Drei Weißstorchpaare nisten im Bereich von Niederaula

Oberhalb von Solms befindet sich dieses Storchennest. Ein Altvogel hatte gerade Futter herbei geschafft.

Schlitz/Niederaula. Auf Einladung eines Naturfreundes hat unser Mitarbeiter am Fronleichnamstag an einer Fahrt in das Fuldatal bei Solms und Kerspenhausen teilgenommen, um zwei der drei in diesem Bereich des Fuldatales besetzte Storchennester aus einer gewissen Entfernung zu besuchen. In beiden Nester befanden sich je drei Jungstörche, von denen heute möglicherweise schon drei ausgeflogen sind, denn sie waren in ihrer Größe von den Elterntieren optisch kaum noch zu unterscheiden.

In diesem Bereich hatte 1989 zum ersten Mal in Hessen ein Weißstorchenpaar drei Junge erfolgreich aufgezogen. Und erst im vergangenen Jahr wurden dort gleich drei der inzwischen errichteten Nisthilfen angenommen, und alle Storchenpaare konnten ihre Jungen aufziehen. Im Juni 2013 hatte die Hersfelder Zeitung darüber wie folgt berichtet: Niederaula ist jetzt die storchenreichste Gemeinde im Kreis Hersfeld-Rotenburg. Wie man sieht, brüten drei Weißstorchpaare in Niederaula, sie ziehen insgesamt acht Junge auf.

Der Horst bei Niederaula-Solms wurde erst im März dieses Jahres vom NABU Bad Hersfeld errichtet. Auch hier sind drei Junge im Horst. Außer den Weißstörchen suchen auch Schwarzstörche in der Fuldaaue bei Niederaula Nahrung. Die vor 30 Jahren in der Fuldaaue bei Niederaula begonnenen Renaturierungen zeigen jetzt deutliche Erfolge. Durch die enge Zusammenarbeit von Naturschutzverbänden, Naturschutzbehörden, der Gemeinde Niederaula, Kreisbehörden, Flurbereinigung, Landesumweltamt und Eon war die Ausgestaltung vieler Projekte möglich.

Es gelang, das Nahrungsangebot für die Störche wesentlich zu verbessern. Auch die Stromleitungen, die ihnen gefährlich werden könnten, wurden als Kabel unter die Erde gelegt. Wie zurzeit aktuell berichtet wird, sollen auch im Schlitzerland drei Nisthilfen mithelfen, dass es unter Umständen möglich werden kann, dass die häufig im Fuldatal anzutreffenden Weißstörche diese annehmen und eventuell für Nachwuchs sorgen. Es wäre sicher nicht nachteilig, wenn man von den Erfahrungen der dortigen Naturschutzverbände auch bei uns partizipieren könnte. Im Schlitzerland gibt es bereits im Fuldatal bei Queck und im Bereich der Breiten Ecke erfolgreiche Renaturierungen, und wie zu lesen war, ist eine ähnliche Maßnahme an der Fulda bei Üllershausen geplant, die durchaus hoffen lassen. +++ fuldainfo – hans schmidt