„Eibe“-Projekt: Einstieg in Berufs- und Arbeitsleben erleichtern

Fulda. Der Übergang von der Schule in den Beruf ist nicht immer einfach. Um den Schülern den Einstieg in das Arbeitsleben zu erleichtern, bieten viele Berufsschulen das Programm „Bildungsgang zur Berufsvorbereitung“ an. Innerhalb dieses Programms kümmert sich das Projekt „Eingliederung in die Berufs- und Arbeitswelt“ (EIBE) vor allem um jene Schüler, die keinen Hauptschulabschluss haben oder trotz Hauptschulabschluss keine passende Ausbildungsstelle finden konnten.

Auch an der Eduard-Stieler-Schule in Fulda wird das Programm „Bildungsgang zur Berufsvorbereitung“ angeboten. „Wir sind von Beginn an mit beachtlichen Erfolgen dabei“, berichtet der zuständige Abteilungsleiter Thomas Willert. Insgesamt 20 Lehrer und drei Sozialpädagoginnen arbeiten momentan an der Eduard-Stieler-Schule eng mit den betroffenen Schülern zusammen, um ihnen zu einem Schulabschluss und einer Ausbildungsstelle zu verhelfen. Finanziert wird das Programm unter anderem durch Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds.

„Zu Beginn des Schuljahrs können die Schüler in die verschiedenen berufsbildenden Unterrichtszweige hineinschnuppern und sich am Ende der ersten Woche für eine Fachrichtung entscheiden“, erklärt Willert. An der Eduard-Stieler-Schule erhalten sie Einblicke in die Bereiche Gartenbau, Ernährung und Hauswirtschaft, Wirtschaft und Verwaltung oder Körperpflege. Haben die Schüler sich schließlich für einen Bereich entschieden, beginnt die eigentliche Arbeit. In enger Abstimmung mit der Agentur für Arbeit vermittelt die Schule den Schülern geeignete Praktika, berät sie in der Gestaltung ihrer beruflichen Laufbahn und steht auch für private Fragen und Probleme bereit.

Momentan nehmen insgesamt 48 Schülerinnen und Schüler der Eduard-Stieler-Schule an dem Projekt teil. Neben dem Ziel, schulische Inhalte zu vermitteln und die Schüler beim Ein-stieg in ihr Berufsleben zu begleiten, sollen vor allem sogenannte „überfachliche Kompetenzen“ gefördert werden, die in der Arbeitswelt durchaus von Nutzen sein können. Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Selbstständigkeit – die Schüler erfahren neben der rein schulischen Förderung auch eine intensive pädagogische Betreuung.

„Den Unterricht gestalten wir so, dass prinzipiell jeder mithalten kann. Dabei ist es uns besonders wichtig, auf mögliche Sprachprobleme Rücksicht zu nehmen“, meint Willert. Die Schüler, die an dem Programm teilnehmen, sind zwischen 15 und 19 Jahre alt. Die große Altersspanne macht es für Schüler und Lehrer nicht unbedingt leichter. Doch am Ende des Schuljahres freuen sich sowohl Schüler als auch Lehrer über jeden erfolgreichen Abgänger, dem der Einstieg in das Berufsleben oder in eine weiterführende Schulform gelungen ist. +++ fuldainfo | akr/was/gi