Die CDU fordert nun offiziell ein verpflichtendes sogenanntes „Gesellschaftsjahr“. Ein entsprechender Antrag von Carsten Linnemann, Bernd Althusmann, Philipp Amthor und anderen erreichte am Samstag auf dem Parteitag in Hannover die erforderliche Mehrheit. Laut Antragstext sollen junge Leute das Jahr „unmittelbar nach dem Schulabschluss“ absolvieren. „Nur mit einer Verpflichtung erreichen wir auch diejenigen, die von sich aus einem solchen Einsatz eher fern stehen, aber von einem Gesellschaftsjahr in ganz besonderem Maße profitieren können“, hieß es in der schriftlichen Begründung.
Rechtssicher kann ein verpflichtendes „Gesellschaftsjahr“ nach Ansicht der Partei nur im Wege einer Verfassungsänderung eingeführt werden. Es soll keinen Zwang zu einem bestimmten Dienst, sondern lediglich die Notwendigkeit der Entscheidung für zumindest „irgendeinen Dienst“ beinhalten, „sei es bei sozialen Einrichtungen, in Krankenhäusern, bei der Bundeswehr, im Zivilschutz beim THW oder bei der Feuerwehr, über anerkannte Hilfsorganisationen im Ausland oder im Sport und in der Kultur oder bei Natur- und Umweltschutzverbänden“, so der beschlossene Antragstext.
Um die“ militärische und zivile Reserve zu stärken“, soll als Alternative zum einjährigen „Gesellschaftsjahr“ auch die Möglichkeit einer mehrjährigen nebenberuflichen Verpflichtung in der Reserve der Streitkräfte oder in der zivilen Reserve (THW, Feuerwehr) angeboten werden. Anstatt eines „Taschengeldes“ soll es „ein attraktives Dienstgeld“ geben, so der Beschluss. +++
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