Dr. Thomas Sitte mit Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet

Herausragendes ehrenamtliches Engagement für die Palliativmedizin

Dr. Thomas Sitte (65)

Der Fuldaer Palliativmediziner und Vorstandsvorsitzende der Deutschen Palliativ Stiftung, Dr. Thomas Sitte (65), ist gestern in Fulda im Beisein von über 200 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden. Neben Freunden und der Familie, waren auch langjährige Weggefährten und Kollegen zur Verleihung ins Stadtschloss gekommen. Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) hieß die Anwesenden im Namen des Magistrats – unter ihnen die Erste Bürgerin der Stadt, Stadtverordnetenvorsteherin Margarete Hartmann (CDU), ihr Stellvertreter, Dr. Thomas Bobke (SPD/Volt), sowie Fuldas Bürgermeister und Sozialdezernent, Dag Wehner (CDU), – willkommen.

Besonders begrüßt wurde die Familie des Geehrten, allen voran Ehefrau Dr. med. Edelgard Ceppa-Sitte. Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld freute sich, zahlreiche Repräsentanten der Deutschen Palliativ Stiftung aus dem Haupt- und Ehrenamt sowie Mitglieder des Stiftungsrats und der Förderstiftung willkommen heißen zu dürfen. Stellvertretend für den Stiftungsrat der Deutschen Palliativ Stiftung wurde Stiftungsratsvorsitzender Dr. med. Hubert Schindler sowie Professor Dr. iur. utr. Carsten Schütz als sein Stellvertreter willkommen geheißen. Auch waren zahlreiche Mitglieder des Ärzteverbundes „Gesundheitsnetz Osthessen“ der Einladung in den Fürstensaal gefolgt. Hierfür stellvertretend Dr. med. Jörg Simon vom Aufsichtsrat des Verbundes willkommen geheißen wurde. Eigens für die Verleihung an Sitte nach Fulda angereist war auch der ehemalige Präsident der Landesärztekammer Hessen, Ehrenpräsident Dr. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach. Neben Mitgliedern des Fuldaer Stadtparlaments befand sich die Industrie- und Handelskammer (IHK) Fulda mit dem Präsidenten Dr. Christian Gebhardt, der mit seiner Gattin der Feierstunde beiwohnte, und IHK-Hauptgeschäftsführer, Michael Konow, unter den Gästen. Für die Kirche wurde Pfarrer Stefan Bürger von der evangelischen Kreuzkirche Fulda besonders begrüßt sowie für die Komturei Fulda Hans Jürgen Dröge als leitender Komtur des Ritterordens, dem die Familie Sitte angehört. In seiner Rede stellte Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld den Menschen Thomas Sitte vor. 1958 in Oberlemp bei Aßlar im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis geboren und aufgewachsen, „ist Ihnen Dr. Thomas Sitte als geschätzter und den Menschen zugewandter Mediziner bekannt“, so der OB. Seit seinem Studium der Humanmedizin in Bochum, Bonn, Würzburg und Berlin praktiziert Sitte als Arzt. Er ist Facharzt für Anästhesiologie, spezielle Schmerztherapie, manuelle Therapie, Palliativmedizin, Notfallmedizin, Tauchmedizin und Sportmedizin. Allein die Zahl der Facharztqualifikationen beschreibe nach Wingenfeld „eine ganz besondere Vielfalt“, die Herrn Dr. Sitte auszeichnet.

Frühes ehrenamtliches Engagement

Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld

„Als Mediziner praktizierte er u.a. in Berlin, Nordhorn (Niedersachsen), Lauterbach (Vogelsbergkreis), Fulda und – was nach meiner Ansicht auch für das globale Denken von Dr. Thomas Sitte spricht – für einige Monate in Quito in Ecuador (Südamerika) Ende der 80er Jahre.“ In seiner Laudatio ging Oberbürgermeister Wingenfeld auf die Bedingungen für eine Vergabe eines Bundesverdienstordens ein, für die nicht etwa die „Erfüllung einer Berufspflicht“ entscheidend sei als vielmehr das unter großem persönlichem Einsatz über viele Jahre hinweg ausgeübte Ehrenamt unter Zurückstellung eigener Interessen. So habe sich Sitte auch für das Ehrenamt der Stadt Fulda verdient gemacht. Von  1997 und 1998 wirkte er beispielsweise als Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Kämmerzell. Hier war er auch an der Gründung der Jugendfeuerwehr beteiligt. 1997 wurde er zum Feuerwehrmann befördert. In den Jahren 2001 bis 2007 wirkte er als Feuerwehrarzt. „Dies ist bezeichnend für die große Klaviatur Ihres Wirkens als nahbarer Mensch, der sich in die örtliche Gemeinschaft einbrachte und einbringt“, hob gestern Oberbürgermeister Wingenfeld hervor, der herausstellte: „Das Fundament Ihres so umfangreichen ehrenamtlichen Wirkens, das auch in ihrer Zeit bei den Pfadfindern geprägt wurde, liegt in Ihrer Biografie.“

Wingenfeld weiter: „Die Auszeichnung am heutigen Tag durch den Bundespräsidenten ist Ihre beeindruckende ehrenamtliche Wirkung für die Weiterentwicklung für die Palliativmedizin. So hat Herr Sitte nicht nur seine eigenen beruflichen Interessen hinten angestellt, sondern Sie haben bisweilen Ihre berufliche Existenz riskiert und damit etwas getan, was sicherlich nur wenige Menschen im Sinne ihrer Überzeugung tun würden. Thomas Sitte hat ein enormes Interesse daran, die Lebensbedingungen, insbesondere am Lebensende, zu verbessern und hat hier sehr, sehr viel riskiert für sich selbst – aber auch für seine Familie.“ An den Geehrten gerichtet, sagte Wingenfeld: „Sie haben nicht nur medizinisches, sondern auch rechtliches Neuland beschritten mit einem hohen Risiko.“ Vor dem Hintergrund eines Verfahrens seien dem Palliativmediziner vor allem die Worte eines Staatsanwaltes in Erinnerung geblieben, der sagte: „Wir als Richter und Staatsanwälte müssen die Gesetze anwenden; Sie als Bürger sind dafür zuständig, dass Gesetze geändert werden.“ Nach dem Fuldaer Oberbürgermeister ist dies ein sehr denkwürdiger Satz, der viel Raum für Interpretation offeriere. Wingenfeld: „Kann sich die Justiz wirklich nur auf die Rolle der Gesetzesanwendung berufen oder ist dieser Satz nicht auch Ausdruck einer durchaus problematischen Tendenz in unserer Gesellschaft? Wir sind alle gut darin, Gründe dafür zu finden, warum wir für eine Sache vielleicht nicht zuständig sind, und daher eine Entscheidung fällen müssen oder aber wir vielleicht der falsche Adressat sind, um wirklich unterstützen zu können.“

Wingenfeld weiter: „Natürlich hat aber auch die Rechtsprechung die Möglichkeit, die Rahmenbedingungen zu verändern…Dieser Satz mag aus dem Kontext genommen vielleicht auch etwas falsch verstanden werden, aber ich denke, dass es wichtig ist, dass es Menschen gibt, die Verantwortung übernehmen; und das haben Sie, Herr Sitte, getan und Sie tun es weiterhin. Und das ist der Grund, warum wir Sie heute mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande auszeichnen dürfen. Seit Jahrzehnten engagieren Sie sich in herausragender Weise im Bereich der Hospizarbeit und der Palliativmedizin. Durch Ihre Tätigkeit als Palliativmediziner und Schmerztherapeut haben Sie in vielen Jahren die Erfahrung gesammelt, dass schwerstkranke Patienten an ihrem Lebensende auch oft gegen ihren Willen und den ihrer Angehörigen ins Krankenhaus eingewiesen werden, weil es keine andere Möglichkeit gibt. Und um diesen Weg möglichst zu vermeiden, entstand die Idee, die Schmerzmittelvergabe vergleichsweise unkompliziert zu verabreichen, wodurch schon nach kurzer Zeit die Krankenhauseinweisungen massiv reduziert werden konnten. Und diese Idee, die vor einigen Jahren noch als neu und ungewöhnlich und euphemistisch beschrieben erschien, findet mittlerweile weltweit Verwendung in der Palliativmedizin. Im Grunde ist es auf Ihr Engagement zurückzuführen, dass das Betäubungsmittelgesetz und somit die Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) geändert wurde und Ärzte vergleichsweise rechtssicher schwerkranke Patienten versorgen können, ohne eine Strafverfolgung befürchten zu müssen. In diesem einen Satz klingt sehr viel Sprengstoff an, der diese stete Gratwanderung beschreibt, die Sie insbesondere durchgangen sind, ja und im wahrsten Sinne des Wortes auch erlebt haben.“

Gründung der Deutschen Palliativ Stiftung in 2010

Und so kam es, dass der anfangs noch unkonventionelle Weg der Schmerzmittelverabreichung an schwerkranke Patientinnen und Patienten durch die Nase den Weg für die Deutsche Palliativ Stiftung, deren Sitz bis heute in Fulda ist, ebnete, diese Dr. Thomas Sitte im Jahr 2010 zusammen mit sieben weiteren Gründungsmitgliedern aus der Taufe hob. Bis heute fungiert Sitte als deren Vorstandsvorsitzender. Über ein Jahr bekleidete Sitte dieses Amt unentgeltlich in Vollzeit und arbeitet bis heute Tag für Tag daran, die Themen Hospizarbeit und Palliativversorgung voranzubringen. In schwierigen Zeiten als es nicht gut um die Deutsche Palliativ Stiftung stand, finanzierte Sitte die Stiftung zeitweise aus eigenen finanziellen Mitteln. „Auch die Kommunen im Landkreis sowie die Stadt Fulda sind Ihnen, Herr Sitte, zu vielerlei Dank verpflichtet. Bis hin zur Landesebene und insbesondere bis zur Ebene der Bundesgesetzgebung – ich darf Ihnen an dieser Stelle ausdrücklich die Grüße des ehemaligen Bundesgesundheitsministers Hermann Gröhe und unseres Bundestagsabgeordneten Michael Brand überbringen – haben Sie, Herr Sitte, maßgeblich dazu beigetragen, die Palliativmedizin weiterzuentwickeln“, so Wingenfeld in seiner Laudatio. Nach Wingenfeld sei die Palliativmedizin ein Thema, das keine nationalen Grenzen kenne, sondern nur den Menschen weltweit in den Blick nehme.

So sei es Dr. Sitte ein besonderes Anliegen – so heißt es in der Begründung an den Bundespräsidenten zur Verleihung – „alle Menschen“ über die Möglichkeiten der palliativen Versorgung aufzuklären und ihnen entsprechenden Zugang zu den jeweils notwendigen Informationen zu gewähren. Nach Wingenfeld sei es von „unschätzbarem Wert“, dass Dr. Sitte immer wieder den Versuch unternommen hat, Anregungen und Impulse, die Palliativmedizin betreffend, in unterschiedliche Sprachen übersetzen zu lassen, um damit möglichst viele Nationalitäten zu erreichen. Beeindruckend sei es, wie Sitte den oftmals schwerfälligen und mühseligen Weg über die verschiedenen Institutionen über Jahrzehnte hinweg auf sich nahm; so waren schwierige Gespräche mit kassenärztlichen Vereinigungen, Gesundheitsministerien der Länder wie des Bundes erforderlich, um in dieser Weise voranzukommen, wie es Herrn Sitte gelungen ist. Dabei gehe es nicht um „abstrakte Lobbyarbeit im Sinne von Gesetzeserneuerungen, „sondern Ihnen ginge es – neben der Veränderung der rechtlichen Rahmenbedingungen – auch immer ganz konkret darum, ansprechbar für die Menschen zu sein“, so der OB. Nach seiner Laudatio verlieh Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld stellvertretend für den Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Frank-Walter Steinmeier (CDU), das Bundesverdienstkreuz am Bande an Dr. Thomas Sitte. Die hohe Auszeichnung durch den Bundespräsidenten erfülle ihn mit Demut und Dankbarkeit, so der 65-jährige Humanmediziner in seiner Erwiderung. Normalerweise halte er Reden lieber frei, für gestern jedoch hatte er sich – der Nervosität wegen – aber ein paar Dinge aufgeschrieben.

Prägung durch Elternhaus

„Ich bin vorhin etwas aufgeregt gewesen und muss sagen, dass ich tief berührt bin“, so Dr. Sitte am Montag kurz nach der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande an seiner Person. Und dann tat der Mediziner etwas, mit dem sicher niemand der Anwesenden gerechnet hätte und in einem solchen Rahmen erst einmal ungewöhnlich ist. Vor dem Hintergrund des Totensonntags am vergangenen Sonntag, dem 26. November 2023, bat Sitte die Menge im Fürstensaal, im Gedenken an die Verstorbenen, sich für einen Moment von ihren Sitzplätzen zu erheben, diesem Wunsch die Gäste sehr gerne nachkamen. „Herr Wingenfeld, Ihre lobenden Worte ehren mich sehr; ich werde ein wenig ehrfürchtig, wenn ich höre, was für ein furchtbar guter Mensch ich bin. Aber ich bin auch ein Mensch mit Ecken und Kanten und darüber haben Sie wirklich sehr freundlich hinweggesehen“, so Sitte am Montag in Fulda. „Alle, die mich kennen – und das sind hier wahrscheinlich die Allermeistern, wissen sehr genau, was auch nicht gesagt wurde. Warum konnte ich über all die Jahre eigentlich so engagiert sein? Es stimmt sicherlich, dass ich nicht über, aber schon sehr engagiert bin, und ich habe einfach oft gesehen, was noch getan werden muss und bin dem gefolgt. Und dabei habe ich oft eine sehr große Unterstützung erfahren, aber längst nicht von allen. Gerade, wenn die Luft dünn wird, erkennt man, wie viele Freunde man tatsächlich hat. Und das waren meist doch diejenigen, die eine unglaublich hohe Kompetenz auszeichnet und von einem sehr, sehr großen Engagement geprägt waren.“ Alles, was er sei, habe er seinem Elternaus zu verdanken. Besonders geprägt habe ihn, seine Herkunft und dass er in demselben Bett wie auch seine Mutter geboren wurde, wie Sitte gestern verriet. Auch sein Patenonkel „Ehrhard“, gestern mit seiner Ehefrau Ursula anwesend, kam in dem Bett zur Welt. „Ich finde, das ist etwas Besonderes“, so Sitte. Von seiner ursprünglichen Herkunftsfamilie wohnte seine Schwester der Verleihung bei. Seine Eltern, so Sitte weiter, seien für die damaligen Verhältnisse schon „gut palliativ betreut“ gestorben. Wesentlich geprägt habe ihn nach eigenen Worten auch sein christliches Menschenbild. Früh habe er gelernt, was Glaube, Vertrauen, Respekt, Ehrfurcht, Gleichberechtigung oder Nächstenliebe bedeute. Prägend sei auch seine Zeit bei den Pfadfindern in seiner Jugend gewesen.

Palliativmediziner und Vorstandsvorsitzende der Deutschen Palliativ Stiftung, Dr. Thomas Sitte (65)

In Erinnerung sei ihm die Abi-Rede seines damaligen „leider viel zu früh verstorbenen“ Klassenlehrers Peter Belling geblieben. Der am 29. Juni 1977 ein letztes Mal sagte: „Jetzt sind Sie dran. Machen Sie das Beste daraus. Aber denken Sie daran: Man kann manchmal auch gegen den Strom schwimmen“. „Das habe ich kräftig geübt“, sagte Thomas Sitte gestern im Rahmen der Verleihung in Fulda. Seinen Zivildienst leistete Thomas Sitte als Alten- und Krankenpfleger ab. Ursprünglich wollte er im belgischen Gent sein Studium der Humanmedizin aufnahmen, aber es kam anders. Und so ging Thomas Sitte zum Studieren nach Bochum. „In Gent habe ich meine liebe Frau kennengelernt“; der der junge Thomas Sitte nicht gleich imponieren konnte; für ihn jedoch war es „Liebe auf den ersten Blick.“ In den nächsten Jahren studierte Thomas Sitte an unterschiedlichen Studienorten darunter Bonn und Berlin. Am Ende seines Praktischen Jahres sei eine 34-jährige Patientin mit der Aufforderung, sie zu töten, an den jungen Mediziner Sitte herangetreten. Dies war für ihn eine „extrem emotionale Erfahrung“ gewesen, die sein ganzes zukünftiges Berufsleben bestimmen sollte. Dass das Leben kein Sprint, sondern eigentlich ein Marathon ist, wurde Thomas Sitte während seiner über 25-jährigen sportlichen Tätigkeit im „Team Eisenhart“ mit auf den Weg gegeben. Die „verpflichtende Regelmäßigkeit“, sich bei „Wind und Wetter“ zum Joggen oder Mountainbiken aufzuraffen, habe ihn abgehärtet und ihm gelehrt, was es bedeute, über Durchhaltevermögen zu verfügen. Am Ende seiner Erwiderung zitierte der Palliativmediziner die amerikanische Philosophin Margaret Mead, die einmal gesagt haben soll: „Zweifele nie daran, dass nicht eine kleine Gruppe besonnener und engagierter Bürger die Welt verändern kann. Tatsächlich sind sie die Einzigen, die das jemals taten.“ Dr. med. Thomas Sitte ist verheiratet mit Dr. med. Edelgard Ceppa-Sitte und lebt heute im Fuldaer Stadtteil Kämmerzell. Das Ehepaar hat drei erwachsende Kinder (zwei Söhne und eine Tochter) und mehrere Enkel. Insbesondere in der Zeit der Corona-Pandemie, an dem Virus vor allem viele ältere Menschen starben, war Thomas Sitte ein viel gefragter und konsultierter Arzt und Ratgeber. +++ jessica auth

Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, Ehefrau Dr. med. Edelgard Ceppa-Sitte und Dr. Thomas Sitte (65) (v.l.)
Hintergrund: Seit der Stiftung durch Bundespräsident Theodor Heuss 1951 wurde der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland 262.532 Mal verliehen (Stand: 31.12.2022). Der Verdienstorden wird an in- und ausländische Bürgerinnen und Bürger für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie darüber hinaus für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, wie zum Beispiel im sozialen und karitativen Bereich. Er ist die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung in Deutschland und damit die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Eine finanzielle Zuwendung ist mit der Verleihung des Verdienstordens nicht verbunden. Mit seinen Ordensverleihungen möchte der Bundespräsident die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf hervorragende Leistungen lenken, denen er für unser Gemeinwesen besondere Bedeutung beimisst.