
Die Bergwacht-Bereitschaft Wasserkuppe kann ihre Ausrüstung für Einsätze in unwegsamem Gelände weiter verbessern. Die Sparkasse Fulda unterstützt die Anschaffung von drei neuen Notfallrucksäcken mit einer Spende in Höhe von 1.500 Euro. Übergeben wurde die Förderung am Gipfel der Milseburg durch den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Fulda, Horst Habermehl, an das Vorstandsteam des Fördervereins der Bergwacht.
Wer Menschen abseits von Straßen und Wegen im Ernstfall helfen will, benötigt neben einer fundierten Ausbildung auch eine professionelle Ausrüstung. Gerade in der Rhön sind die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Bergwacht regelmäßig unter schwierigen Bedingungen gefordert. Vor der Kulisse ihres Einsatzgebietes würdigte Habermehl das Engagement der Helfer und bezeichnete die Unterstützung zugleich als Dank für deren verlässlichen Einsatz. Die Rhön könne sich glücklich schätzen, auf die Bergwacht zurückgreifen zu können, wenn es zu Unfällen und Verletzungen im Gelände komme. Schnelle und effiziente Hilfe stelle dort eine besondere Herausforderung dar.
Wie Julian Heil, Kassenwart des Fördervereins, berichtete, leisten die Freiwilligen der Bergwacht-Bereitschaft Wasserkuppe jährlich rund 11.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden. Die Einsätze verlangen häufig große Erfahrung und ein hohes Maß an Umsicht. Das gilt insbesondere bei Kletterunfällen an der Steinwand oder wenn Gleitschirmflieger nach missglückten Landungen in den Baumwipfeln rund um den höchsten Berg Hessens gerettet werden müssen.
Die Bergwacht Hessen ist seit Ende der 1950er-Jahre als Fachdienst in das Deutsche Rote Kreuz integriert. Kurz darauf wurde die Bereitschaft Wasserkuppe gegründet. Zunächst war sie im Poppenhausener Ortsteil Sieblos stationiert, bevor sie 1970 ihren Standort direkt auf die Wasserkuppe verlegte. In den Anfangsjahren standen vor allem Einsätze für verunglückte Skifahrer auf der Märchenwiese im Mittelpunkt. Inzwischen reicht das Aufgabenspektrum deutlich weiter. Heute werden die Einsatzkräfte unter anderem zu Kletterunfällen sowie zu Einsätzen für Mountainbiker, Paraglider, Snowboardfahrer und Skilangläufer alarmiert. Im vergangenen Jahr rückte die Bergwacht zu nahezu 80 Einsätzen aus.
Derzeit versehen 17 aktive Einsatzkräfte sowie drei Notärzte ihren Dienst auf der Wasserkuppe – sämtlich ehrenamtlich. Während der Sommermonate ist die Bereitschaft an Wochenenden und Feiertagen besetzt, im Winter während des Skibetriebs täglich.
Die Sparkasse Fulda hat die Bergwacht-Bereitschaft in der Rhön bereits mehrfach unterstützt. In den vergangenen Jahren förderte sie unter anderem die Anschaffung eines Spezialeinsatzfahrzeugs mit Allradantrieb sowie die Beseitigung eines Wasserschadens in der Rettungswache auf der Wasserkuppe. +++
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