeutung erneuerbarer Energien in der Region fällt jedoch noch höher aus. In der Berechnung nicht berücksichtigt ist der Solarstrom, den Haushalte und Unternehmen direkt selbst verbrauchen, ohne ihn in das öffentliche Netz einzuspeisen. Ebenso enthält der von außerhalb bezogene Strom einen Anteil erneuerbarer Energien. Nicht Teil der Auswertung sind zudem die Stadt Hünfeld sowie die Ulstertal-Kommunen Tann, Hilders und Ehrenberg, da sie nicht oder nur teilweise zum Netzgebiet der RhönEnergie gehören.

Ein Blick auf die einzelnen Energiequellen zeigt regionale Unterschiede. Während im gesamten Netzgebiet die Windkraft weiterhin den größten Beitrag zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien leistet, liegt im Landkreis Fulda die Photovoltaik an der Spitze. Die dort installierten 20.260 Solaranlagen erzeugten rund 194 Millionen Kilowattstunden Strom. Die 29 Windenergieanlagen kamen auf rund 173 Millionen Kilowattstunden.

Besonders deutlich wird der Fortschritt der Energiewende in einzelnen Kommunen. Mehrere Orte erzeugten bereits deutlich mehr erneuerbaren Strom, als sie selbst verbrauchten. Spitzenreiter war Eiterfeld mit einem Selbstversorgungsgrad von 437 Prozent. Burghaun erreichte 207 Prozent, Rasdorf 141 Prozent und Hosenfeld 110 Prozent. Maßgeblich für den hohen Wert in Hosenfeld ist das Biomassekraftwerk in Hainzell. Hofbieber kam mit knapp 100 Prozent nahezu auf eine vollständige Versorgung aus erneuerbaren Energien.

Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung bleibt der Ausbau der Photovoltaik. Innerhalb eines Jahres stieg die Zahl der Solaranlagen im gesamten Netzgebiet von rund 22.300 auf 26.700. Im Landkreis Fulda wurden Ende 2025 die meisten Photovoltaikanlagen in der Stadt Fulda registriert. Dort wuchs die Zahl auf 3.913 Anlagen nach 3.185 im Vorjahr. Es folgen Künzell mit 1.654 Anlagen, Eichenzell mit 1.573, Petersberg mit 1.566, Neuhof mit 1.357, Großenlüder mit 1.234, Eiterfeld mit 1.084 sowie Hofbieber mit 1.015 installierten Photovoltaikanlagen.

„Auf dem Weg zu dem Ziel, immer weniger CO₂ zu produzieren, ist das eine gute Entwicklung“, sagt Martin Heun, Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie Gruppe. „Unsere Netzgesellschaft OsthessenNetz schafft die Voraussetzungen dafür, dass immer mehr Anlagen für erneuerbare Energien an das Stromnetz angeschlossen werden können. Sie sorgt dafür, dass der erzeugte Strom sicher ins Netz eingespeist und zuverlässig verteilt wird.“

Die Zahlen verdeutlichen, dass der Ausbau erneuerbarer Energien längst nicht mehr allein eine Frage zusätzlicher Erzeugungsanlagen ist. Mit jeder neuen Photovoltaikanlage steigen zugleich die Anforderungen an die Stromnetze. Die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur wird damit zu einer entscheidenden Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende.

Vor diesem Hintergrund setzt die RhönEnergie Gruppe ihren Investitionskurs konsequent fort. Bis 2030 will das Unternehmen mehr als 360 Millionen Euro investieren. Rund 100 Millionen Euro fließen in eigene Wind- und Solarparks. Deutlich mehr als 100 Millionen Euro sind für den Ausbau der Stromnetze vorgesehen, damit die wachsenden Mengen erneuerbarer Energie sicher aufgenommen und zuverlässig zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern transportiert werden können. +++


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